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Contract Killer

Original

Hitman / Sat sau ji wong (HK 1998)

Laufzeit

95 Minuten (PAL)

Studio

Columbia Tristar

Regie

Tung Wai

Darsteller

Jet Li, Eric Tsang, Simon Yam, Gigi Leung u.v.a.

Bildformat

1.85:1 Widescreen (16:9)

Ton

DD5.1 Deutsch, Englisch, Spa, It

Untertitel

Deutsch, Englisch, Spa, It, Tr

Extras

Trailer, Fotos

Preis

ca. 25 € (Ladenpreis)

Bewertung

 2- / 3+ / 5-  (Bild/Ton(DD/DTS)/Extras)

                                 “Ichi und der Killer!”

Was haben Hongkong-Filme eigentlich mit generischem Hiphop-Gedrönse zu tun? Das wissen wohl nur die Amerikaner, die für die internationale Auswertung von klassischen Hongkong-Produkten immer wieder den originalen Soundtrack des Films durch diesen Murks ersetzen. Trotzdem kommt “Hitman” - so der originale Titel dieses Films - noch ganz gut weg. Allerdings sollten die Studios im Zuge des Recycling von Jet Lis Hongkong-Filmen mal die echten Knaller auspacken. “Hitman” stellte Jet Lis Abschied aus Hongkong nach dem Erfolg von “Lethal Weapon 4” dar. Die hohen Erwartungen, die die Fans an dieses Produkt setzten, konnten natürlich kaum erfüllt werden. Statt einer reinen Action-Achterbahn gibt es hier sogar mal ein echtes Drama zu bewundern. Als der mittellose Fu (Jet Li) sich bei dem Gauner Lo (Eric Tsang) als Auftragskiller verdingt, hat er noch keine Ahnung, in welchen Schlamassel er da geraten ist. Als postmortalen Racheakt eines Yakuza-Boss sollen sie für 100 Millionen Dollar den “König der Killer” töten. Bei diesem Unterfangen sind sie jedoch nicht allein. Überall stöbern auch andere Gangster nach dem Superkiller, um die Belohnung zu kassieren. Darunter auch der gefährliche Ichi, der Sohn des Yakuza Boss. Was sich hier wie ein Non-Stop Ballerfest anhört, ist in Wirklichkeit mehr ein Familiendrama, dass sich um den kleinen Hochstapler Lo dreht. Zwischen hysterischem Hans Dampf in allen Gassen bis zum niedergeschlagenen Versager-Vater gegenüber seiner Tochter gibt Eric Tsang wirklich alles. Unterstützt wird er dabei von einer wirklich guten und gelungenen deutschen Synchronisation, die einen Hongkongfilm auf Deutsch endlich mal richtig gut klingen lässt. Ein großes Lob an Columbia-Tristar für die Mühe. Doch auch Jet Li-Fans kommen auf ihre Kosten. Zwar sind die Actionmomente sicherlich nicht die besten seiner Karriere, aber dafür kann “Hitman” mit einem klassischen Gwailo-Fight aufwarten. Wenn das nichts ist? 

Das die eher preiswert produzierten Filme aus der ehemaligen Kronkolonie Englands im Ausgangsmaterial gelitten haben zeigt auch Hitman deutlich. Die Vorlage hat noch reichlich Spratzer und Dreckspuren zu bieten, die immer mal wieder in den Vordergrund treten. Trotzdem dürfte der anamorphe (1.85:1) Transfer von Columbia Tristar so ziemlich die beste Qualität haben, die der Film je hatte. Denn abgesehen von den Vorlage-Mängel gibt es eigentlich nichts zu meckern. Die Farben sind frisch und lebendig ohne überbetont zu wirken. Schärfe und Kontrast sind durchgängig sehr gut. De Schwarzlevel ist tief und detailreich. Ein Bildrauschen ist nicht vorhanden. Die Kompression ist sorgt für ein stabiles Bild und verhindert Artefaktbildung. Wenn doch nur jeder Hongkongfilm so aussehen könnte.

Obwohl es sich bei den DD5.1 Tracks um komplett neue Abmischungen handelt, wurde wieder einmal ein Kardinalsfehler begangen. Die Umgebungs- und Kampfgeräusche wurden mit der geringsten Priorität abgemischt und landen manchmal Hintergrund. Dies liegt vor allem daran, dass sobald die Action losgeht der Musik-Soundtrack voll aufgedreht wird. Dies wirkt besonders bei dem Kampf im Fahrstuhlschacht völlig deplaziert. Dadurch erscheint das ganze Geschehen doch sehr künstlich. Auch die Dialoge sind in der Aussteuerung ein wenig wankelmütig. An ein paar Stellen scheinen sie etwas leiser abgemischt zu sein. Abgesehen davon, versucht der Track ein bisschen Räumlichkeit bei den Schießereien aufkommen zu lassen. Hier zischen die Kugeln schon mal links und rechts zünftig vorbei. Der Subwoofer darf neben dem Soundtrack auch einigen netten Explosionen den Bass verleihen, den sie verdienen. Mit einigen Abstrichen solide.

Als einzige Extras gibt es eine müde Bildergalerie und den internationalen Trailer. Naja.

Fazit:

Sicherlich ist “Contract Killer” kein Jet Li Klassiker, aber aufgrund der sehr guten deutschen Synchronisation ist der Film auf jeden Fall einen Blick wert. Für Jet Li Komplettisten ist die DVD ein Pflichtkauf. Alle anderen können getrost in der Videothek ihres Vertrauens auf die Scheibe zurückgreifen.

04.03.2003 Kay Pinno.

Test-Equipment

Player: DENON DVD 2800

Receiver: DENON AVR 3801 (DTS-ES/Dolby Digital EX)

TV: GRUNDIG (16:9), 82-er Bildröhre.

 

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