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House   

House
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Original: House   (USA, 1985)
Laufzeit: 86 Minuten (PAL)
Studio: Splendid
Regie: Steve Miner
Darsteller: William Katt, George Wendt, Richard Moll u.v.a.
Format: 4:3 Vollbild
Ton: DD-Mono Deutsch
Untertitel: -
Extras: Trailer anderer Filme, Filmographien
Preis: ca. 20 €
Wertung: 4-/ 3 / 5 (Bild/Ton/Extras)


"Wenn das Grauen zweimal klingelt!"

Vietnam ist ein sehr beliebtes Thema im amerikanischen Film. Immer wieder bevölkern Veteranen die Leinwand, wobei ihre Kriegsvergangenheit eine recht unterschiedliche Rolle spielt. Zumeist geht es aber um das persönliche Trauma, das sie durch die schrecklichen Ereignisse erlitten haben. Der Schriftsteller Roger Cobb trägt ebenfalls ein Vietnam-Trauma mit sich herum. Gleichzeitig muss er den vermutlichen Tod seines Sohnes sowie das Scheitern der Ehe verkraften. Nachdem seine Tante gestorben ist, zieht Cobb in deren altes Haus ein, um in der Abgeschiedenheit einer ruhigen Vorstadt seiner ins Stocken geratenen schriftstellerischen Tätigkeit neuen Schwung zu verleihen. Aber das Haus, in dessen Garten vor einem Jahr auch Rogers Sohn auf mysteriöse Weise verschwand, scheint merkwürdige Wesen zu beherbergen. Aus einem Wandschrank heraus wird der Schriftsteller von einer entsetzlich aussehenden Kreatur angegriffen. Fortan nimmt sich Roger vor, das düstere Geheimnis des Bauwerkes zu bekämpfen. Die Idee eines Hauses, das den psychischen Zustand seiner Bewohner aufsaugt und diesen in bedrohliche Kräfte umwandelt, trägt ausgesprochen originelle Züge. Im Stile einer gruseligen Geisterbahnfahrt, die zwischendurch immer wieder Zeit für ein befreiendes Lachen lässt, inszenierte Steve Miner den Horrorstoff. Dabei spart er mit übertriebenen Schockeffekten und Gewaltausbrüchen zugunsten einer subtileren Stimmung stets spürbarer Anspannung. Auch wenn das Drehbuch eine tiefere Psychologie außer Acht lässt, bietet die Geschichte genügend Ansätze zum intelligenten Kampf eines Menschen mit seinen persönlichen Dämonen. Sowohl Vietnam, als großer Riss durch das amerikanische Volk, als auch die Familie, welche gerne als Keimzelle der amerikanischen Gesellschaft gesehen wird, spielen in darin eine Rolle. Dadurch wird “House” zu einem netten Gruselfilm mit leichtem soziologischen Touch.

BILD

House

Als Vorlage für diese DVD diente ganz offensichtlich das alte Video-Master, was zu ganz natürlich Schwächen beim Bild geführt hat. Zum einen liegt der Film nur im nicht korrekten 4:3-Format vor. Zum anderen bekommt man Dreckspuren, Bildpunkte und jede Menge Rauschmuster präsentiert. Der Kontrast ist ein wenig flach, der Schwarz-Level zu milchig. Die Farben sind gar nicht einmal schlecht getroffen, aber das Alter hat ein wenig ausbleichen lassen. Alles in allem ein schlechtes Bild. Es ist ja verständlich, das eine kleine Firma bei manchem Obskuren Titel keine große Sorgfalt drauf verwenden kann, eine gute DVD herauszubringen. Aber “House” ist nun wirklich nicht irgendein x-beliebiger Titel. Der Bekanntheitsgrad rechtfertigt eine zumindest durchschnittliche Behandlung, die ein korrektes Bildformat und ein einigermaßen brauchbares Bild bieten würde. Bei dieser Veröffentlichung guckt man aber in die Röhre. Da gehört das Fehlen des Abspanns noch zu den eher irrelevanten Ärgernissen.

TON

House

Der Ton liegt nur in einer deutschen Synchronisation vor. Dieser erweist sich als recht ordentlicher Track, welcher die Dialoge in verständlicher und einigermaßen rauschfreier Weise wiedergibt. Da er nicht noch einmal behandelt wurde, fällt er ein wenig dumpf und mit schleppender Dynamik aus, aber das geht noch in Ordnung.





EXTRAS

Das Bonus-Material besteht aus fünf Werbetrailern weiterer Splendid-Titel und Filmographien zu den Darstellern William Katt sowie George Wendt.

FAZIT

Splendid hat sich mal wieder mit einer unwürdigen Veröffentlichung eines älteren Filmes hervorgetan. Daran, dass man bei dieser Firma wohl niemals einen Originalton bekommen wird, wenn sie einen älteren Film herausbringt, hat man sich bereits gewöhnt, aber wenn zusätzlich das Bild schlecht ist, dann gibt es wirklich keine Kaufargumente mehr.



Stefan Dabrock


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