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Panic Room   

Panic Room
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Original: Panic Room   (USA, 2002)
Laufzeit: 107 Minuten (PAL)
Studio: Columbia Tristar
Regie: David Fincher
Darsteller: Jodie Foster, Forest Whitaker, Jared Leto, Kirsten Stewart, Dwight Yoakam u.v.a.
Format: 2.40:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS Deutsch DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch,Italienisch, Fr, Spa, u.m.
Extras: Trailer
Preis: ca. 20 €
Wertung: 2 / 2-/ 5- (Bild/Ton/Extras)


"Wir schicken ihnen nur eine Botschaft!"

Wie schnell sich doch gute visuelle Ideen zu einem ausgetragen Gag ausleiern zeigt sich bei dem (auf der Kinoleinwand) wirklich beunruhigend wirkenden Titelvorspann von David Finchers “Panic Room”. In meterhohen Lettern scheinen die Credits zwischen den Häuserschluchten von Manhattan zu hängen. Ein Gefühl der Unsicherheit in einer bekannten Umgebung macht sich breit. Besonders seitdem jeder Mist auf einem Privatsender auf diese Weise derart penetrant angepriesen wird, dass es rauscht. Eine fremde Macht hat übernommen und verwurschtelt alles bis zur Unkenntlichkeit. Ebenso geht es der frisch geschiedenen Meg Altman (Jodie Foster) und ihrer Tochter Sarah (Kirsten Stewart). In ihr neu bezogenes und viel zu großes Haus bricht ein ganz besonderes Trio ein: Burnham (Forest Whitaker) gehört zu einer Sicherheitsfirma, die sogenannte “Panic Rooms”, in denen Hausbewohner sicher vor dem Zugriff von Einbrechern sind, für reiche Angsthasen konstruiert. Junior (Jared Leto als siffige Rastalocke!) weiß, dass sein schwerreicher aber verstorbener Onkel einen Haufen Kohle in seinem “Panic Room” versteckt hatte. Tja und Raoul (Dumm und brutal Dwight Yoakam) ist ein echt fieser Schlägertyp aus der Bronx.Gemeinsam wollen sie die Millionenbeute aus dem Haus holen. Leider haben sie nicht mitgekriegt, dass Meg und Sarah darin wohnen. Und schwupps - sitzen Mutter und Tochter im “Panic Room”, während die bösen Burschen alles daran setzen in den einbruchsicheren Raum zu gelangen. Ohne viele Schnörkel geht Fincher - wie immer in dunklen Bildern - daran, ein recht fieses Schachspiel zwischen den Eingeschlossenen und den Einbrechern aufzuziehen. Mit zahlreichen aufsehenerregenden Kamerafahrten täuscht er dabei gerne über einige Lücken und Fehler im Plot hinweg. Dafür gerät das Finale düsterer und gewaltätiger als es der Film vermuten lassen würde. “Panic Room” ist eine solide Fingerübung, die weder ihrem Regisseur noch den guten Schauspielern viel Mühe bereitet hat.

BILD

Panic Room

Wie bei Fincher-Filmen üblich wird die Aussteuerung des Schwarzlevels zu einer echten Herausforderung für die Bildmischer. Die Vorlage des anamorphen Bildes (2.35:1) befindet in perfektem Zustand und verrät sich nicht durch störende Verschmutzungen. Die düstere Farbpallete vom tiefsten Schwarz über klebrig dunkle Ockertöne bis zu den mannigfachen Graustufen werden sehr gut wiedergegeben. Obwohl der Schwarzlevel ein wenig schwankt stört an einigen Stellen ein seichtes Bildrauschen, dass zu Verlusten im Schärfebereich führt. Dies fällt aber nur minimal ins Gewicht. Die Kompression bleibt beständig und sorgt für ein ausgeglichenes Bild ohne Ruckeln oder Pixelei. Ein sehr ordentlicher Transfer, der kaum verbessert werden kann.

TON

Panic Room

Der wichtige Soundbereich bleibt trotz zusätzlichem deutschen DTS-Ton hinter den Erwartungen zurück, denn “Panic Room” ist sicherlich ein Paradebesipiel für hervorragend und effizient eingesetzte Soundeffekte. Die dumpfen Geräusche, die im inneren des Panikraums zu hören sind, sowie verschiedene Ortungsmomente wie das Aufticken eines Basketballs im Erdgeschoss oder tapsende Füße in anderen Räumen kommen bei dieser Abmischung nicht so deutlich zur Geltung. Zudem scheint der Audiotrack etwas leise aufgenommen worden zu sein. Um einen “normale’ Lautstärke zu erzielen, muss der Verstärker schon mal um 5 db lauter gestellt werden als üblich. Zudem gibt es bei der deutschen Tonspur noch das Manko, dass sich die Dialogspur im Center an einigen Stellen sehr künstlich anhört und sich deutlich von der homogenen Soundkulisse absetzt. Beim englischen Ton ist dieses Phänomen nicht vorhanden. Ansonsten bleibt die Abmischung solide. Überlappungen konnten nicht festgestellt werden.

EXTRAS

Als einziges Extra hat sich ein hübscher Teaser-Trailer, in dem der Panic Room vorgestellt wird, auf die DVD verirrt.

FAZIT

Für ungeduldige Fincher-Fans bietet diese bare-bones DVD eine solide Überbrückung zur dicken Special Edition, die für das nächste Jahr geplant ist. Neben dem guten Bild macht aber selbst der DTS-Track ein wenig schlapp. Dem Verleih ist in diesem Fall eindeutig der Vorzug zu gewähren.



Kay Pinno


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