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Zwei Asse trumpfen auf   

Zwei Asse trumpfen auf
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Original: Who finds a friend finds a treasure   (Italien / USA, 1981)
Laufzeit: 100 Minuten (PAL)
Studio: e-m-s
Regie: Sergio Corbucci
Darsteller: Bud Spencer, Terence Hill, John Fujoka, Luise Bennett, Sal Borgese u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD2.0 Deutsch
Untertitel: -
Extras: Trailer, Biographien, Bildergalerie
Preis: ca. 20 €
Wertung: 3-/ 3 / 5 (Bild/Ton/Extras)


"Puffin gibt mir die Kacke, die ich brauche!"

Wieder einmal sind Bud und Terence als ungleiche Glücksritter unterwegs: Während Charlie O’Brian (Buddy) ahnungslos mit seiner kleinen Yacht einen Werbe-Segeltörn für die Marmeladen-Firma Puffin veranstaltet, hat sich der flüchtige Alan (Terence Hill) bei ihm eingeschlichen. Mit hohen Wettschulden im Nacken und einer Schatzkarte bestückt will er sein Glück auf einer tropischen Insel suchen. Dort sollen angeblich mehrere Millionen Dollar aus Kriegstagen vergraben sein. Trotz dieser unglaublichen Geschichte ist Charlie nicht sehr erbaut von seinem blinden Passagier. So kommt’s wie’s kommen muss: die beiden Streithähne gehen über Bord und müssen sich ohne Schiff auf besagter Insel arrangieren. Dort erwarten sie neben hübschen Südseemädchen ein bekloppter Häuptlingssohn, ein noch verrückterer japanischer Soldat, der das Ende des zweiten Weltkriegs verschlafen hat, und die wohl bräsigsten Piraten aller Zeiten. Mit sehr viel Südsee- und Urlaubsflair setzt “Zwei Asse trumpfen auf” ganz auf Klamauk. Spätestens wenn zum ersten Mal die Piraten unter der Führung von Claudio Ruffini in einem granatenlächerlichem Kostüm erblickt, weiß man was die Stunde geschlagen hat. Erstaunlich ist nur das seltsame “Wir-spielen-Krieg”-Motiv, das eigentlich gar nicht zu dem eher harmlosen Image des Prügelduos passt. “Zwei Asse trumpfen auf” dürfte wohl auch der einzige Film sein, in dem unsere Helden einen (zugegebenermaßen kleinen) Panzer fahren. Zu lange wird glücklicherweise aber auch nicht auf dem Thema herumgeritten. Und so gibt sich der Film doch eher dem recht amüsanten Possenspiel der beiden Hauptfiguren hin. Sergio Corbucci gelang mit “Zwei Asse trumpfen auf” ein solider Eintrag in die Annalen der Spencer-Hill Komödien.

BILD

Zwei Asse trumpfen auf

Der anamorphe Transfer (1.78:1) von “Zwei Asse trumpfen auf” ist leider etwas schlechter geraten, als die vorherigen Veröffentlichungen aus der Spencer-Hill Reihe. Dies liegt augenscheinlich an der mageren Vorlage. Sehr ausgewaschen und durchgängig grieselig zeigt sich das Bild besonders nachdem die beiden Prügelknaben auf der Insel angelangt sind. Gelegentliche Dropouts und Dreckspuren lassen sich ebenfalls blicken. Schärfe und Kontrast sind durch das grobkörnige Bild ebenfalls recht schwammig geraten. Die Farben sind eher matt aber nicht ausgelutscht. Der Schwarzlevel kann jedoch gut mithalten und hält das Bild vom völligen Zusammenbruch ab. Die Kompression macht keine Schwierigkeiten und digitale Artefakte sind deshalb nicht zu sehen. Trotz der Mankos ob der Vorlage kann man noch von einem passablen Transfer sprechen, der allerdings kaum mit aktuellen Filmtransferen mithalten kann.

TON

Zwei Asse trumpfen auf

Tonal tut sich auf der Audiospur im Vergleich zu den bisher erschienen Spencer-Hill nichts. Aus diesem Grund kommt hier nochmal das bekannte Resümee: Nur der deutsche Ton liegt im Dolby Digital 2.0 Monoformat auf der Scheibe vor. Anscheinend gut aufgeräumt zeigt sich der Mono-Ton von seiner besten Seite. Mit wenig Rauschen und gut verständlichen Dialogen, lässt der Track fasst vergessen, dass der Ton schon so alt ist. Surround-Aktivität findet natürlich nicht statt. Im normalen Stereomodus kann der Film gut angehört werden.

EXTRAS

Als Extras sind nur Biographien, eine Bildergalerie mit Aushangfotos und ein Trailer auf der Scheibe zu finden. Der Trailer ist wieder in grauenvollem Synchron-Englisch. Das haut einem die Grütze aus dem Drömel.

FAZIT

Dampfhammer ahoi! Spencer-Hill lassen es auf einer Südsee-Insel krachen. Sergio Corbucci liefert mit “Zwei Asse trumpfen auf” ein astreines Ferien-Feeling Abenteuer mit viel Klamauk ab. In der üblichen e-m-s Packung bleibt nur der Bildtransfer etwas hinter den Erwartungen zurück.



Kay Pinno


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