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REVIEWS



Keeper, The   

Keeper, The
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Original: The Keeper   (USA, 2003)
Laufzeit: 91 Minuten (PAL)
Studio: Highlight / Constantin
Regie: Paul Lynch
Darsteller: Asia Argento, Dennis Hopper, Helen Shaver u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Interviews, Making of, Trailer u.m.
Preis: ca. 23 € (Ladenpreis
Wertung: 3 / 2-/ 4+ (Bild/Ton/Extras)


"Die Polizei rät: Vertrau nicht Dennis Hopper!"

Obwohl oder gerade weil der arrivierte Mime wieder einmal einen Cop verkörpert, gilt: Vertrauen muss man sich erarbeiten. Das weiß die Nachtclubtänzerin Gina noch nicht. Am Abend zuvor entging sie knapp einer Vergewaltigung, bei der ihr Freund und Manager ums Leben kam. Jetzt möchte Gina nur noch aus der Stadt verschwinden, so dass sie das Angebot des freundlichen Polizisten Krebs annimmt, sie zum Busbahnhof mitzunehmen. Als Krebs gar nicht zum Busbahnhof fährt, schwant auch Gina, dass selbst Cops sich das Vertrauen jedes einzelnen Bürgers erst erarbeiten müssen. Nach einer ruppigen Betäubungsaktion wacht die attraktive Tänzerin im Keller des Polizisten in einer nachgebauten Gefängniszelle auf. Krebs ist ein moralistischer Psychopath, der seine Insassin wieder auf den Weg eines erfüllten und gesellschaftsdienenden Lebens bringen möchte, damit aus dem ganzen Schmutz herauskommt. Gina soll so lange in Gewahrsam bleiben, bis er davon überzeugt ist, dass sie sich gebessert hat. Ein psychologisches Katz- und Mausspiel entwickelt sich zwischen den beiden Kontrahenten, da Krebs über verschiedene Druckmittel verfügt, um seine Gefangene gefügig zu machen. Sie geht zum Schein auf seine “Angebote” in der verständlichen Absicht ein, zu fliehen. Das Drehbuch hätte den Film sogar in bedrückende Sphären katapultieren können, wenn der Nebenplot um die moralischen Puppentheaterauftritte Krebs’, in denen er in die Rolle des Deputy Rock schlüpft, um Schulkindern die Gefahren des Drogenkonsums einzubläuen, stärker ausgebaut worden wäre. Der Schöpfer der rechtschaffenden Kultfigur darf nicht in eine schmutzige Sache verwickelt werden, so dass sein Verbrechen vertuscht wird, wäre eine ungemütliche Möglichkeit gewesen. Das schlägt der fertige Film leider aus und muss sich deswegen mit dem Siegel solider, kleiner Thriller begnügen. Aber das ist ja auch besser als nichts.

BILD

Keeper, The

Das Bild der DVD fällt uneinheitlich aus. Innerhalb der leicht körnigen Struktur des Films gibt es einerseits sehr gute Bilder, die an Schärfe nichts zu wünschen übrig lassen, andererseits Bilder, die etwas flau aussehen. Das liegt zum einen an der nicht immer hervorragenden Konturen- und Detailschärfe, sowie am teilweise mageren Kontrast. Größere Verschmutzungen, Bilddefekte oder Rauschmuster sind hingegen nicht zu beklagen. Solide.






TON

Keeper, The

Der Ton fällt im genrebedingten Rahmen hübsch aus. Natürlich liegt bei beiden 5.1-Spuren der Focus auf den Dialogen, aber auch die hinteren Boxen werden in die Soundkulisse miteinbezogen. Die Dialoge sind klar und verständlich rauschfrei abgemischt. Der englische Originalton ist hinsichtlich des Raumklangs etwas effizienter als die deutsche Tonspur.

EXTRAS

Während das Making Of (ca. 25 Minuten) reinen PR-Charakter hat, sind die Interviews (Dennis Hopper, Asia Argento, Helen Shaver, Lochlyn Munro und Paul Lynch) die zwar auch zu Werbezwecken beim Dreh aufgenommen wurden, teilweise interessant. So vermag Asia Argento, dem ganzen eine persönliche Note zu verleihen, weil sie einfach nicht die üblichen PR-Standardantworten gibt, die man sonst gewohnt ist. Daneben ist noch der Trailer zum Film enthalten.

FAZIT

Das psychologische Katz- und Mausspiel zwischen einem moralisch-psychopathischem Polizisten und seiner kellergefangenen Nachtklubtänzerin erfindet das Genre zwar nicht neu, gewinnt ihm aber solide Seiten ab. Wer Dennis Hopper und Asia Argento schätzt, der sollte ohnehin zugreifen.



Stefan Dabrock


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