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R.S.V.P.-Einladung zum Sterben   

R.S.V.P.-Einladung zum Sterben
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Original: R.S.V.P.   (USA, 2002)
Laufzeit: 97 Minuten (PAL)
Studio: e-m-s
Regie: Mark Anthony Galuzzo
Darsteller: Glenn Quinn, Rick Otto, Brandi Andres, Jason Mewes, u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD2.0 Deutsch, Englisch
Untertitel: -
Extras: Trailer, Bio-Filmographie Jason Mewes
Preis: ca. 20 €
Wertung: 3+/ 3+/ 5+ (Bild/Ton/Extras)


"Saufe nie zum Scherz!"

Es soll der letzte gemeinsame Abend für eine Gruppe Jugendlicher werden, denn nicht alle unter Ihnen werden in der Stadt bleiben. Also lädt Nick seine besten Freunde zu einem feierlichen Miteinander in das luxuriöse Apartment ein, das ihm als Wohnung zur Verfügung steht. Aber sie alle haben die Rechnung ohne Nicks Vorlieben gemacht. Er ist ein großer Fan des Filmklassikers “Cocktail für eine Leiche”. Vor allem die zynische Grundhaltung der beiden Studenten, die in Alfred Hitchcocks legendärem Film eine Leiche in einer Truhe verstecken, welche als Tisch für ein leckeres Gastmahl dient, hat es dem jungen Hallodri angetan. Zusammen mit seiner Faszination für Serienkiller ergibt das eine beängstigende Mischung aus purem Wahnsinn und Selbstüberschätzung. Nach recht kurzer Zeit ist dann auch die erste Leiche zu beklagen, allerdings ohne dass jemand der übrigen Partygäste etwas bemerken würde. In gleicher Weise plant Nick, auch alle anderen in seinem Apartment über die Klinge springen zu lassen.

Unsachlich ausgedrückt scheitert “R.S.V.P. – Einladung zum Sterben” bereits daran, dass Nick aus Hitchcocks Film “Cocktail für eine Leiche” lediglich die richtigen Schlüsse hätte ziehen müssen: Man kommt nicht davon. Wenn er sich diese Moral zu Eigen gemacht hätte, anstatt in purer Selbstüberschätzung zynische Übermenschen-Pläne zu schmieden, wäre uns ein zu Recht übersehener Film erspart geblieben.

Sachlich ausgedrückt scheitert “R.S.V.P. – Einladung zum Sterben” daran, dass dem Regisseur Mark Anthony Galuzzo die Mittel gefehlt haben, Nicks zynisch-gespenstische Grundhaltung in die Mordszenen zu transportieren. Wie auf dem Reißbrett wird ein Todesfall nach dem anderen abgehakt. Ohne nennenswerte Probleme läuft Nicks Plan wie ein Uhrwerk ab, so dass auch auf der Handlungsebene jeglicher Spannungsbogen fehlt. Galuzzos Film versäumt es, seine Hauptfigur in den Mordszenen zu charakterisieren und das Geschehen über ein paar Ecken und Kanten am Leben zu halten.

BILD

R.S.V.P.-Einladung zum Sterben

Die Bildqualität wird nicht durch Dreckspuren oder Bildpunkte beeinträchtigt. Das Ausgangsmaterial breitet sich folglich ohne größere Schwächen über dem Bildschirm aus. Die Schärfe liegt aber nur in einem angenehmen Maß. Die Konturen wirken leicht matschig und auch die Detailschärfe hat ihre Schwächen. Grundsätzlich präsentiert die DVD aber noch ein recht ordentliches Bild, dass die Rauschmusterquote niedrig hält, so dass es nicht allzu viel zu beklagen gibt. Die Farbwiedergabe ist gut, während der Kontrast hier und da ein wenig zu steil geraten ist. Manche Flächen brennen ein wenig aus, manche dunklen Stellen sind einwenig zu dunkel.

TON

R.S.V.P.-Einladung zum Sterben

Während der englische DD 2.0-Ton durch ein leichtes Grundrauschen begleitet wird, das als atmosphärische Geräuschkulisse interpretiert werden kann, fällt die deutsche DD 2.0-Tonspur wesentlich heller aus. Dabei bleibt die Synchronisation aber recht natürlich und vermeidet ein abgleiten in künstliche Regionen. Die Musik erklingt in ansprechender Intensität aus den Lautsprechern. Sowohl Höhen, als auch Tiefen werden gut wieder gegeben. Eine solide Abmischung.

EXTRAS

Der Originaltrailer sowie eine Bio- und Filmographie zu Jason Mewes bestreiten die komplette Bonus-Sektion.

FAZIT

Der thematisch nicht uninteressante Film scheitert leider an seiner schlappen Umsetzung. Ein wenig mehr Inszenierungsgeschick hätte abhelfen können. Die DVD kommt vor allen Dingen für einen so kleinen Film solide daher.



Stefan Dabrock


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