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Duell der Giganten   

Duell der Giganten
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Original: Du bi quan wang da po xue di zi   (Hongkong, 1977)
Laufzeit: 93 Minuten (PAL)
Studio: Splendid
Regie: Jimmy Wang Yu
Darsteller: Jimmy Wang Yu, Kang Kam, Chung-erh Lung u.v.a.
Format: 2.35:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch DD1.0 Deutsch
Untertitel: nicht synchronisierte Stellen mit UT
Extras: -
Preis: ca. 16 €
Wertung: 4 / 3-/ 6 (Bild/Ton/Extras)


"Eine Guillotine für den einarmigen Banditen!"

Hier treffen sich wahrlich zwei Giganten, legendäre Gestalten der chinesischen Kampfkunstmythologie. Die fliegende Guillotine, ein älterer, blinder Mann, macht sich auf den Weg, zwei seiner Schüler zu rächen. Sie wurden durch den berühmten einarmigen Boxer getötet. Die Adlerklauenschule veranstaltet ein Kampfturnier, an dem sich die besten Martial-Arts-Kämpfer beteiligen können. Der Meister der Adlerklauenschule hat auch den einarmigen Boxer eingeladen, da er den zurückgezogen agierenden legendären Kung-Fu-Meister zu Beobachtungszwecken unbedingt dabei haben möchte. Zusammen mit seinen Schülern trifft der einarmige Boxer auch ein, aber nur um sich das Turnier anzusehen. Gleichzeitig taucht die fliegende Guillotine am Schauplatz auf. Da niemand genau weiß, wer der einarmige Boxer ist, hat die fliegende Guillotine beschlossen, jeden Einarmigen zu töten, der ihr über den Weg läuft. Das Duell an sich als archaische Auseinandersetzung zwischen zwei Könnern Ihres Faches spielt die Hauptrolle in Jimmy Wang Yus actionreichem Martial-Arts-Film. So wie im Turnier die verschiedenen Kampfkunststile um die Vorherrschaft kämpfen und darum ringen, ihre besonderen Qualitäten auszustellen, ist auch die Auseinandersetzung zwischen dem einarmigen Boxer und der fliegende Guillotine das Duell zweier Stile. In diesem Sinne sind die vielen Turnierkämpfe nicht nur banales Füllmaterial, um Brutalitäten an den Tag zu legen, sondern sie reflektieren die Haupthandlung, in der in existenziell übersteigerter Form eine Ode an die perfekte Körperbeherrschung angestimmt wird. Zwei Kämpfer, die aus ihren unterlegenen Positionen (einarmig, blind) eine Tugend machen müssen, versuchen mit allen Tricks, den Gegner zu besiegen. Das gibt Jimmy Wang Yu die Gelegenheit, furiose und originelle Kämpfe zu inszenieren. Dies gilt sowohl für das Turnier, als auch das eindrucksvolle Finale.

BILD

Duell der Giganten

Ein Hongkong-Film aus den 70er Jahren hat es nicht immer leicht auf DVD, da die Asiaten mit ihren Filmnegativen häufig unfreundlich umgegangen sind. Aus diesem Grund greift man dann auf vorhandenes Kopienmaterial zurück, das aufgrund des Alters auch nicht mehr sehr gut aussehen kann. Lediglich mit einer akribischen Restaurierung könnte man eine gute Bildqualität herausholen, was der vorhandene Markt bei einem Film wie „Duell der Giganten“ kaum rentabel macht. Insofern kann man Splendid keinen Vorwurf machen, dass das Bild die zu erwartenden Schwächen aufweist. Es ist immer leicht unscharf, wird von Rauschmustern begleitet, Farben und Helligkeit schwanken, es gibt Verschmutzungen, der Kontrast ist nicht optimal und Nachzieheffekte treten auf.

TON

Duell der Giganten

Auf der DVD liegt leider nur die deutsche Fassung vor. Der Mono-Ton wird zwar durch ein ständiges Rauschen begleitet, ist im Grunde genommen aber in Ordnung. Die Dialoge sind klar und Verständlich. Der 5.1-Upmix ist Unfug und wurde nur angefertigt, um ihn zu Werbezwecken auf der DVD anzupreisen. Räumlichen Klang gibt es dadurch auch nicht. Da der Film in Deutschland bislang stark geschnitten war, gibt es viele Szenen, für die keine deutsche Synchronisation vorhanden war. Hier sind feste deutsche Untertitel eingeblendet. Da fast nur Dialogszenen geschnitten wurden und der Film aus sehr vielen Kampfszenen besteht, kommt man immerhin durchaus auf einen relativ großen Anteil Originalfassung.

EXTRAS

Extras: Es sind keine vorhanden.

FAZIT

„Duell der Giganten“ gehört in den Schrank eines Eastern-Fans. Jimmy Wang Yu zeigt, wie man es machen muss. Furiose Martial Arts Kämpfe verknüpft mit einem Hauch von Intrigenspiel. Die technische Umsetzung der DVD ist im Rahmen der Möglichkeiten völlig in Ordnung. Auch dass es sich nur um die deutsche Fassung handelt stört bei diesem Film so gut wie gar nicht, immerhin sind einige Szenen im Original vorhanden, das es für sie keine deutsche Synchronisation gab.



Stefan Dabrock


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