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Rhea M - Es begann ohne Warnung   

Rhea M - Es begann ohne Warnung
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Original: Maximum Overdrive   (USA, 1986)
Laufzeit: 94 Minuten (PAL)
Studio: Kinowelt
Regie: Stephen King
Darsteller: Emilio Estevez, Pat Hingle, Laura Harrington, Yeardley Smith, John Short u.v.a.
Format: 2.35:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD 5.1 Deutsch,Englisch,Italienisch
Untertitel: Deutsch, Italienisch, Finnisch, Dänisch u.m.
Extras: Trailer, Fotos
Preis: ca. 20 €
Wertung: 2+/ 3+/ 4- (Bild/Ton/Extras)


"Diese Maschine hat mich gerade Arschloch genannt!"

Welcher Film hat schon den phänomenalen Credit Musik by AC/DC im Vorspann stehen? Nur Stephen Kings einzige Regiearbeit, nach der er so niedergeschlagen war, dass er nie wieder im Regiestuhl Platz nahm: “Maximum Overdrive”. Ist der Film denn eine Katastrophe? Ganz und gar nicht. “Rhea M - Es begann ohne Warnung” - so der einfallsreiche deutsche Titel - könnte sogar als oft übersehener Klassiker angesehen werden. Trotzdem ist der Streifen weit von einem Meisterwerk entfernt. Besonders die unbefriedegende Auflösung und ein ziemlicher Hänger in der Mitte des Films sorgen für Unbehagen. Dabei hat die Geschichte um den Aufstand der Maschinenwelt (Hallo “Terminator”!!!!) echt potential. Besonders da Kinowelt den Film endlich in ungeschnittener Form (abgesehen natürlich von den 12 Sekunden, die für die MPAA entfernt wurden!) auf DVD bringt. Sehr viel fehlte auch in der ursprünglichen 16-er Fassung nicht, aber die kleinen Details, die deutlich machten wie gefährlich Maschinen sein können, finden sich hier endlich wieder. Die Handlung der auf einer King-Kurzgeschichte basierenden Story ist schnell erzählt. Als die Maschinen der Erde durch ein UFO im Schweif des Kometen Rhea M den Aufstand gegen die Menschheit proben, wird eine illustre Gruppe von Reisenden im Dixie Boy Truck Stop von den schweren Transportmaschinen in Schach gehalten. Gemeinsam raufen sich die Leute zusammen, um den Kampf gegen die Maschinen aufzunehmen. Das klassische Siege-Szenario im Stile von John Carpenters “Assault on Precint 13th” ist recht gut inszeniert, auch wenn der Spannungslevel im Mittelteil etwas gelitten hat. Die Musik der australischen Rocker AC/DC sorgt für tolle Atmosphäre. Für alle die bisher nur die wässrige 16-er Fassung kannten oder den Film überhaupt noch nie gesehen haben, bietet sich jetzt mit der DVD-Veröffentlichung die Gelegenheit, dieses Kleinod wieder zu entdecken.

BILD

Rhea M - Es begann ohne Warnung

Zum ersten Mal in der korrekten Aspekt Ratio von 2.35:1 Widescreen (16:9 erweitert!) präsentiert sich das Bild als äußerst gelungen. Die Vorlage wurde komplett aufgeräumt. Keine lästigen Spratzer oder Streifen lenken vom Geschehen auf dem Bildschirm ab. Die Farbwiedergabe ist satt ohne aufdringlich oder überbetont zu wirken. Schärfe und Kontrast liegen im oberen Bereich, obwohl sich Wideshots ein wenig weichgezeichnet ausschauen. Gelegentliches Hintergrundrauschen ist nur minimal vorhanden und stört kaum. Die Kompression hat an einigen Stellen zu kämpfen, hält aber im großen und ganzen gut durch, auch wenn es in einigen dunkleren Bereichen zu ganz leichter Pixelei kommt. Auch ein leichtes Zeilenflimmern kann bei Konturen in Schwenks beobachtet werden.Trotzdem ein sehr gut gelungener Transfer!

TON

Rhea M - Es begann ohne Warnung

Der Ton bleibt leider hinter den Erwartungen zurück. Nur für den englischen Ton wurde ein DD 5.1 Upmix angefertigt. Aber auch der kann nicht verbergen, dass es sich bei dem Film ursprünglich um einen Monostreifen gehandelt hat. Die Soundstage bleibt vornehmlich im vorderen Bereich aktiv, während die Surroundkanäle im Einsatz sehr künstlich wirken. Auch die tollen AC/DC Tracks wirken nicht so lebendig und etwas gedämpft. Lustigerweise wurden hier zusätzlich die Refrains in die Surroundkanäle gelegt. Klingt irgendwie seltsam. Der nur in Mono enthaltene deutsche Ton ist nochmal fleißig schlechter. Die Dialoge selbst enthalten immer noch ein gewisses Grundrauschen und auch sonst klingt alles etwas dumpf. Von Surroundaktivität ist hier natürlich keine Spur (!) vorhanden. Insgesamt keine Katastrophe, aber es hätte eben besser gemacht werden können.

EXTRAS

Sparflamme auch bei den Extras von “Maximum Overdrive”. Neben einigen Fotos, die leider einige bekannte tolle Effektefotos aussparen, gibt es einen recht putzigen Kinotrailer zu “Maximum Overdrive”. Hier droht Stephen King dem Zuschauer persönlich, dass er “die Hölle aus ihnen herausängstigen” wird.

FAZIT

Auch wenn sich keine tollen Extras auf der Scheibe befinden ist “Rhea M - Es begann ohne Warnung” endlich in einer Form auf dem Markt, bei der sich dass Anschauen wirklich lohnt. Zum Wiederentdecken empfohlen!



Kay Pinno


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