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Signs - Zeichen   

Signs - Zeichen
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Original: Signs   (USA, 2002)
Laufzeit: 102 Minuten (PAL)
Studio: Buena Vista
Regie: M. Night Shyamalan
Darsteller: Mel Gibson, Joaquin Phoenix, Rory Culkin, Abigail Breslin, Cherry Jones u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS Deutsch DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, IT, Fr, Spa
Extras: Making of, Deleted Scenes, Multi-Angle u.v.m.
Preis: ca. 25 €
Wertung: 2-/ 2 / 3+ (Bild/Ton/Extras)


"Ist dies das Ende der Welt ?!"

Pfarrer Graham Hess (Mel Gibson) hat seinen Glauben verloren. Nachdem seine Frau bei einem tragischen Unfall ums Leben kam, hing er seine Kutte an den Nagel und lebt seitdem verschlossen mit seinen kleinen Kindern Morgan (Rory Culkin) und Bo (Abigail Breslin) sowie seinem Bruder Merril (Joaquin Phoenix) auf seiner Maisfarm. Als eines Morgens seltsame Kornkreise im Feld auftauchen, halten es die Hess’ für einen Streich von ein paar Nachbarsjungen. Als Graham und Merril eines Abends einen ungebetenen Besucher verscheuchen, der eine fast übernatürliche Schnelligkeit besitzt, bekommt es die Familie langsam mit der Angst zu tun. Als sich die merkwürdigen Vorkommnisse häufen und weltweit immer mehr Kornkreise auftauchen ist für Familie Hess eins klar: eine außerirdische Invasion steht kurz bevor. In letzter Sekunde verbarrikadiert man sich im Haus und harrt der Dinge, die da aus dem All so kommen mögen. Was sich eigentlich wie ein unheimlich dämlicher UFO-Streifen aus den 50-er Jahren anhört, ist eine gekonnte Mischung aus “Krieg der Welten”, “Invasion vom Mars” und “Nacht der lebenden Toten”. Mit viel seltsamer Atmosphäre vermischt Shyamalan wie schon in “Sixth Sense” und “Unbreakable” menschliche Tragig mit übernatürlichen Elementen. Dabei kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Sowohl die Inszenierung der ersten Begegnungen mit den Außerirdischen als auch das Finale dürften selbst erfahrene Science Fiction Fans zum Schwitzen bringen. Auch wenn die kirchlich-moralischen Bezüge zu deutlich in den Film mit eingespannt worden sind, ist das Familiendrama der Hess’ eine gelungene Charakterdarstellung aller Schauspieler. Wie gewöhnlich ist Shyamalan mit “Signs” ein ungewöhnlicher Film geglückt.

BILD

Signs - Zeichen

Das anamorphe Bild (1.85:1) von “Signs” ist leider nicht so gut, wie man es sonst von neuen Buena Vista Titeln kennt. Obwohl die Vorlage in hervorragendem Zustand ist, bleibt ein leicht grieseliger Eindruck durch den kompletten Film erhalten. Defekte oder Dreckspuren sind dafür nicht vorhanden. Die Schärfe des Bildes ist jedoch an vielen Stellen beeinträchtigt. Konturen und Formen wirken durchweg seicht verwaschen und haben deutliche Halos, die auch bei Konturen im Hintergrund auffallen. Die Farben sind sehr solide und bleiben mit dem satten Grün und den matten Ockertönen des Hess-Haus auf einem natürlichen Level. Der Schwarzpegel ist jedoch ein wenig wankelmütiger. Im Finale gibt es einige Szenen, die etwas milchiger geraten sind. Die Kompression verhindert sauber die Bildung von Artefakten und hält das Bild auch in Schwenks stabil. Trotz der genannten Beeinträchtigungen ist der Transfer aber immer noch als ordentlich zu bezeichnen.

TON

Signs - Zeichen

Der Soundtrack von “Signs” in DTS und DD5.1 setzt deutlich auf gezielte Subtilität. Mit vielen seichten Umgebungsgeräuschen wie dem Rascheln in den Maisfeldern, rauschendem Wind oder einfach nur gnadenloser Stille in den richtigen Momenten schafft der Track eine höchst unangenehme Atmosphäre aufzubauen. Wenn schließlich im verbarrikadierten Haus die seltsamsten Geräusche aus allen Ecken der Surroundanlage dringen wird es wirklich unangenehm. Für großen Basseinsatz (außer bei der Musik) hat dieser Track jedoch keine Verwendung. Der Mix selbst balanciert sehr gut zwischen Dialogen, Sound und Musik ohne Überlappungen zu produzieren. Ein großer Unterschied zwischen DTS und DD5.1 ließ sich hier nicht feststellen, da der Track - wie schon erwähnt - sehr subtil arbeitet. Nur der englische DD5.1 Ton wirkt ein wenig voluminöser und offener. Gut.

EXTRAS

Auch für “Signs” hat sich M. Night Shyamalan sich nicht breit schlagen lassen und leider keinen Audiokommentar produziert. Dafür gibt es ein recht üppiges “Making of” (ca. 60 Minuten), dass natürlich weitaus mehr als nur einen PR-Ausflug an den Set vermittelt. Vom Drehbuch über die Produktion bis zu den Special Effects und der Vermarktungskampagne werden alle Abschnitte der Entsstehung des Films gut beleuchtet ohne zuviel Lobhudelei auf Mr. Shyamalan fallen zu lassen. Ein wirklich guter Blick hinter die Kulissen. Die fünf geschnittenen Szenen sind nicht anamorphen Widescreen auf der DVD enthalten. Zwei wichtige Szenen hätten dabei ruhig im Film bleiben sollen. Hier erfahrt der Zuschauer ein wenig mehr über die Beziehung zwischen Graham und Merril und noch ein zusätzliches Detail über Grahams Frau. Im Multiangle-Feature kann man zwischen fertigem Film und Storyboards umherschalten sowie unterschiedliche Soundtracks (Normal, nur Musik, nur Sound) auswählen. Richtig drollig wird es bei dem ersten Creature-Film den Shymalan als Kind gemacht hat. Dies ist wirklich eine Erfahrung besonders für Eltern. Wenn eure Kinder solche verrückten Sachen machen, lasst sie gewähren. Vielleicht wird aus ihnen auch mal ein Star-Regisseur. Vermisst werden bei “Signs” leider die in der Dokumentation angesprochenen Trailer und Teaser des Films. Anscheinend die ersten Opfer einer außerirdischen Verschwörung.

FAZIT

Mit “Signs” dürfte M. Night Shyamalan sicherlich die meisten Zuschauer überrascht haben. Wahrscheinlich sogar sich selbst. Egal was ihr über den Film gehört habt, er ist definitiv anders und auf jeden Fall sehenswert. Die DVD besticht durch ein paar gute Extras aber der Transfer ist leider nicht die Oberklasse, die er sein sollte. Trotzdem empfohlen.



Kay Pinno


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