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12 Days of Terror   

12 Days of Terror
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Original: 12 days of Terror   (USA, 2004)
Laufzeit: 86 Minuten (PAL)
Studio: e-m-s
Regie: Jack Shoulder
Darsteller: Colin Egglesfield, Mark Dexter, John Rhys-Davies, Jenna Harrison u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Biographien
Preis: ca. 15 €
Wertung: 3 / 3+/ 5 (Bild/Ton/Extras)


"Hai-a Safari"

Anno 1916 tobte in Europa der erste Weltkrieg. Vor der Küste New Jerseys tobte sich dagegen ein weißer Hai an den zahlreichen Badegästen aus. 58 Jahre später transferierte ein damals noch unbekannter Regisseur namens Steven Spielberg die daraus entstandene Geschichte des Autors Peter Benchley auf eine Insel namens Amity (für die Martha’s Vineyard als Stand-In fungierte) und läutete damit das Zeitalter des modernen Blockbuster-Films ein. Zwar gab es nach dem massiven Erfolg von “Der weiße Hai” zahlreiche Rip-Offs, aber keiner der Filme beleuchtete je den historischen Vorfall. Genre-Veteran Jack Shoulder (“Nightmare 2”; “The Hidden”) liefert mit “12 Days of Terror” eine saubere Umsetzung der mehr als bekannten Geschichte im historischen Setting: der junge Alex (Colin Egglesfield) jobbt bei einem der zahlreichen Hotels am Strand als Rettungsschwimmer. Als ein Bursche aus guter Familie im Wasser an seinem Strand stirbt, wollen die Offiziellen noch nicht an einen Hai glauben. Ein deutsches U-Boot sei möglicherweise an dem Unglück schuld!!! Erst als weitere Menschen im Wasser sterben, wird endlich zum großen Hallali auf den Killerfisch geblasen. Doch das Tier hat sich schon aufgemacht, um in einem Fluss Pac-Man-artig das menschliche Büffet abzuräumen. Erst als sich Alex, ein befreundeter alter Seebär (natürlich John Rhys-Davies) und ein New Yorker Tierexperte (Jamie Bartlett) zu Dritt auf Fischfang begeben, geht’s dem Raubfisch endlich an die Kiemen. Leider sieht man dem Film allzu deutlich an, dass er für’s amerikanische Fernsehen produziert wurde. Settings und Personen wirken poliert und nur wenig glaubwürdig in ihrer Umgebung. Dazu kommt ein eher schwaches Drehbuch, das außerhalb des Hai-Phänomens kein eigenes Drama entwickelt. Weder Alex Ambitionen gegenüber einer alten Flamme, die natürlich seinen besten Freund heiraten will, noch seine Verwicklung in das politische Tauziehen um die Strände kommen beim Zuschauer richtig an. Schick sind dafür die retro-wissenschaftlichen Mutmaßungen der “Experten” über Haie und kleine historische Einschübe, die für ein wenig Stimmung sorgen. Die Hai-Angriffe sind zudem relativ blutig gestaltet und dürften eingefleischten Fischfans sicherlich gefallen. Dennoch macht sich auch hier bemerkbar, wie effektiv die Musik von John Williams für “Der weiße Hai” gewesen ist.

BILD

12 Days of Terror

Der anamorphe Transfer (1.78:1) basiert auf einer recht guten Vorlage, die nur hier und da ein paar Bildpunkte erscheinen lässt. Dennoch ist ein durchgängiges Rauschen und eine leichte Grobkörnigkeit des Bildes zu verzeichnen. Schärfe und Kontrast sind leicht eingeschränkt und lassen kleine Details nicht so deutlich hervortreten. Insgesamt wirken die Konturen etwas weichgezeichnet. Die Farben sind sehr solide und nicht überbetont. Sowohl die Sepiatöne an Land als auch die blauen und weißen Elemente auf See fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Der Schwarzlevel ist tief, aber nicht sehr detailreich. Das fällt aber kaum ins Gewicht, da es nur wenige dunkle Szenen im Film gibt. Die Kompression ist weitestgehend solide. In Kameraschwenks ist aber ein leichtes Hintergrundrauschen erkennbar.

TON

12 Days of Terror

Die DD5.1 Spuren leisten auf Deutsch und Englisch solide Arbeit. Bei der deutschen Tonspur fallen allerdings wieder mal die deutlich in den Vordergrund gemischten Dialoge auf. Der englische Track klingt hier wesentlich homogener. Ansonsten wird mit einigen schönen Hintergrundeffekten gearbeitet, die für ordentliche Atmosphäre sorgen. Die Musik fügt sich hübsch in der gesamten Soundstage ein. Störende Überlappungen kommen nicht vor.



EXTRAS

Das Bonusmaterial der Scheibe beschränkt sich auf Filmographien zu Jack Shoulder und John Rhys-Davies sowie einen Trailer.

FAZIT

Hai-Fans bekommen mit “12 Days of Terror” einen aalglatten aber nicht ganz zahnlosen Blick auf den historischen Hai-Vorfall geliefert, den der Autor Peter Benchley später als Ausgangsmaterial für seinen Bestseller “Der weiße Hai” benutzte. Qualitativ schwimmt die Scheibe im Mittelfeld. Die Extras scheinen aber selbst einem Hai zum Opfer gefallen zu sein.



Kay Pinno


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