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Mr. Deeds   

Mr. Deeds
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Original: Mr. Deeds   (USA, 2002)
Laufzeit: 93 Minuten (PAL)
Studio: Columbia Tristar
Regie: Steven Brill
Darsteller: Adam Sandler, Winona Ryder, John Turturro, Peter Gallagher u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Extras: Kommentar, Making of u.m.
Preis: ca. 25 €
Wertung: 1 / 1-/ 2+ (Bild/Ton/Extras)


"Diener? Sie können mein Freund sein!"

Longfellow Deeds ist einfach ein herzensguter Kerl. Als Pizzabäcker in dem kleinen Städtchen Mandrake Falls fühlt er sich wohl. Als jedoch ein entfernter Onkel von ihm stirbt und ihm 40 Milliarden Dollar überlässt, muss sich Mr. Deeds auf in die große Stadt New York machen. In seinem neuen riesigen Penthouse steht ihm der skurrile spanische Butler Emilio Lopez (schon schräg John Turturro) zur Seite. Doch auch der kann die verdeckt ermittelnde Klatschreporterin Babe (Winona Ryder) nicht enttarnen. Mit einem gewitzten Trick schummelt sie sich an die Seite von Deeds, um mit einer versteckten Kamera alles aufzuzeichnen, was der tapsige Millionerbe so treibt. Aber es kommt wie es kommen muss und Babe verliebt sich in ihr ahnungsloses Opfer. Doch neues Übel droht schon vom Chef Executive Chuck Cedar (Peter Galagher) des Deeds-Medien-Imperiums. Der will hinter dem rücken von Deeds den Konzern auflösen, um einen riesigen Gewinn für sich und die Aktionäre zu erzielen. Wird Deeds noch rechtzeitig alle Intrigen gegen ihn enttarnen? Das Remake von “Mr. Deeds geht in die Stadt” (1936, mit Gary Cooper als Mr. Deeds) entpuppt sich eigentlich als gar nicht mal so übel. Sandler-Fans werden ihren Helden wieder einmal in einer für ihn typischen Rolle sehen. Der gutherzige Junge von nebenan, der in eine spießige und falsche Glämmer- und Medienwelt gerät, aber mit eiserner Faust sein Recht auf direkte Offenheit und Offenherzigkeit vertritt. Viel Überraschendes gibt es dabei nicht zu sehen und auch nicht jeder Gag zündet richtig. Grobe Fahrlässigkeiten im Bereich Humor werden aber auch schnell unterbunden. “Mr. Deeds” ist eben wie Sandlers abgefrorener Film-Fuß: ein harmloser Spaß, der keinem richtig weh tut.

BILD

Mr. Deeds

Der Transfer von “Mr. Deeds” in anamorphen Widescreen(1.85:1) ist eine echte Pracht. Die Vorlage ist quasi nicht zu bemerken und die Bildschärfe ist absolut klar. Die Farben sind sehr stark und machen besonders in Grün- und Rot-Tönen einen schon fast unnatürlichen Eindruck. Der Schwarzlevel ist sehr tief, aber verbirgt keine Details. Nur der Kontrast ist einigen Stellen etwas zu harsch gewählt. Helle Konturen wirken dabei schon zu grell. Aber das wars auch schon mit den negativen Seiten. Ein Bildrauschen ist nicht evident. Die Kompression macht ihre Arbeit gut und verhindert fiese Artefaktbildung. Ein absolut gelungener Transfer der Spitzenklasse.

TON

Mr. Deeds

Obwohl es sich bei “Mr. Deeds” um eine Komödie handelt, hat der DD5.1 Track sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch alle Hände voll zu tun. Von Anfang an werden die Surroundkanäle agressiv eingesetzt. Ob mit der süßen Musik oder mit zahlreichen direktionalen atmosphärischen Momenten wird der Zuschauer in eine lebendige Filmwelt katapultiert. Sowohl direktionale Dialoge als auch Soundeffekte wie das Echo in der Empfangshalle von Deeds Penthouse zeigen, dass auch eine Komödie mit einem sinnvoll eingesetzten Surround-Soundtrack arbeiten können. Als Lehrstudie für Sound-Mischer haben diese Tracks echten Referenz-Charakter für dialoglastige Filme. Großartig.

EXTRAS

Mit einem dicken Bündel an zusätzlichen Material kommt auch die DVD von “Mr. Deeds” in die große Stadt. Der Audiokommentar von Regisseur Steven Brill und Drehbuchautor Tim Herlihy ist einer dieser Tracks, die man sich anhören kann aber nicht muss. Beide erzählen viel über die Entwicklung bestimmter Szenen und Figuren. Kurze Referenzen zum Originalfilm mit Gary Cooper und auch einige Anekdoten lassen sich hier finden. Produktionstechnische Elemente werden in den entsprechenden Filmszenen ebenfalls herausgehoben. “Mr. Deeds” gehört allerdings irgendwie zu den Filmen, dei nicht wirklich einen Audiokommentar benötigen. Trotzdem bietet der Track eine solide Unterhaltung. Das knapp 20-minütige Making-of ist ein ordentlicher Zusammenschnitt aus Interviews, Filmclips und Behind-The-Scenes Aufnahmen. PR-Gebrabbel gibt es hier kaum zu hören. Die Leute sprechen relativ frei über ihre Erfahrung beim Dreh und es wird auch ein hässlicher Unfall am Set gezeigt, der sich aber später in Gelächter auflöst. Zwei jeweils 6-minütige Clips beschäftigen sich nochmal gesondert mit den Drehorten und den Kostümen. Hier werden allerdings kaum interessante Details verraten. Die sechs geschnittenen Szenen (in relativ grieseligem Widescreen gezeigt) bieten kaum mehr Lacher oder Informationen. Manchmal hat es eben seinen Grund, warum Szenen aus einem Film entfernt werden. Die Blooper sind ebenfalls nicht sonderlich komisch, da sich nur um einige wirklich lahme Versprecher handelt. Unter “Mr. Deeds Grußkarten” kann man sich sechs weitere Grußkarten von Sandler durchlesen. Mit Filmographien und einem Musikvideo wird die Bonussektion abgeschlossen.

DVD-Rom: Nutzer eines DVD-Rom Laufwerks haben zusätzlich noch Zugang zu einem Script-zum-Film Vergleich. Während auf der linken Seite in einem kleinen Fenster der Film läuft, kann auf der rechten Seite abschnittsweise das komplette Drehbuch mitgelesen werden. Über ein weiteres Feature kann man online persönliche Mr. Deeds-Grußkarten per E-Mail verschicken. Die Karten werden dabei von Adam Sandler persönlich verlesen.

FAZIT

Der sicherlich Mainstream-kompatibelste Adam Sandler-Film besticht auf DVD durch eine Menge netter Extras und eine hervorragende Transfer-Qualität. er sich für seichte Komödien interessiert kann hier beruhigt zugreifen.



Kay Pinno


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