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D-Tox - Im Auge der Angst   

D-Tox - Im Auge der Angst
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Original: D-Tox   (USA, 2001)
Laufzeit: 96 Minuten (PAL)
Studio: Universal
Regie: Jim Gillespie
Darsteller: Sylvester Stallone, Charles Dutton, Kris Kristofferson, Robert Patrick, u.v.a.
Format: 2.35:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Geschnitte Szenen,Trailer
Preis: ca. 25 €
Wertung: 2+/ 1-/ 4+ (Bild/Ton/Extras)


"Ich nenne das hier die Geisterstunde!"

Für FBI-Agent Malloy (Sylvester Stallone) ist der Ofen aus. Auf der Jagd nach einem Serienkiller, der Polizisten als hübsch-morbide Mobiles drapiert, fällt seine angehende Frau Mary dem Irren zum Opfer. Seitdem hängt Malloy an der Flasche bis ihm sein Partner eine Möglichkeit zur Entziehung besorgt. Am winterlichsten Arsch der Welt (in diesem Fall Wyoming!) hat sich ein Ex-Bulle (Kris Kristoffersen) die Aufgabe gestellt, Gesetzeshütern mit psychologischen Problemen auf die Sprünge zu helfen. In einem bunkerartigen Komplex findet die Gruppentherapie mit Entgiftungscharakter statt. Doch auch hier hat sich der serielle Polizistenmörder eingeschlichen, um sich an Malloys Fersen zu heften. Als der Bodycount beginnt sind die Therapiegäste schon völlig eingeschneit und von der Außenwelt abgeschlossen. Gemeinsam versuchen die Ermittlungsprofis im Bunkerkomplex dem Täter auf die Spur zu kommen. “D-Tox” ist der klassische Fall einer absolut verschenkten Chance. Obwohl der Film gnadenlos bei jedem X-beliebigen Serienkillerfilm der letzten Jahre aber vor allem bei John Carpenters “Das Ding aus einer anderen Welt” klaut, hätte doch wenigstens ein solider Unterhaltungswert erreicht werden können. Die Schuld ist hier vor allem bei den Cuttern des Films zu suchen. Ab der zweiten Hälfte des Films wirkt alles einfach nur noch konfus. Die Übergänge zwischen verschiedenen Handlungsorten sind derart stümperhaft aneinandergereit, das auch die wirklich tollen Bilder von Dean Semler nichts mehr retten können. Hier werden Spannung, Logig und Anschluss in einem Atemzug demontiert. Ein echter nostalgischer Brüller ist jedoch das Finale zwischen Stallone und dem Killer. Da knüpft Sly eben wieder an beste Hau-Drauf Action der 80-er an. Wenigstens gibts auch eine tolle Supporting Cast mit Robert “T1000” Patrick, Sean Patrick Flanery, Tom Berenger, Kris Kristofferson und Charles S. Dutton.

BILD

D-Tox - Im Auge der Angst

Auch hier hat Universal wieder gute Arbeit bei einem aktuellen Film geleistet. Das anamorphe 2.35:1 Widescreenbild ist frei von Fehlern. Die Vorlage ist gnadenlos sauber und zeigt keine Abnutzung. Die tolle Fotografie von Dean Semler kommt in jedem Moment geschnitten scharf über den Bildschirm. Die düsteren Farbtöne im Bunkerkomplex sind ebenfalls sauber und zeigen erstaunlich viele Nuancen. Der Schwarzlevel hat als einziges Bildelement ein wenig zu kämpfen. Da doch ein Großteil von “D-Tox” im Dunklen spielt, fällt der Unterschied zwischen den verschieden Schwarztönen auf. Hier werden dunklere Bereiche an zwei, drei Stellen etwas milchig. Dieser Effekt ist aber nie so extrem, dass er zu sehr ablenken würde. Die Kompression gestaltet sich ebenfalls geschlossen und enthüllt keine Artefakte oder Pixelei. Oberklasse.

TON

D-Tox - Im Auge der Angst

Die Toningenieure des Films haben sicherlich viel Spaß und Arbeit gehabt. Bei “D-Tox” wird reichlich mit dem Surround-Ambiente gearbeitet. Schon die verzerrte Stimme des Killers im Vorspann wird dazu genutzt. Ansonsten gibt der deutsche und englische Dolby Digital 5.1 Ton wirklich alles. Die stimmige Atmosphäre im Bunkerkomplex wird von verdächtigen Soundeffekten aus allen Ecken unterstützt. Der Mix zwischen Musik, Effekten und Dialogen geht eigentlich nur (mit Absicht) etwas im Schneesturm außerhalb des Komplex ein wenig unter. Dort und bei den wenigen Schießereien bekommt der Tiefbass auch reichlich viel zu tun. Ein tolle Soundkulisse die qualitativ im oberen Bereich der Oberklasse schwimmt.

EXTRAS

Auch bei diesem Titel hat Universal bei den Extras ein wenig gespart (Der ilm war ja nun auch kein Blockbuster). Außer dem Kino-Trailer kann man sich ein paar aneinander gereihte geschnittene Szenen anschauen, die aber bis auf zwei interessante Dialoge weder inhaltlich noch qualitativ (Widescreen aus dem Schnittcomputer) überzeugen können. Zusätzlich gibt es noch einen Tradeshow-Trailer von “D-Tox”, in dem noch ein paar alternative Szenen zu finden sind. Insgesamt besser als nichts, aber trotzdem hätte man sich ein wenig mehr ins Zeug legen können.

FAZIT

Leider ist “D-Tox” nicht der unterhaltsame Film, der er bequem hätte sein können. Trotz dem fehlen essentieller Extras ist technische Umsetzung in Bild und Ton hervorragend. Neugierige Stallone-Fans sollten allerdings trotzdem erstmal zur Verleih-DVD greifen.



Kay Pinno


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