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Evilution   

Evilution
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Original: How to make a Monster   (USA, 2001)
Laufzeit: 86 Minuten (PAL)
Studio: Columbia Tristar Home Entertainment
Regie: George Huang
Darsteller: Steven Culp, Clea Duvall, Tyler Mane, Jason Marsden, Julie Strain, u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch,Englisch,NL,TR, u.v.a.
Extras: Featurette, Trailer, Bios
Preis: ca. 25 €
Wertung: 2 / 3+/ 5+ (Bild/Ton/Extras)


"Du lernst es noch, Praktikantin!"

Das Entwickeln von Computerspielen ist eine echt knifflige Sache. Termine müssen eingehalten und die Konkurrenz im Auge behalten werden. Für die Firma XXX wird dieser Terminstress aber langsam zum Problem. Ihr neues Horrorspiel ist tatsächlich der absolute Horror in den Augen des jungen Testpublikums: Die kleinen Racker halten “Evilution” einfach nur für Schrott. Flugs wird das alte Entwicklerteam gefeuert und drei Supercracks in Sachen Computerspiele werden eingestellt. Jeder dieser Typen hat jedoch einen riesen Knall. “Hardcore” ist ein Hühne und Gewaltfetischist, “Bug” ist ein soundvernarrter Computernerd und “Sol” ist ein selbstverliebter Tüftler und Technikexperte. Abgeschottet von der Außenwelt sollen sie in vier Wochen “Evilution” neu entwickeln. Da geraten die Gemüter der Spielefreaks schnell aneinander. Als das Spiel jedoch nach einem Unfall die Kontrolle über einen Datenanzug bekommt, wird der Bösewicht aus “Evilution” erschreckend lebendig im Computerkeller. Ihre letzte Chance scheint ausgerechnet die schüchterne Praktikantin Laura (Clea Duvall) zu sein. Obwohl der Beginn des Films vielversprechend wirkt, geht dem Kammer(video)spiel schnell die Luft aus. Trotz drolliger Auftritte von Superweib Julie Strain und “Sabretooth”-Darsteller Tyler Mane wird “Evilution” schnell zur langweiligen Monsterhatz. Einzig die moralische Aussage des Films über Habgier, Boshaftigkeit und die menschliche Natur sind erstaunlich gut gelungen. Als treffliche Fabel der modernen Medienzeit gewinnt “Evilution” und beantwortet letztendlich die Frage “How to make a Monster?”.

BILD

Evilution

In anamorphen 1.78:1 Format repräsentiert die “Evilution”-DVD das korrekte Bild der eigentlich für das Fernsehen produzierten Schauermär. Die absichtlich bunt gehaltenen Farben des Films werden ordentlich reproduziert und der Transfer weist eigentlich kaum Macken auf. Einzig das geringere Budget lässt den Film etwas “billig” aussehen. Die Vorlage ist frei von irgendwelchen Defekten. Der Schwarzlevel ist ordentlich und auch Schärfe und Kontrastumfang enttäuschen nicht. Ein ordentlicher Transfer für einen moderat produzierten Film.

TON

Evilution

Sowohl der englische als auch der deutsche Ton liegen im Dolby Digital 5.1 Format vor. Da “Evilution” doch eher ein dialoglastiger Film ist, darf sich niemand Wunder im Surroundbereich erhoffen. Die Dialoge sind gut im Center verankert und klar von Musik und Sound getrennt. Die Surroundkanäle werden besonders in den kurzen Videospielsegmenten zum Einsatz gebracht. Hier vermittelt der Film ein wenig Ambience im Rücken. Sonst bleibt der Ton hauptsächlich auf die vordere Soundstage beschränkt. Ausnahmen bilden hier nur Explosionen und Wettergeräusche. Auch der Subwoofer bleibt doch eher kalt. Kein großer Ohrenöffner, aber solide.

EXTRAS

In Sachen Extras wird der Käufer ein wenig gefoppt. Was als fettes “The Making of..” auf dem Cover angepriesen wird, ist lediglich ein knapp zweiminütiger Clip mit einigen unkommentierten Aufnahmen von den Dreharbeiten. Weiterhin gibt es noch einen Trailer und einige DVD-Rominhalte. Mogelpackung.

FAZIT

Als Monsterfilm kann “Evilution” leider nicht überzeugen. Als moralische Fabel auf eine unmenschliche Karriere-Gesellschaft bleibt der Film erstaunlich. Eher zum Ausleihen empfohlen.



Kay Pinno


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