“Himmel hilf!” Nachdem im vierten Teil (Test hier) die gepeinigte Allison (Kari Wuhrer) all ihre übernatürlichen Verfolger los geworden ist, bleibt ihr leider nur eine kurze Verschnaufpause. Ein weiterer finsterer Engel (Tony Todd ist mal wieder drei Meter groß!) hat sich an ihre Fersen geheftet, um in den Besitz der seltsamen Bibel zu kommen, die angeblich die Ankunft des Zerstörers der Menschheit verkünden soll. Im Gepäck hat er sogar einen aus dem Fegefeuer geretteten Killer (Jason Scott Lee). Schließlich kann sich der geflügelte Gevatter nicht selbst die Hände schmutzig machen. Doch auch den Killer quälen esoterische Gewissensbisse, weshalb er sich bald auf die Seite von Allison schlägt. Die sieht ihr Heil nur noch in der Flucht - und zwar direkt in die wartenden Arme ihres Kumpels Satan (John Light). Der Endkampf zwischen den Mächten der Dunkelheit und des nicht ganz so hellen Lichts kann beginnen. Leider geht Joel Soisson nach seinem sehr gelungenen vierten Teil leider die Puste aus. Das schlägt sich auch in der kompakten Laufzeit des Films aus. Irgendwie hatte der Showdown wohl nicht mehr in den Vorgänger gepasst und daraus musste nun ein Minimalfilm entwickelt werden. Schade ist dabei allerdings, dass das tolle Setup um Allisons besondere Bestimmung im Kampf zwischen Himmel und Hölle irgendwie flöten geht. Die Geschichte wird zwar zu einem Ende gebracht, aber sie bleibt dabei leider sehr konventionell. Viele Ausbruchsmöglichkeiten bietet der diesmal mager ausgefallene Plot auch leider nicht an. Unterm Strich bleibt deshalb nur ein eher schwächeres B-Filmchen übrig, das aufgrund seines guten Vorgängers weitaus besseres verdient hätte.  Das anamorphe Widescreenbild (1.85:1) basiert auf einer recht guten Vorlage. Verunreinigungen oder Spratzer sind nicht auszumachen. Dennoch scheint das Filmmaterial nicht sehr hochwertig gewesen zu sein, da der Film von einem dauerhaften, leichten Grobkörnigkeit gekennzeichnet ist. Besonders auffällig ist dies in dunklen Szenen, die durch einen schwachen Schwarzlevel ebenfalls ein wenig beeinträchtigt sind. Schärfe und Kontrast sind weitestgehend gut, wenngleich einige Szenen wie durch einen matten Filter im Stile der 70-er Jahre gefilmt wirken. Die Farben sind allerdings satt, aber trotzdem recht natürlich. Die Kompression bleibt ansonsten sauber und verhindert weitergehendes Hintergrundrauschen oder Artefaktbildung. In einigen kurzen Momenten zeigt sich allerdings seichtes Zeilenflimmern an den Konturen, was aber nur dem geübten Auge auffallen dürfte.  Der DD5.1 Track liefert eine saubere Surroundumgebung, die besonders bei den Flashback-Szenen im Film zur Geltung kommt. Aber auch sonst bemüht sich der Track mit vielen ambienten Geräuschen für ein gutes 360-Grad-Feeling. Die stimmige Musik verteilt sich ebenfalls recht unaufdringlich über alle Kanäle, während die Dialoge sicher im Center sitzen. Auffällig ist hier allerdings wieder mal, dass die deutschen Dialoge der recht mäßigen Synchronisation deutlich in den Vordergrund gemischt wurden. Der O-Ton wirkt hier wesentlich räumlicher und auch dynamischer. Auch für “God’s Army 5” gibt’s wieder einen schönen Audiokommentar mit Regisseur und Autor Joel Soisson, Make-Up-Mann Gary Tunnicliffe, dem ausführenden Produzenten Nick Philips und diesmal dem Editor Kirk Morri. Das Quartett ist sehr gesprächig und beschäftigt sich stark mit den speziellen Produktionsumständen des Films, der ja parallel zum vierten Teil gedreht wurde. Wenig technisch erläutern die Männer recht enthusiastisch die Weiterentwicklung der Story und Mythologie des fünften Teils. Dazu kommen einige interessante Anmerkungen zum Filmschnitt und wie verschiedene Szenen erst im Nachhinein entwickelt wurden. Ein sehr solider Track, der ebenfalls zu einem unterhaltsamen wie interessanten Hörerlebnis wird. Sonst befinden sich nur noch zwei Trailer zum Film auf der DVD. Fazit: Im Vergleich zum äußerst gelungenen vierten Teil ist der Showdown von “God’s Army 5” eher eine Enttäuschung - allerdings eine kurzweilige. Die Scheibe liefert technisch solide Qualität und hat auch einen schicken Audiokommentar. 18.07.2006 Kay Pinno. Test-Equipment Player: PIONEER DV668-AV Receiver: DENON AVR 3801 (DTS-ES/Dolby Digital EX) TV: GRUNDIG (16:9), 82-er Bildröhre. |