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REVIEWS



Skin Trade   

Skin Trade
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Original: Skin Trade   (Thailand/USA/Kanada, 2014)
Laufzeit: ca. 93 min
Studio: Ascot Elite HE
Regie: Ekachai Uekrongtham
Darsteller: Tony Jaa, Dolph Lundgren, Ron Perlman, Peter Weller, Michael Jai White
Format: 2.39:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD 5.1 deutsch & englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Interviews
Preis: ca. 7 Euro
Wertung: 2-/ 2-/ 3 (Bild/Ton/Extras)


"Massenware"

Nick Cassidy ist ein anständiger New Yorker Cop. Er ist ein Mann, der seine Arbeit ernst nimmt. Unbestechlich, aufrichtig. Seine Aufrichtigkeit kostet seiner Familie das Leben, denn Nick hat sich mit dem Mädchenhändler Viktor Dragovic angelegt. Der sprengt das Haus seiner Familie. Nick überlebt den Anschlag.
Nun, da er nichts mehr zu verlieren hat, nimmt er das Recht in die eigene Hand. Eine Spur führt ihn nach Thailand. Dort aber glaubt der nicht minder aufrichtige Cop Tony zunächst, dass Nick einer der Bösen ist, da sich Nick nicht gerade kooperativ verhält.
An sich ist SKIN TRADE ein anständiger B-Reißer. Auch wenn sich Tony Jaa in der Rolle des thailändischen Polizisten verdammt zusammenreißen muss, um Lundgren nicht zu alt aussehen zu lassen. Man spürt in den gemeinsamen Szenen, dass Jaa auf halber Flamme kocht.
Mit Ron Perlman kann der Film darüber hinaus einen anständigen Schurken präsentieren. Perlman gibt den Drecksack mit Spielfreude, sein Dragovic ist ein von Moral befreiter Mistkerl.
Das Problem: SKIN TRADE besteht de facto aus zwei Filmen. Ein Film wurde in Kanada gedreht, einer in Thailand. Zwar wird Ekachai Uekrongtham als Regisseur genannt, und wahrscheinlich stimmt das auch – doch die in Kanada gedrehten Szenen sind glatt, ohne Höhen und Tiefen, routiniert inszeniert. Kanadische B-Filmware. Eine saubere Auftragsarbeit. Dem stehen die in Thailand gedrehten Szenen gegenüber, die etwas dreckig, weit weniger glatt wirken. Man spürt der Produktion an, dass hier verschiedene Teams am Werk waren; die Inszenierung wirkt gerade anfangs inkohärent, erst wenn der Spielort vollständig nach Thailand wechselt, bekommt der Filme eine Linie. Das aber dauert.

BILD

Skin Trade

Da gibt es wenig zu bekritteln. Eine anständige, zurückhaltende Farbgebung ohne Blockbildungen bei Nachtszenen, ein scharfes Bild; es gibt wenig bis gar nichts, was zu beanstanden oder besonders hervorzuheben wäre.

TON

Skin Trade

Und genau diese Feststellung lässt sich auch auf dem Sound übertragen. Anständig, von klarer Qualität ohne Höhen und Tiefen. Weder fallen Fehler auf, noch bleibt etwas hängen, was das feine Öhrchen besonders erfreuen, irritieren oder herausfordern würde.

EXTRAS

Da gibt es wenig Erhellendes. Ein kurzes Interview mit Dolph Lundgren, in dem er ein wenig über seine Rolle spricht, ein noch kürzeres Interview mit Ron Perlman, in dem er, Überraschung, auch über seine Rolle spricht. Und Ekachai Uekrongtham, der Regisseur, kommt zu Wort, um, man mag es kaum glauben, ein wenig über den Film zu sprechen. Ein Blick hinter die Kulissen wäre jetzt nicht so uninteressant gewesen. Fehlt aber leider.

FAZIT

Am Ende bleibt ein Actionfilm, den man sehen kann. Routinierte B-Ware mit routiniert aufspielenden Genrestars. Nichts, was wirklich hängen bleibt.



Christian Lukas


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