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Super Sucker   

Super Sucker
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Original: Super Sucker   (USA, 2003)
Laufzeit: 90 Minuten (PAL)
Studio: Sunfilm
Regie: Jeff Daniels
Darsteller: Jeff Daniels, Matt Letscher, Harve Presnell, Dawn Wells, u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS Deutsch DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Trailer, Jeff Daniels Biographie
Preis: ca. 20 €
Wertung: 2-/ 2-/ 5+ (Bild/Ton/Extras)


"Ein Staubsauger zum Verlieben!"

Was macht ein Darsteller, wenn er einen Traum hat, den ihm die Filmindustrie mit ihren Rollenangeboten bisher nicht verwirklichen konnte? Er schreibt sie sich einfach selbst, und damit nichts schief geht inszeniert er den Film auch noch eigenhändig. Jeff Daniels, einer der dummen Jungs aus “Dumm und Dümmer”, hat sich diesen Traum verwirklicht. In “Super Sucker” spielt er den Staubsaugervertreter Fred Barlow, der in ständigem Konkurrenzkampf mit Winslow Schnaebelt steht. Als der erneut mehr Verträge abgeschlossen hat, endet Barlows Frust in einer Schlägerei. Da ihr Boss, der Chef der Staubsaugerfirma ein solches Verhalten nicht mehr dulden will, soll ein Verkaufsduell darüber entscheiden, wer die alleinige Generalvertretung im kleinen Städtchen Johnson City übernehmen darf. Die Regeln sind einfach. Derjenige, der bis Ende des Monats mehr Staubsauger des Typs Super Sucker verkauft hat, gewinnt die Schlacht. Zunächst sieht alles wieder schlecht aus für Barlow und seine Truppe, aber dann gräbt er den sagenumwobenen Noppennippler aus. Dabei handelt es sich um ein Zusatzgerät, mit dem man unter anderem Vorhänge problemlos absaugen kann. Das kleine Teil eignet sich aber auch noch für andere Hausfrauenfreuden, weshalb es sich binnen kürzester Zeit großer Beliebtheit erfreut. »Super Sucker« hätte problemlos ein primitiv-anzügliches Stück werden können, indem es vor Zoten nur so wimmelt. Das hatte Jeff Daniels zum Glück jedoch nicht im Sinn, was natürlich nicht bedeutet, dass es kein Spiel mit der sexuellen Nebenfunktion des Staubsaugers gibt. Daniels nimmt den Film aber erstaunlich zurück und vermeidet es, in eindeutigen Szenen und Peinlichkeiten zu schwelgen. Stattdessen hat er eine vergnügliche Looser-Groteske inszeniert, die einmal in Fahrt gekommen die Absurditäten der amerikanischen Vorstadt parodiert. Wir befinden uns in dem Teil Amerikas, wo die Männer der weißen Mittelschicht lange von Zuhause weg sind, um ihrer Arbeit nachzugehen, und die Frauen alleine gelassen werden. In dieser gesellschaftlich angespannten Situation kann das technische Gerät Staubsauger dank seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten die Männer ersetzen. Da dauert es nicht lange, bis empörte Organisationen in Form der Vereinigung gegen sexuellen Missbrauch von Heimgeräten auf den Plan gebracht werden. Mit zunehmender Dauer nimmt die Komödie einen deutlich surrealen Charakter an, wenn das Geschehen völlig außer Kontrolle gerät. Wahnsinn und Witz waren schon immer eine fruchtbare Mischung.

BILD

Super Sucker

Ein paar Bildpunkte und einige wenige Dreckspuren zieren die Bildqualität der DVD. Darüber hinaus fällt auf, dass die Konturen leicht matschig wirken. Ein Eindruck, der durch den etwas zu flach geratenen Kontrast weiter verstärkt wird. Das Bild ist dementsprechend nicht so detailfreudig, wie bei absoluten Spitzen-DVDs. Dennoch ist es recht scharf. In einzelnen Szenen verstärkt sich das Rauschen, so dass der Eindruck entsteht, der Hintergrund sei leicht in Bewegung. Alle Dinge zusammen genommen fallen jedoch nicht so stark ins Gewicht, so dass man der DVD noch eine recht ordentliche Bildqualität attestieren kann, die jedoch bei einem so aktuellen Film besser ausfallen müsste.

TON

Super Sucker

“Super Sucker” ist eine Komödie, die sich im Wesentlichen auf der Front-Stage abspielt. Dabei machen alle Tonspuren eine gute Figur in Sachen Verständlichkeit der Dialoge. Die 5.1-Spuren bekommen gegenüber den 2.0-Spuren vor allem in der Musikwiedergabe ein größeres Volumen. Regelrechte Surround-Effekte gibt es jedoch nicht. Interessanterweise ist ausnahmsweise der englische Originalton heller abgemischt als die deutsche Synchronisation, was in den höheren Musikbereichen auch schon mal zum leichten Schrebbeln führt. Darüber hinaus neigen die Tonspuren zu leichtem Rauschen.

EXTRAS

Das Bonus-Material besteht aus einem Trailer sowie der Texttafel-Biographie von Jeff Daniels.

FAZIT

Jeff Daniels Komödie über Staubsauger, Vertreter und die amerikanische Vorstadt sollte man sich nicht entgehen lassen. Sunfilm hat zudem eine DVD produziert, zwar nicht zur Spitzenklasse gehört, aber dennoch gut gelungen ist.



Stefan Dabrock


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