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National Security   

National Security
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Original: National Security   (USA, 2002)
Laufzeit: 85 Minuten (PAL)
Studio: Columbia Tristar
Regie: Dennis Dugan
Darsteller: Martin Lawrence, Steve Zahn, Eric Roberts, Colm Feore, Bill Duke u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Tr
Extras: Kommentar, geschnittene Szenen, Trailer
Preis: ca. 25 €
Wertung: 1 / 1-/ 2- (Bild/Ton/Extras)


"Bad Boys hoch zwei!"

Das klassische Buddy-Cop Genre hatte eigentlich seit Michael Bays “Bad Boys” keine nennenswerten Einträge mehr im Kinoregister zu verbuchen. Als Single-Auskopplung der Black Power Cops versuchte Nervensäge Martin Lawrence jedoch weiterhin mit Buddy-Movies einen Treffer zu landen. Vergeblich! Doch sein neuster Streich “National Security” ist irgendwie anders. Dies liegt vor allem an seinem Partner-Chaoten Steve Zahn (“Joyride”). Der gibt den aufbrausenden Vollblut-Cop Hank Rafferty, den das Pech so richtig verfolgt. Nachdem sein Partner vor seinen Augen erschossen wurde, muss er wegen Earl Montgomery (Lawrence) den Polizeidienst quittieren und auch noch für sechs Monate in den Knast. Aufgrund eines Missverständnis‘ bei einer Routinekontrolle hatte Earl ihn wegen Polizeibrutalität absichtlich vor Gericht gezerrt. Sein Brot kann Hank jetzt nur noch bei dem großen US-Wachdienst “National Security” verrichten. Seine mächtigste Waffe in diesem Job: ein paar Viertel-Dollar Münzen, um die Polizei anzurufen. Trotz dieser Tiefschläge gibt der Mann nicht auf und versucht die Mörder seines Partners ausfindig zu machen. Bei seinen Nachforschungen trifft er auf eine schwer bewaffnete Diebesbande und natürlich auf Earl, der ebenfalls bei dem Wachdienst arbeitet. Steve Zahn, der mit seinem kariertem Hemd, buschiger Popelbremse und Bürstenschnitt wie das Abziehbild eines weißen Rassisten ausschaut, spielt Lawrence schwarzhumorige Sticheleien locker an die Wand. Man hat irgendwie Mitleid mit dem armen Tropf, dem Earl immer wieder neue Tiefschläge versetzt. Je verzweifelter sich Hank versucht, von dem gewalttätigen Rassisten-Vorwurf zu befreien, desto mehr reitet Earl ihn eben hinein. Und das immer wieder! Trotzdem raufen sich die ungleichen Partner natürlich zusammen und gehen auf gemeinsame Gangsterpirsch. Als Bösewicht darf sogar Julia Roberts Bruder Eric als weißhaariger Ballermann grimmig in die Kamera grinsen. Das sich die ganze Geschichte schließlich um den Schmuggel eines geheimen Supermetalls dreht, bleibt bei der geradlinigen Geschichte letzlich Nebensache. Bis zum vorhersehbaren Ende gibt es dafür eine anständige Portion Action und auch ein paar gute Lacher. Bei der Genehmigung von Drehbüchern ging die PR-Abteilung des Studios wohl eben auch auf Nummer Sicher.

BILD

National Security

Wieder einmal kann Columbia Tristar mit “National Security” die Augen der DVD-Fans beglücken. Die Vorlage des neuen Films ist in tadellosem Zustand und hat weder Dropouts noch kleinere Verunreinungen aufzuweisen. Das Bild ist in jeder Aufnahme rasiermesserscharf und hat einen guten Kontrastumfang, der auch in dunkleren Partien keine Details verschluckt. Die Farben sind sehr satt aber nicht überbetont grell. Der Schwarzlevel ist sehr tief und sorgt für ein kräftiges Bild. Die Kompression weist keine Fehler und Artefakte auf und hält auch in bewegten Momenten das Bild sehr ruhig. Ein Bildrauschen konnte nicht festgestellt werden. Ein wirklich sehr guter anamorpher Transfer (1.85:1), der zeigt wie gut ein Film auf DVD wirken kann.

TON

National Security

Der 5.1-Sound kann mit der Klasse des Bildes mithalten. In Deutsch und Englisch entfaltet der Track deutlich seine Aktivität auf der gesamten Soundstage. Mit einer guten atmosphärischen Backstage und reichlich direktionalen Effekten (Wunderbar die Schüsse im Lagerhaus-Shootout!) ist die Soundstage immer offen. Selbst in einzelnen Dialogszenen wird genügend Atmosphäre in den hinteren Kanälen erzeugt, um die richtige Räumlichkeit zu vermitteln. Die Musik wird geschickt von der Frontstage auch in die Surroundkanäle erweitert. Die Dialoge - fest im Center stationiert - sind ebenfalls gut ausgesteuert und immer verständlich. Ein sehr guter Mix, der die Möglichkeiten eines 5.1 Tracks voll ausnutzt.

EXTRAS

Der Audiokommentar von Regisseur Dennis Dugan ist eine angenehme Überraschung. Sehr ruhig und entspannt spricht er über die lockere Arbeit mit Comedy-Profis wie Lawrence und Zahn sowie die Problematik einen ordentlichen Actionfilm abzuliefern. Ohne Allüren sagt Dugan ganz klar, dass er reine Unterhaltungsware produziert. Dabei lässt er den Zuhörer auch an zahlreichen Produktionsanekdoten und Storyentscheidungen teilhaben. Ein wirklich fluffiger Kommentar, der auch dem seichten Stil des Films gerecht wird. Bei den geschnittenen Szenen handelt es sich vornehmlich um einen Improvisationsvergleich von Martin Lawrence. Hier darf man sich die Blödelei des kleinen Komikers ein wenig länger antun. Zudem gibt es noch ein alternatives Ende, bei dem Hank und Earl ihre eigene Security-Firma eröffnen. Auch der Kinotrailer ist bei den Extras vorhanden.

FAZIT

Für Freunde des Buddy-Cop Genres ist “National Security” ein sicherer Griff. Die ungleiche Chemie zwischen Martin Lawrence und Steve Zahn funktioniert bestens. Mit einem hübschen Audiokommentar versehen, ist die Scheibe von Columbia-Tristar eine echte Empfehlung.



Kay Pinno


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