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Enemy Mine - Geliebter Feind

Original

Enemy Mine (BRD/USA 1985)

Laufzeit

104 Minuten (PAL)

Studio

Twentieth Century Fox

Regie

Wolfgang Petersen

Darsteller

Dennis Quaid, Louis Gosset Jr. , Brion James, u.v.a.

Bildformat

2.35:1 Widescreen (16:9)

Ton

DD 4.0 Deutsch, Englisch, Spanisch

Untertitel

Deutsch, Englisch, Spanisch

Extras

Deleted Scenes, Trailer, Bilder

Preis

ca. 25 Euro (Ladenpreis)

Bewertung

 3+ / 3+ / 4+  (Bild/Ton(DD/DTS)/Extras)

                       “Stirb, Krötenfresse!!!”

Kurz vor seinem endgültigen Abflug in die USA hinterließ Wolfgang Petersen dem deutschen Film noch ein seltsames Stück Science-Fiction Geschichte: “Enemy Mine” Eine seltsame Mischung aus Robinson Crusoe im Krieg der Sterne. Der humanistische Touch und das eher rau und in viele Matte Paintings gehüllte Setting war dem Star Wars verwöhnten Publikum zu krass. “Enemy Mine” stürzte wie seine Hauptfigur Davidge (Dennis Quaid) gnadenlos ab. Nach einer kurzen Schlacht im All hatte er ein Raumschiff der feindlichen Dracs angeschossen und ist ihm zu dicht an die planetare Atmosphäre einer unerforschten Welt gefolgt. Auf dem unfreundlichen Felsen wollen sich die beiden ungleichen Gestrandeten erstmal an die Gurgel gehen. Doch schnell stellen beide Parteien fest, das es ohne den vermeintlich verhassten Feind kein Überleben auf dem gefährlichen Planeten gibt. In dieser ungewöhnlichen Situation erwächst eine Freundschaft, die über den Tod hinaus geht. Auch wenn einige Momente etwas holperig daher kommen, ist “Enemy Mine” vielleicht der letzte Old Style Science Fiction mit vielen Modellen und tollen Sets von Rolf Zehetbauer. Trotz der drastischen Kurzüng zur Originalgeschichte von Barry Longyear dürften Fans von etwas ernsthafterer Science Fiction eine gelunge Abwechslung zu Laserschwert-schwingenden Jedimeistern finden.

Twentieth Century Fox spendiert “Enemy Mine” einen schönen anamorphen Widescreentransfer im Format von 2.35:1 . Trotz guter Aufräumarbeiten bei der Vorlage ist das Alter doch ein wenig sichtbar. Sporadisch tauchen kleine Spratzer im Film auf, die allerdings nur wenig vom Geschehen auf dem Bildschirm ablenken. Ansonsten darf hier die Austattungsarbeit von Rolf Zehetbauer in voller Pracht bewundert werden. Obgleich die Schärfe besonders in den Wideshots ein wenig zu kämpfen hat, bleiben alle anderen Werte im grünen Bereich. Die wechselnden Farben des Planeten kommen immer wundervoll zur Geltung. Der Schwarzlevel hatte etwas tiefer sein können, vermeidet aber grundsätzlich milchige Stellen. Auch die Kompression erlaubt sich keine groben Schnitzer. Für einen 17 Jahre alten Film eine solide Leistung.

Ähnlich wie bei “Big Trouble in little China” hat man beim Ton versucht einen Mittelweg zu gehen und einen neuen Dolby Digital 4.0 Mix anfertigen lassen. Das Ergebnis ist eine gelungene Erweiterung des klassischen Dolby Surround-Formats. Die Soundstage wird breiter geöffnet ohne eine künstliche Direktionalität bei einzelnen Effekten hervorzurufen, wie dies bei verschiedenen 5.1-Upmixen passiert. Ohne viel Subwoofer bekommt der Zuschauer hier trotzdem einiges geboten. Die Meteoritenhagel und Schnestürme wirken schon wirklich gut. Auch Dialoge und Soundtrack fügen sich ins restliche Klangbild gut ein. Nur im Centerkanal scheint es ein wenig Probleme zu geben. Hier konnte ab und an ein Knacksen registriert werden.

Als einziges nennenswerte Extra können nur zwei Deleted Scenes der deutschen Fassung, die aus der internationalen Version entfernt wurden, benannt werden. Die beiden Szenen spielen auf der Raumstation der menschen nach Davidges Rückkehr und beziehen seine alten Fliegerkollegen mehr in das Geschehen ein. Das sogenannte “Hinter den Kulissen”-Material beschränkt sich auf drei Fotos die Petersen und Zehetbauer bei der Arbeit zeigen. Gähn! Ach so, den Trailer zu “Enemy Mine” gibts natürlich auch noch.

Fazit:

Obwohl es an vernünftigen Extras mangelt, die mit Sicherheit irgendwie aufzutreiben gewesen wären, sieht “Enemy Mine” so gut wie noch nie aus. Sci-Fi Fans können sich beruhigt zurücklehnen und ein weiteres Häckchen an ihre Sammelliste machen. Für alle anderen gilt die Devise: Ab in die Videothek!!!

31.05.2002 Kay Pinno.

Test-Equipment

Player: DENON DVD 2800

Receiver: DENON AVR 3801 (DTS-ES/Dolby Digital EX)

TV: GRUNDIG (16:9), 82-er Bildröhre.

 

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