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Chinese Ghost Story Trilogie

A Chinese Ghost Story

chinghost

Original

Sinnui yauman (Hongkong 1987)

Laufzeit

92 Minuten (PAL)

Studio

e-m-s

Regie

Ching Siu Tung

Darsteller

Leslie Cheung, Joey Wang, Wu Ma, Siu-Ming Lau, Wong Jing u.v.a.

Bildformat

1.78:1 Widescreen (16:9)

Ton

DD5.1  Deutsch, Kantonesisch

Untertitel

Deutsch

Extras

Trailer 

Preis

ca. 19 Euro (Ladenpreis)

Bewertung

 2- / 2- / 5  (Bild/Ton/Extras)

A Chinese Ghost Story 2

chinghost2

Original

Sinnui yauman II (Hongkong 1990)

Laufzeit

99 Minuten (PAL)

Studio

e-m-s

Regie

Ching Siu Tung

Darsteller

Leslie Cheung, Joey Wang, Wu Ma, Jacky Cheung, Waise Lee, Michelle Reis u.v.a.

Bildformat

1.78:1 Widescreen (16:9)

Ton

DD5.1  Deutsch, Kantonesisch

Untertitel

Deutsch

Extras

Trailer 

Preis

ca. 19 Euro (Ladenpreis)

Bewertung

 2 / 2- / 5  (Bild/Ton/Extras)

A Chinese Ghost Story 3

chinghost3

Original

Sinnui yauman III: Do Do Do (Hongkong 1991)

Laufzeit

104 Minuten (PAL)

Studio

e-m-s

Regie

Ching Siu Tung

Darsteller

Tony Leung, Joey Wang, Jacky Cheung, Nina Li-Chi, Siu-Ming Lau u.v.a.

Bildformat

1.78:1 Widescreen (16:9)

Ton

DD5.1  Deutsch, Kantonesisch

Untertitel

Deutsch

Extras

Trailer 

Preis

ca. 19 Euro (Ladenpreis)

Bewertung

 1- / 2- / 5  (Bild/Ton/Extras)

                                 “Geistreicher Genuss!”

Das asiatische Multitalent Tsui Hark (sprich: Tscheu Hark) gilt bis heute nicht umsonst als chinesischer Steven Spielberg und George Luca$ in Personalunion. Der nimmermüde Schauspieler, Filmemacher, Produzent und Spezial-Effekte-Künstler katapultierte das anrüchige Kino der Kronkolonie Hongkong in den 80-er Jahren mit einem Siegeszug auf die internationale Bühne. Die belächelten Filme aus dem Land des Lächelns wurden plötzlich Salonfähig und bekamen von Kritikern und intellektuellen Kunstkinokennern gute Noten bescheinigt. Den wirbelnden Höhepunkt um wirbelnde Kameras und fliegende Akteure bescherte Tsui Hark seinem Publikum mit der “Chinese Ghost Story”-Trilogie. Als Produzent verschaffte er seinem Kollegen Ching Siu Tung die Regie, der bisher für seine Produktionsfirma “Cinema City” nur die Actionszenen in seinen Filmen (darunter auch John Woos Klassiker “A Better Tomorrow II”) immer gut aussehen ließ. Davor dürfte er Kennern nur durch sein außergewöhnliches Erstlingswerk “Duel to the Death” (Review demnächst hier!) aufgefallen sein. Aber erst mit “Chinese Ghost Story” landete er seinen großen Treffer. Die chinesische Geistermär um den armen Geldeintreiber Ling Choi Sin (Hongkong-Superstar Leslie Cheung bleibt in dieser Rolle unvergesslich), der in einem verwunschenen Tempel Schutz sucht und nur einen fiesen Baumgeist und dessen Geister-Konkubinen findet, traf genau den richtigen Nerv zwischen Kunst und Kommerz. Hin und her gerissen zwischen der unschuldigen Liebe zu dem schönen Geistermädchen Nip Siu Sing (Joey Wang) und dem geisterjagenden Taoisten Yin (Wu Ma) gerät Ling zwischen die Fronten einer übernatürlichen Auseinandersetzung, die ihn schließlich bis durch die Pforten der Hölle bringen wird. In atemberaubenden Tempo hetzt Ching Siu Tung den Zuschauer und seine Protagonisten mit viel fernöstlichem Flair und Witz durch die absurdesten Situationen. Die märchenhafte Inszenierung zwischen bunt ausgeleuchteten Studiokulissen und die schon damals altbacken wirkenden Spezialeffekte versprühen immer noch einen hübschen Retro-Charme. Der tappsig spielende Leslie Cheung wirkt dabei so niedlich wie Joey Wang verführerisch, während der verwirrt-verrückte Wu Ma sicherlich die meisten Lacher erntet. Unvergesslich bleibt auch seine tragische Betrachtung von Siu Sing: “Ich lebe wie ein Geist, weil ich dieser grausamen Welt den Rücken gekehrt habe, und sie will wieder ein Mensch werden?!!!” Noch heftiger geht hier der zweite Teil zu Werke, der schon fast wie ein politisches Pamphlet wirkt. Die Obrigkeit ist ein unkontrollierbarer Mob, der Tempel der Gerechtigkeit liegt in Trümmern und die Mönche beten eine hohle Götze an. Mittendrin muss sich Ling einer Rebellentruppe anschließen, um sich gegen die staatlichen Unterdrücker zur Wehr zu setzen. Die Staatsdiener sind jedoch von bösen Geistern besessen, die die Macht im Land an sich reißen wollen. Da kann nur noch Lings Kumpel, der Taoist Yin (wieder Wu Ma), helfen. Mehr auf seine bissigen, gesellschaftlichen Anspielungen bedacht erreicht “Chinese Ghost Story 2” nicht die sentimentale Tiefe seines Vorgängers, aber kann mit einer weiteren Effekte-Extravaganza überzeugen. Der dritte Teil ist schließlich eher ein Remake des Originals. Nach hundert Jahren kehrt der Baumgeist wieder in die irdische Welt zurück, um sich neue Opfer zu suchen. Diesmal stellen sich ihm ein buddhistischer Mönch (Shun Lau) und sein Novize Fong (Tony Leung Chiu Wai) entgegen. Zur Seite steht den Helden diesmal ein fahrender Söldner (Jacky Cheung), der neben seiner Schwertkunst auch noch andere Tricks auf Lager hat. “Chinese Ghost Story 3” ist sicherlich ein ganz klarer Cash-In auf den Erfolg seiner Vorgänger. Trotzdem ist der Film immer noch sehr unterhaltsam und fährt die besten Effekte der Serie auf. Interessanterweise hat e-m-s den dritten Teil neu synchronisieren lassen. In der alten Synchro wurde Fong noch von Til Schweiger gesprochen. Insgesamt ist die Neuvertonung aber positiv zu bewerten, da einige Quatschigkeiten der alten Synchro entfernt wurden und die Dialoge auch besser abgemischt.            chinghostbild1

Ein stolzes “High Definition Remastered” prangt auf den DVD-Hüllen der Filme. Aufgrund der unterschiedlich guten Vorlagen der Filme sind die anamorphen Transfere (1.78:1) aber recht unterschiedlich ausgefallen. Besonders der erste Teil hat teilweise mit einem ordentlichen Grundrauschen zu kämpfen. Dennoch ist das Bild erstaunlich klar und ziemlich sauber. Schärfe und Kontrast sind für Filme dieses Alters sehr gut. Einzelne Aufnahme, besonders einige Zeitlupenszenen im ersten Teil, verlieren jedoch deutlich an Kantenschärfe. Die Farben sind stabil und recht kräftig. Der Schwarzlevel ist tief, aber tendiert in einzelnen Szenen etwas seicht ins Milchige. Die Kompression arbeitet problemlos und erzeugt keine Ruckler oder Artefakte. Insgesamt steigert sich die Bildqualität vom ersten bis zum (jüngsten) dritten Teil.   chinghostbild2

Die neuen Dolby Digital 5.1 Spuren können sowohl auf Deutsch als auch auf Kantonesisch überzeugen. Die Dialoge sitzen fest und gut verständlich im Center. Die Texte der Originalfassung sind allerdings etwas dumpfer geraten. Der deutsche Ton ist klar. Die Musik wurde sehr schön und kräftig mit in die Surroundkanäle gelegt. Soundeffekte beschränken sich allerdings hauptsächlich auf die Frontstage, was den Ton recht homogen und nicht künstlich konstruiert wirken lässt. Insgesamt ist die Abmischung äußerst gelungen, da keine störenden Überlappungen stattfinden und besonders die stimmungsvolle Musik voll zur Geltung kommt.

Ursprünglich hatte e-m-s versucht, weitere Extras zu lizensieren. Dies scheint jedoch nicht funktioniert zu haben und deshalb befinden sich auf den Scheiben jeweils nur ein originaler Kinotrailer.

Fazit:

Die “Chinese Ghost Story”-Trilogie ist eigentlich Pflichtprogramm für jeden Fan asiatischer Filme. Die neuen Scheiben von e-m-s sehen toll aus, aber verzichten leider auf essentielle Extras. Wem die Filme an sich schon reichen, der sollte hier unbedingt zugreifen.

20.03.2005 Kay Pinno.

Test-Equipment

Player: DENON DVD 2800

Receiver: DENON AVR 3801 (DTS-ES/Dolby Digital EX)

TV: GRUNDIG (16:9), 82-er Bildröhre.

 

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