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UFO Volume 1   

UFO Volume 1
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Original: UFO   (Italien / Spanien, 1970)
Laufzeit: 4 Folgen á 45 Minuten (PAL)
Studio: epiX
Regie: Gerry Anderson u.a.
Darsteller: Bishop, George Sewell, Gabrielle Drake, Dolores Mantez u.v.a.
Format: 1.33:1 Vollbild (4:3)
Ton: DD-Mono Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Info-Ticker, Trailer u.m.
Preis: ca. 17 €
Wertung: 2-/ 3+/ 3 (Bild/Ton/Extras)


"80-er Jahre Party!"

„Heutzutage verfolgt man „UFO“ mit einigem Ergötzen. Entstanden anno 1970, spielte die Serie in allernächster Zukunft: im Jahr 1980. Die aggressiven Attacken mysteriöser Flugobjekte beunruhigen irdische Administrationen. Zwecks Abwehr der Außerirdischen wird eine multinationale klandestine Raumfahrtorganisation ins Leben gerufen: die „Supreme Headquaters Alien Defence Organisation“, kurz SHADO. Der Tarnung wegen firmiert die SHADO-Zentrale als Harlington-Straker-Filmstudio. Commander Straker ist der Kommandant der Himmelsbeobachter; seine offizielle Berufsbezeichnung lautet Filmproduzent. Strakers Befehlsbereich umfasst einen lunaren Außenposten [und] die Flottile der vielseitig einsetzbaren Skydiver… .“ (Harald Keller, „Kultserien und ihre Stars“)

Peppig tönt der psychedelisch anmutende 70er Jahre Soundtrack aus den Boxen, während man sich am eleganten Design erfreuen kann. Die Serie „UFO“, für die Gerry Anderson verantwortlich ist – Anderson kreierte auch die Kultserie „Thunderbirds“ (ebenfalls bei epiX erschienen) – war seinerzeit nicht sonderlich erfolgreich, besitzt aber absolutes Kultpotential. Die Frauen sind mit ihren Catsuits ausgesprochen attraktiv und die Männer des Unterseebootes Skydiver, das einen Düsenjet abschießen kann, tragen grobmaschige Netzhemden, um ihr erotisches Potential auszuschöpfen. Tricktechnisch sind die Ideen Andersons ausgesprochen effektiv. Obwohl man die Modelle meistenteils als solche erkennt, sehen die Start- und Landevorgänge der Flugzeuge oder die Mondbasis ausgesprochen überzeugend aus. Bei den CGI-Effekten heutiger Zeit weiß man in der Regel ja auch, dass es sich um Tricks handelt. Jede Episode der Serie kostete 100.000 Pfund, was zu damaliger Zeit ein extrem hohes Budget war. Dementsprechend wurden die Kommandozentralen technisch voll gestopft. An allen Ecken leuchten Lampen, es gibt in der SHADO-Zentrale merkwürdige Elektrofahrtzeuge, die sinnlos sind, da man mit ihnen nicht schneller vorwärts kommt, als zu Fuß und in jeder Folge kreist mindestens ein Ufo durch die Gegend. Science-Fiction-Fans, die etwas für die 70er Jahre übrig haben, kommen um „UFO“ keinesfalls herum.

BILD

UFO Volume 1

Die Bildqualität der DVD ist wirklich gut geraten. Über die Schärfe kann man sich kaum beschweren, vor allem wenn man das Alter von 30 Jahren berücksichtigt. Auch Dreckspuren oder Bildpunkte gibt es nur wenige. Die Farben erscheinen kräftig und der Kontrast lässt die vielen Modellaufnahmen gut zur Geltung kommen, da auch die Details erkennbar sind. Ein leichtes Bildrauschen muss man hinnehmen, ohne dass es sich in den Vordergrund spielen würde. Einziges Manko ist die leichte Instabilität in homogenen Flächen. Hier ist das Bild etwas in Bewegung.

TON

UFO Volume 1

Der englische Originalton hat sich recht ordentlich gehalten. Nur leichtes Rauschen ist im Hintergrund vernehmbar, ansonsten lassen sich alle Dialoge gut verstehen. Die Musik ertönt mit ansprechender Klarheit aus den Boxen. Der deutsche Ton ist etwas dumpfer und besitzt stärker die typischen Mono-Schwächen. Ausgesprochen schlecht ist er aber auch nicht.


EXTRAS

Neben einem Serientrailer und Texttafelinformationen über die Hintergründe der Serie ist auf der DVD der „Streng geheimer Informationsticker“ enthalten. Dabei handelt es sich um die erste Folge mit Texteinblendungen, die als Kommentar zu dem Geschehen funktionieren. In ansprechender Weise wurden hier Nebeninformationen über Schauspieler, Aspekte des Produktionsdesigns und andere Fakten zusammengestellt, die an den passenden Stellen eingeblendet werden. Durchaus lohnenswert.

FAZIT

Obwohl die Serie wegen des mangelnden damaligen Erfolgs nur 26 Folgen umfasst, besitzt sie absolutes Kultpotential. Vor allem das einfallsreiche Design und der hübsche 70er-Soundtrack sorgen für die richtige Atmosphäre, um den Kampf der Menschen gegen die Außerirdischen zu illustrieren.



Stefan Dabrock


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