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Into the Sun - Im Netz der Yakuza   

Into the Sun - Im Netz der Yakuza
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Original: Into the Sun   (USA, 2005)
Laufzeit: 93 Minuten (PAL)
Studio: Sony Pictures
Regie: mink
Darsteller: Steven Seagal, Matthew Davis, Takao Osawa, William Atherton, Eddie George u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch, Tsch, Ung
Untertitel: Deutsch, Englisch, Tsch, Ung, Tr
Extras: Trailer
Preis: ca. 20 €
Wertung: 1-/ 2 / 5- (Bild/Ton/Extras)


"Aikido-Man vs. Yakuza"

Wenn Steven Seagal als CIA-Agent die Straßen Tokios unsicher macht, darf sich der geneigte Zuschauer sicher sein, dass die Kacke kräftig am kochen ist. Im Kampf um die großkriminelle Vorherrschaft in der teuersten Stadt der Welt wurde soeben der Gouverneur ins Reich der Ahnen geschickt. Das schmeckt der örtlichen CIA-Chefkrampe namens Block (immer noch herrlich schmierig William Atherton) so gar nicht. Sein Spezialist in Sachen Yakuza hat der CIA aber den Rücken gekehrt: Travis Hunter (Seagal) verlor bei seinem letzten Einsatz im goldenen Dreieck seinen Partner und betreibt nun einen seltsamen Antiquitätenladen. Der Ruf seines alten Chefs lässt den Haudegen aber nicht kalt. Ausgestattet mit einem Ersatzpartner rückt er drei sich rivalisierenden Parteien auf den Pelz. Nachdem die faustdicke Schmerzensausgabe für die Yakuza eröffnet worden ist, geraten jedoch Hunters Freundin und natürlich auch sein eher waschlappiger Partner ins Visier der Gangster. Ein schwerer Fehler, denn Seagal verwandelt den geheimen Treffpunkt der Verbrecher in Blutbad-Central. Trotz des klassisch-viszeralen Plots kommt Steve-Baby hier irgendwie nicht richtig aus dem Quark. Dies liegt vor allem an der wirr inszenierten Yakuza-Verschwörung, einigen höchst lächerlichen Liebesszenen und einem irgendwie sediert wirkenden Steven Seagal. Fast hat man das Gefühl, Seagal rezitiert die Sätze seines letzten Films, die sich in “Into the Sun” nicht dramatisch verändert haben. Abgesehen von einigen überstilisierten Überleitungen bleibt der Film auch inszenatorisch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wenn Seagal im Finale zum halsbrecherischen Angriff bläst, bleibt nur das Gefühl, dass man so etwas selbst von Seagal schon mal besser gesehen hat. Dennoch kann man sich das Schmunzeln nicht verkneifen, wenn Mr. Aikido von ein paar Nachwuchs-Yakuzas in einer Kneipe angepöbelt wird.

BILD

Into the Sun - Im Netz der Yakuza

Bildtechnisch gibt’s hier nix zu meckern. Die Vorlage für den anamorphen Transfer (1.85:1) ist so gut wie fehlerfrei. Schärfe und Kontrast sind sehr gut und lassen selbst kleine Details gut erkennen. Die Farben sind leider ein wenig zu krass geraten und geben dem Film an einigen Stellen unfreiwillig einen grellen Comic-Look. Der Schwarzlevel ist sehr tief aber verschluckt keine Details. Die Kompression hält gut mit. Artefakte sind zwar keine zu sehen, aber ab und an schleicht sich ein leicht grieseliges Rauschen in die Hintergründe. Trotzdem bleibt ein sehr guter Eindruck zurück.

TON

Into the Sun - Im Netz der Yakuza

Der Dolby Digital 5.1 Track besticht besonders durch den geschickten Einsatz des teilweise krachenden bis anmutigen Soundtracks, der ein wenig in den Vordergrund gemischt wurde. Mit viel Bass kommen auch die Handgreiflichkeiten zwischen Seagal und seinen Opfer audiotechnisch sehr gut rüber. Surroundaktivität gibt’s dabei genug, wenngleich die Atmosphäre nicht immer deutlich in allen Kanälen vertreten ist. Die Dialoge liegen dafür immer gut verständlich im Centerkanal. Ein solider Track, der besonders durch den starken Musikeinsatz überzeugt.

EXTRAS

Nur der Trailer ist als Extra auf der Scheibe vorhanden.

FAZIT

Mit “Into the Sun” hat Seagal wirklich eine Chance verpasst, mal wieder einen richtig soliden Actionreißer an den Start zu bringen. Dieser klassische Yakuza-Machtkampf hätte viel stärkere und vor allem skurrilere Typen gebraucht. Auch Actiontechnisch wäre sicherlich mehr drin gewesen. Ohne Extras aber mit solider Qualität ist hier nur das Ausleihen empfehlenswert.



Kay Pinno


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