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Mothra - Das versunkene Königreich

Mothra_2

Original

Mosura 2 - Kaitei no daikessen (Japan 1997)

Laufzeit

94 Minuten (PAL)

Studio

Splendid

Regie

Kunio Miyoshi

Darsteller

Megumi Kobayashi, Sayaka Yamaguchi, Aki Hano u.v.a.

Bildformat

1.78:1 Widescreen (16:9)

Ton

DD5.1 Deutsch  DD2.0 Japanisch

Untertitel

Deutsch

Extras

Trailer

Preis

ca. 20 € (Ladenpreis)

Bewertung

 4+/ 2-/ 5 (Bild/Ton/Extras)

                     “Furby gegen den Rest der Welt”

Eins ist klar: die “Mothra”-Trilogie, deren zweiter Teil “Das versunkene Königreich” darstellt, richtet sich gezielt an Kinder. Hier geht es nicht in erster Linie um alles zertrümmernde Riesenmonster - die aber später wenigstens noch auftauchen. So sind die Helden der Geschichte auch drei Knirpse - ein naseweises Mädchen und zwei nicht ganz so helle Jungs - die es mit den kleinwüchsigen Mothra-Zwillingen Moru und Lora zu tun bekommen. Die beiden haben schließlich noch eine böse, ältere Schwester namens Belvera, die auf einem niedlichen Minidrachen die Gegend unsicher macht. Das böse Schwesterherz ist diesmal auf der Suche nach dem Gogo, einem Furby-ähnlichen Plüschmonster, das angeblich den Schatz einer im Meer versunkenen Zivilisation bewacht. Durch Zufall gerät der seltsame Hüpfballen in die Hände des Kindertrios, das mit ihrem neu gewonnen Freund eine gefährliche Mission bestehen muss. Das Amphibienmonster Dagahra bedroht ihre Heimatinsel Okinawa, weil die Menschen das Meer immer stärker verschmutzen und es dem Untier dadurch ermöglichen, seltsame Killerseesterne zu produzieren. Um Dagahra Einhalt zu gebieten, müssen sie mit Gogo den versunkenen Schatz finden. Doch sowohl Belvera als auch ein tappsiges Diebespaar sind den jungen Schatzjägern auf der Fährte. “Mothra - Das versunkene Königreich” enthält eine niedliche Öko-Message und einen pädagogisch wertvollen Ansatz, um Kinder in die seltsame Welt der kaiju-Monster aus Japan einzuführen. Ältere Fans dürften aber bloß mit den Achseln zucken. Alles ist hier irgendwie quietschbunt und explodiert auch von Zeit zu Zeit - und das nicht zwingend im kausalen Zusammenhang. Dazwischen haben unsere drei Helden einfach gar nichts zu tun, außer zu staunen und sich für das Richtige einzusetzen. Die zahlreichen Greenscreen- und Digitaleffekte sind auch eher unterdurchschnittlich und erinnern daran, dass das Kinderauge hier wohl gnädiger mit der Materie umgeht.          Mothra_2B1

Das anamorphe Widescreentransfer (1.78:1) ist leider nicht wirklich gut geraten. Das falsche Bildformat (eigentlich ist der Film in 1.85:1) schneidet zwar nicht zu viel an den Seiten ab, aber lässt sich der Bildverlust dennoch nicht verstecken. Die Filmvorlage ist eigentlich in einem guten Zustand, aber anscheinend ist der Mastertransfer nicht sehr gelungen. Oft zeigt sich ein grieseliges Bildrauschen, das sich auch negativ auf die Farbwiedergabe auswirkt. Die Farben bleiben ansonsten relativ stabil, aber geben den quietschbunten Look des Films eigentlich nicht so gut wieder. Der Kontrast ist insgesamt zu weich und lasst den Schwarzwert recht milchig aussehen. Die Kompression macht wenigstens eine gute Figur. Artefakte oder zusätzliche Rauschmuster treten nicht auf. Nicht wirklich befriedigend.    Mothra_2B2

Der deutsche DD5.1 Track bietet eine ordentliche Surroundaktivität, die dem grellen Treiben auf der Mattscheibe ein räumliches Leben einhaucht. Dennoch sind die deutschen Dialoge stärker in den Vordergrundgemischt und lassen die restliche Soundkulisse etwas künstlich wirken. Die Basswiedergabe ist bei einigen Monsteraktionen hübsch aktiv und gibt dem zerstörerischen Aktivitäten etwas mehr Rumms. Der japanische Stereotrack wirkt etwas homogener, aber ist natürlich nur in der Frontstage lebendig.

Als einziges Extra ist ein Trailer zum Film und weitere Trailer zu den Splendid-“Godzilla”-Titeln vorhanden.

Fazit:

Ähnlich wie die “Gamera”-Filme richten sich die “Mothra”-Spin-offs eher an ein sehr junges Publikum. Als Einstiegsdroge für den eigenen Nachwuchs in Sachen kaiju-Action geeignet. Technisch ist die Scheibe beim Bild leider nicht so gut geraten. Die DVD ist wirklich nur für Komplettisten und junge kaiju-Einsteiger.

23.10.2007 Kay Pinno.

Test-Equipment

Player: PIONEER DV668-AV

Receiver: DENON AVR 3801 (DTS-ES/Dolby Digital EX)

TV: GRUNDIG (16:9), 82-er Bildröhre.

 

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