Golddrome2

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Mörder des Klans

Original

Prega il morto e amazza il Vivo (Italien 1971)

Laufzeit

91 Minuten (PAL)

Studio

Koch Media

Regie

Guiseppe Vari

Darsteller

Klaus Kinski, Victoria Zinny, Paul Sullivan, Dino Strano u.v.a.

Bildformat

1.85:1 Widescreen (4:3)

Ton

DD2.0 Deutsch, Englisch

Untertitel

Deutsch

Extras

Bildergalerie, Artworkgalerie, Biographien

Preis

ca. 15 € (Ladenpreis)

Bewertung

 3- /3+/ 5+  (Bild/Ton/Extras)

                                         “Gold-orak!”

Nach einem gelungenen Banküberfall trifft sich einer Bande Gesetzloser unweit der mexikanischen Grenze in einer einsamen Postenstation. Man wartet auf das Gold, das später mit einer Kutsche ankommen soll. Leider ist der ursprünglich Führer, der ihnen einen Weg durch die verschlungene Bergwelt bis zur Grenze zeigen sollte, ermordet worden. Zufällig befindet sich in dem Posten, neben dem Besitzer und seiner Tochter ein mysteriöser Fremder, der ihnen anbietet, den Job gegen die Hälfte des Goldes zu übernehmen. Widerwillig geht der Chef der Bande darauf ein und so wartet man auf die Beute, um sich gemeinschaftlich aus dem Staub zu machen. Die erste Hälfte des Italowestern funktioniert als lupenreines Kammerspiel. Der enge Raum der Station fercht die unterschiedlichen Charaktere bei einem wütenden Unwetter zusammen. Man taktiert, sondiert die Situation und schätzt seine Möglichkeiten ab. Als eine Gruppe Texas-Ranger auftaucht, steigert sich die Spannung ins Unermessliche. Guiseppe Vari zeigt sich als fähiger Regisseur dieses für den Italowestern ungewöhnlichen Ansatzes. Er nuanciert die einzelnen Machtverhältnisse fein aus und variiert sie in spannender Manier. Klaus Kinski gibt den Bandenchef mit seiner gewohnt unterdrückten Aggressivität, die sich in plötzlichen Tobsuchtsanfällen ihre Bahn bricht. Während diese Hälfte durchweg gelungen ist, fällt der Film im weiteren Verlauf etwas ab, da er nun in üblichere Fahrwässer gerät. Man reitet von Rangern verfolgt durch ein unwegsames Gebiet, es taucht Misstrauen auf, man versucht sich gegenseitig hereinzulegen. Ein solider Abschluss der vorzüglich vorbereiteten Gruppenstudie.

Die Bildschärfe der vorliegenden DVD ist gelungen. Ob Großaufnahmen oder Totalen, nur selten hat man das Gefühl, dass etwas deutlich unscharf ist. Auch die Farben überzeugen mit ihrem erdigen Look. Dafür weist das Bild bei Bewegungen deutliches Flimmern auf, Rauschmuster sind ein ständiger Begleiter. Natürlich ist die DVD nicht frei von Bildfehlern wie ganz leichten Laufstreifen an der einen oder anderen Stelle. Leider ist der Film nicht im Originalkinoformat auf der DVD enthalten, denn bei “Mörder des Klans” handelt es sich eigentlich um einen Scope-Film (1:2,35). Eine Neuabtastung habe sich laut Koch Media bei einem derartigen Nischentitel nicht gelohnt.

Der Ton ist recht gut. Sowohl die Dialoge sind auf Deutsch und Englisch gut zu verstehen, da sich das Rauschen in sehr engen Grenzen hält, als auch die Musik ertönt in ihrem vollen Glanz bei guter Dynamik. Ein ordentlicher Ton bei einem über 30 Jahre alten Film.

Extras: Bildergalerie, Artworkgalerie, Biographien.

Fazit:

“Mörder des Klans” gehört vor allem wegen der ersten Hälfte zu den interessanten Vertretern des Italo-Westerns. Die DVD liefert den Film in einer ordentlichen Qualität mit Abstrichen beim Bild – vor allem das falsche Bildformat ist schade.

15.11.2003 Stefan Dabrock.

Test-Equipment

Player: PANASONIC A-150

TV: LOEWE (4:3), 70-er Bildröhre

 

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