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Defender - Der Schutzengel

Original

Guardian (USA 2000)

Laufzeit

92 Minuten (PAL)

Studio

Columbia Tristar

Regie

John Terlesky

Darsteller

Mario van Peebles, James Remar, Daniel Hugh Kelly, Stacy Oversier, Ice-T, u.v.a.

Bildformat

4:3 Vollbild

Ton

DD5.1 Deutsch, Englisch

Untertitel

-

Extras

Trailer

Preis

ca. 25 Euro (Ladenpreis)

Bewertung

 2 / 2 / 5-  (Bild/Ton(DD/DTS)/Extras)

                     “Was geht denn hier ab ?!”

Das Mario van Peebles nicht gerade der Garant für hochkarätige Action ist und seine beste Zeit (alias “New Jack City”) lange hinter sich hat, zeigt sich deutlich in der Auswahl seiner aktuellen Vehikel. Obwohl in Michael Manns “Ali” eine solide Leistung als Malcolm X abliefert, schafft er es auch in Filmen wie “Defender” mitzuspielen. Als Marine John Kross wird er im Golfkrieg Zeuge der Befreiung des alten Dämons Telal. Das körperlose Böse kann von Menschen Besitz ergreifen und verfolgt den guten Kross auch noch Jahre später in Los Angeles. Mit Hilfe der Superdroge “Chaos” will er die Welt mit eben selbigen überziehen. Wer “Chaos” konsumiert rastet einfach aus. Aber Telal ist auch hinter der Wiedergeburt eines Propheten, der ihn stoppen könnte, her. Da muss Kross natürlich gleich in die Bresche springen. Das ausgerechnet von einem überflüssigen und unterdurchschnittlichem Film wie “Dämon” mit Denzel Washington ein Lost-Budget Rip Off produziert wird ist schon seltsam. Aber so niedrig die Ansprüche der Produzenten auch gewesen sein mögen, der Film schafft dies noch einmal zu unterbieten. So unspannend und uninteressant kann eigentlich niemand eine Geschichte gestalten. An der linearen und bruchstückhaften Erzählung weiß einfach gar nichts zu überraschen. Mit zusätzlich bekloppten Einsprengseln der Güteklasse “Matrix” - eine dämonische Superbraut im Lackmäntelchen, die in Zeitlupe die Wände raufrennt - wird “Defender” von Minute zu Minute vorhersehbar stussiger. Im Finale auf einer Kiesgrube ist den Produzenten wohl ausgerechnet der Kies in Form von Dollars ausgegangen und der Film hört ohne echte Auflösung dankbarerweise einfach auf. “Defender” ist leider nicht einmal schlecht genug um harte Trashfans zu beeindrucken. Schade, denn Trashpotential hätte der Film genug gehabt.

Die Bildqualität der Scheibe liegt in der oberen Klasse. Ob das Vollbild-Format dem Originalformat entspricht darf bezweifelt werden (vermutlich eher 1.85:1), aber das fällt bei dem Film tatsächlich kaum ins Gewicht. Die Vorlage ist in Topzustand und weist keine Verunreinigungen auf. Schärfe und Detailgetreue sind absolut bestechend und die etwas abgemattete Farbpalette wird voll ausgenutzt. Die Kompression hat auch keine Probleme mit der Darstellung und sorgen für ein durchgängig ruhiges Bild ohne Pixeln oder Rauschen. Nur die Kontraste sind bei dem tiefem Schwarzlevel etwas zu hart gewählt und sorgen auch bei helleren Szenerien schnell für abgedunkelte Stellen. Sehr gut!

Solide macht sich auch der Ton am Ohr des Zuhörers zu schaffen. Das DD 5.1 sorgt für eine gute Umsetzung des atmosphärischen Prologs in der Wüste. Hier pustet der Wind und knistert der Sand. Die zahlreichen Schießereien und Explosionen verteilen sich auch gut auf die Surroundkanäle und geben dem Subwoofer auch ein wenig zu tun. Die Abmischung ist sehr gut und trennt klar Dialoge von Musik und Soundeffekten. Die stimmlichen Verfremdungen der dämonischen Stimmen erklingen ebenfalls aus allen Kanälen. Ohne Überraschungen ein guter Track.

Als einziges “Extra” gibt es nur einen Trailer zum Film, der die DVD noch vor der Note 6 rettet. Schließlich wurden hier nicht einmal Untertitel für den Film produziert. Autsch!

Fazit:

Auch wenn die technische Umsetzung der DVD in Ordnung ist, ist das Unterhaltungspotential von “Defender” kaum vorhanden. Wer absolut verzweifelt (!!!!!!) einen Actionfilm sucht, sollte höchstens auf die Scheibe in seiner Videothek zurückgreifen. Aber Achtung für Hörgeschädigte, der Film bietet gar keine Untertitel.

16.07.2002 Kay Pinno.

Test-Equipment

Player: DENON DVD 2800

Receiver: DENON AVR 3801 (DTS-ES/Dolby Digital EX)

TV: GRUNDIG (16:9), 82-er Bildröhre.

 

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