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Others, The   

Others, The
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Original: The Others   (USA, 2001)
Laufzeit: 99 Minuten (PAL)
Studio: Universal
Regie: Alejandro Amenábar
Darsteller: Nicole Kidman, Fionnula Flanagan, Alakina Mann, James Bentley, Eric Sykes, u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Behind the Scenes, Interviews
Preis: ca. 25 €
Wertung: 2 / 3+/ 4+ (Bild/Ton/Extras)


"Jemand will meine Kinder umbringen!"

Mit Geistergeschichten liegt man zur Zeit im Trend. Nachdem “The Sixth Sense” soviel Staub aufgewirbelt hatte, mussten weitere Geschichten aus der Schattenwelt folgen. Da der Spanier Alejandro Amenábar schon mit dem mysteriösen Thriller “Open Your Eyes” für reichlich Aufsehen und ein Hollywood-Remake (“Vanilla Sky”) sorgte, bekam er vom großen Studio Geld, um seine eigene Geistergeschichte auf die Leinwand zu bannen. Im Jahre 1945 lebt auf die Kanalinsel Jersey Grace Stewart (Nicole Kidman) mit ihren beiden Kindern auf einem recht isoliert gelegenen Landhaus. Der Grund für diesen Rückzug liegt in der seltsamen Krankheit der Kinder begründet. Sie haben eine extreme Lichtallergie und dürfen nur in abgedunkelten Räumen leben. Etwas Abwechslung kommt in die tristen und ewig von Nebeln umwaberten Wände des Landhaus als sich drei neue Bedienstete, allen voran das rüstige Kindermädchen Bertha Mills (Fionnula Flanagan), bei den Stewarts einfinden. Doch die Ruhe vor dem Sturm wird schnell gebrochen. Immer mehr seltsame Ereignisse, die Grace zuerst ihren neuen Bediensteten zuschreibt, häufen sich in dem düsteren Landhaus. Als jedoch ihre Tochter Anne immer wieder von einem Jungen namens Victor spricht, der im Haus herumlaufen soll, eröffnet sich langsam das grausige Geheimnis, dass sich in dem Landhaus zugetragen hat. In sehr schönen atmosphärischen Bildern erzählt Regisseur und Autor Amenábar eine Geistergeschichte, die dummerweise sehr stark an “The Sixth Sense” erinnert. Vermischt mit den klassischen Elementen eines “Haunted House”-Films gelingt es “The Others” jedoch durch den starken Einsatz besonders der jungen Schauspieler den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Auch wenn es für ein paar Dinge keine rationale Auflösung (wie sollte es auch in einem Geisterfilm!) gibt, dürfte auch bei Kennern der Materie ein starker Eindruck zurückbleiben.

BILD

Others, The

Geisterhaft wirkt das Bild von “The Others” glücklicherweise nicht. Die Vorlage ist sehr gut und lässt keine verräterischen Spuren von Abnutzung oder Filmabzügen auf dem Bildschirm auftauchen. Die düstere Szenerie wird ausgesprochen gut widergegeben. Die gedämpften fast ausgebleichten Farben der im Nebel versunkenen Landschaft, sowie die starken,dunklen Braun- und Schwarztöne des Landhauses wirken fast surrealistisch. Schärfe und Kontrast sind gut ausgeglichen und meistern sehr gut den Unterschied zwischen der normalen Helligkeit und dem Kerzenschimmer in den abgedunkelten Zimmern. Der Schwarzlevel wird ebenfalls sauber gehalten ohne Details zu verschlucken. Die Kompression hat eigentlich nur in den Nebelsequenzen ein wenig zu kämpfen, aber sonst bleibt das Bild ruhig und ohne Rauschmuster.

TON

Others, The

Der Sound ist leider etwas enttäuschend. Dies liegt allerdings nicht an einer Effektearmut, sondern an der mangelnden Qualität der Aufnahme. Der deutsche Dolby Digital 5.1 Track wirkt sowohl bei den Dialogen als auch beim Sound stark abgedämpft. Man hat ständig das Gefühl, dass jemand alte Socken in die Boxen der Surroundanlage gestopft hat. Nur die treffsichere Musik, die ebenfalls aus der Feder von Alejandro Amenábar stammt, kommt voll zur Geltung. Auch gezielt eingesetzte Surroundeffekte wie laufende Füße oder das typische Knarzen in Geisterfilmen sind in “The Others” keine Seltenheit. Nur wirkt eben alles abgedämpft und ein wenig substanzlos.

EXTRAS

Nur wenig Extramaterial hat sich sich auf diese DVD verirrt. Hinter dem Segment B-Roll verbirgt sich ein 12-minütiges Video mit unkommentierten Behind the Scenes Aufnahmen von der Produktion. Hier werden verschiedene Aspekte des Filmemachens ungeschminkt gezeigt: die Aufnahmen des Soundtracks mit dem London Synphony Orchestra, Szenen mit Nicole Kidman und den Kindern am Set, verschiedene Aufnahmen on Location. Neben dem Trailer gibt es noch fünf Interview-Clips mit Kidman, den Kindern, Fionnula Flannagan und Alejandro Amenábar. Bis auf den sechsminütigen Clip mit Amenábar kann man den Rest als lahmes PR-Gesülze abhaken. Ein richtiges “Making of” wäre hier angebrachter gewesen. Zusätzlich erfreuen noch einige Texttafeln mit Informationen über Nicole Kidman und Alejandro Amenábar.

FAZIT

Als Geistergeschichte weiß “The Others” trotz geklauter Elemente zu überzeugen. Mit ihrer mageren Ausstattung dürfte die DVD aber nur die wenigsten Käufer zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Solide.



Kay Pinno


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