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Snow Dogs   

Snow Dogs
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Original: Snow Dogs   (USA, 2002)
Laufzeit: 95 Minuten (PAL)
Studio: Buena Vista
Regie: Brian Levant
Darsteller: Cuba Gooding Jr., James Coburn, Nichelle Nichols, M. Emmet Walsh u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD 5.1 Deutsch, Englisch, It, Tr
Untertitel: Deutsch, Englisch, IT, Tr u.m.
Extras: Kommentar, Making of, Deleted Scenes u.v.m.
Preis: ca. 23 €
Wertung: 1 / 2 / 2- (Bild/Ton/Extras)


"Ein Hundeleben in Alaska!"

Für den erfolgreichen Zahnarzt Dr. Ted Brooks aus Miami bricht eine Welt zusammen. Erst offenbart ihm seine Mutter (Nichelle “Uhura” Nichols), dass er in Wirklichkeit adoptiert ist, und dann stellt er auch noch fest, dass seine richtige Mutter gerade in Alaska verstorben ist. Der richtige Zeitpunkt für eine Identitätskrise scheint gekommen. Eingemuckelt in die dicksten Winterjacken, die er im sommerlichen Florida finden kann, macht sich Brooks nach Alaska zur Testamentsvollstreckung auf. Dort begegnen ihm nicht nur eine Handvoll kauziger Freaks, Aussteiger und Einheimischer sondern auch eine Bande wilder Schlittenhunde. Die getreuen Vierbeiner der verstorbenen Mama sind echte Profi-Renner und kosten den Zahnarzt den letzten Nerv. Zudem will der grimmige Thunder Jack (James Coburn) ihm auch noch die Hunde für’n Appel und’n Ei abluchsen. Gerade als sich der abgenervte Ted schon geschlagen geben und Alaska den Rücken kehren will, steckt ihm die hübsche Barbesitzerin Barb (Joanna Bacalso) das sein richtiger Vater ebenfalls noch in Alaska steckt. Und auch das große Schlittenhundrennen steht bald bevor. Kann Ted dem ollen Thunder Jack und den störrischen Hunden seiner Mutter beweisen, dass er nicht nur ein Großstadt-Weichei ist? Abgesehen von einigen schrägen Zahnarztwitzen hätte “Snow Dogs” wirklich großes Potential gehabt. Die vielen “coolen” Nebenrollen sorgen für Abwechslung und die Slapstickmomente mit den Hunden sind gut gelungen. Leider verpasst der Film ein ordentliches Finale auf den Weg zu bringen. Der Höhepunkt des Hunderennes wird gnadenlos unspannend wie unspektakulär verschenkt. Inhaltlich bleibt die Geschichte nämlich schon vor dem Rennen auf der Strecke. Übrig bleibt eine nette, leicht wirre, aber letzendlich belanglose Unterhaltung. Das hätte nicht sein müssen.

BILD

Snow Dogs

Das anamorphe Bild (1.85:1) von “Snow Dogs” bewegt sich auf sicherem Eis. Die Vorlage des jungen Films ist fehlerfrei und kristallklar. Schärfe und Kontrast sind durchgängig sehr gut. Die sehr hellen Aufnahmen im Schnee bieten sind nicht von den starken Kontrastunterschieden überschattet. Konturen und Details bleiben immer sauber erkennbar. Der Schwarzlevel ist ebenfalls sauber und stark. Die gute Kompression hält das Bild stabil. Artefakte, Bildrauschen oder Zeilenflimmern sind nicht vorhanden. Die Farben sind kräftig und lebendig, lassen aber einige Settings dadurch etwas künstlich erscheinen. Ein sehr guter Transfer.

TON

Snow Dogs

Der englische und deutsche Dolby Digital 5.1 gibt sich richtig Mühe die kalte und rauschige Atmosphäre Alaskas über alle Kanäle zu entfalten. Allein das eisige Pfeifen des Windes und das Knirschen von Schnee und Eis bringen einem selbst im eigenen warmen Wohnzimmer noch das Bibbern bei. Hauptsächlich werden die Surrounds aber von der fast durchgängig präsenten Musik des Films erfüllt. Die Dialoge bleiben dabei immer gut verständlich. Viele gezielte Surroundeffekte gibt es kaum zu hören. Auch der Subwoofer beschränkt sich deshalb auf unterstützende Tätigkeit beim agressiven Hundeknurren. Ein ordentlicher Track, der seinen Anforderungen gerecht wird.

EXTRAS

Trotz des schlappen Erfolgs an der Kinokasse hat sich Buena Vista die Mühe gemacht, reichlich Bonusmaterial zusammenzutragen. Auf dem laufenden Audiokommentar sind Regisseur Brian Levant und Produzent Jordan Kerner zu hören. Beide haben wirklich eine Tonne an Informationen und Erfahrungen zu teilen. Teilweise überschlagen sie sich, um mit dem Film Schritt halten zu können. Von technischen Elementen, über Set-Geschichten und das Problem in einer eisigen Umgebung zu filmen sowie seichte Überlegungen zur Geschichte. Ein sehr ausgewogener Track mit Häppchen für jeden Zuhörer und so gut wie keiner Pause. Das “Making of” ist in drei Segmente aufgeteilt, die jeweils um den künstlichen Drehort Tolketna, die Arbeit mit echten und animatronischen Hunden und letzlich um die Schauspieler dreht. Zu sehen gibt es dabei einige nette Interviews und viele interessante Behind-the-Scenes Aufnahmen vom Set und vom Studio. Dabei werden auch Geschichten erzählt, die sich nicht in den typischen PR-Vignietten finden lassen. Die neun geschnittenen/verlängerten Szenen bringen für den Film recht wenig und hatten ihren Grund, warum sie entfernt wurden. Das interaktive Rennspiel “Ted’s Arctic Challenge” dürfte die meisten DVD-Besitzer wohl völlig aus der Fassung bringen. Aufgrund der ungeschickten Steuerung des Hundeschlittens, den man durch einen wilden Parcour manövrieren darf, ist ein Vorankommen kaum möglich. Nur für Leute mit absoluter Langeweile und viel Zeit geeignet. Der Kinotrailer zu “Snow Dogs” fehlt leider bei der Ausstattung.

FAZIT

Nicht so schlecht wie man vermuten möchte, aber auch lange nicht so gut, wie der Film hätte sein können, bietet “Snow Dogs” noch solide Unterhaltung für die ganze Familie. Mit einigen Extras im Gepäck dürften auch die erwachsenen Zuschauer etwas Freude an der Scheibe haben.



Kay Pinno


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