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Vampire in Brooklyn   

Vampire in Brooklyn
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Original: A Vampire in Brooklyn   (USA, 1995)
Laufzeit: 98 Minuten (PAL)
Studio: Paramount
Regie: Wes Craven
Darsteller: Eddie Murphy, Angela Basset, Allen Payne, Kadeem Hardison, Zakes Mokae, u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch,Fr,IT,SPA
Untertitel: Deutsch, Englisch, u.v.a.
Extras: Trailer
Preis: ca. 25 €
Wertung: 3- / 3- / 5 (Bild/Ton/Extras)


"Das Böse ist gut! Das Böse ist gut!!!"

Das letzte Filmprojekt von “Scream”-Meister Wes Craven vor seiner höchst erfolgreichen Slasher-Trilogie war “A Vampire in Brroklyn”. Nach den kommerziellen Erfolgen von Coppolas “Bram Stoker’s Dracula” und der Neil Jordan Verfilmung von “Interview mit einem Vampir” musste natürlich auch Eddie seine Fangzähne als “Blackula” der 90-er Jahre wetzen. Als letzter Vampir auf Erden begibt sich Maximillian (Murphy) aus der Karibik extra nach Brooklyn, um eine verschollene Nachfahrin des Vampirgeschlechts mittels eines Tanzes (!!!!!) und natürlich eines folgenden Biss zu aktivieren. Die schöne Rita Veder (Angela Basset sieht hier als Vampir besser aus als in Natur) hat davon natürlich keine Ahnung und hat auch schon als gebeutelter Cop so ihre Schwierigkeiten. Als jedoch der ungeduldige Beißerich Rita immer stärker in seinen Bann zieht, hilft nur noch der holzerne Voodoo-Pflock eines Geisterdoktors (Zakes Mokae). Obwohl “Vampire in Brooklyn” viele stimmige Momente wie das Einlaufen von Maximillians Geisterschiffs in New York besitzt, bleibt die Dramaturgie in der zweiten Hälfte leider auf der Strecke. Die Figur von Angela Basset wirkt sehr nervig und die Geschichte kommt einfach nicht richtig in Gang. dafür funktionieren Eddie Murphys Doppelrollen wie in keinem seiner anderen Filme. Der Italo-Mafiosi Guido und vor Maximillian in der Rolle von Pauly dem Priester sind absolute Highlights des Films und Eddies komödiantischem Talent. Trotzdem bleibt “Vampie in Brooklyn” eine sehr gemischte Packung, die ein rasanteres Finale dringend gebraucht hätte. Am besten im Doppelpack mit John Landis “Bloody Marie” (“Innocent Blood”) anschauen.

BILD

Vampire in Brooklyn

Das Bild von “Vampire in Brooklyn” ist eine Enttäuschung. Obwohl die Vorlage relativ frei von Schmutz und Defekten ist (einige lassen sich trotzdem deutlich erkennen!) ist vor allem die Kompression nicht gelungen. Hier gibt es schon während der Credit-Sequenz reichlich Blockrauschen und Pixelei im schwarzen Bereich und im Hintergrund zu erkennen. Dies bessert sich auch kaum im Rest des Films. Da aber viele Passagen im Dunklen spielen und ebenfalls viel Nebel im Spiel ist, wird dem Auge des Zuschauers nicht viel Gutes getan. Obwohl der eigentliche Schwarzlevel ganz gut gehalten wird, wirkt das Bild oft matschig und auch die Farbwiedergabe kann nicht überzeugen. Trotz einer gewissen Luminanz bleiben die Farben oft matt und schlapp. Schärfe und Kontrast sind nur in Close-Ups richtig gut. Dies ist bisher der schlechteste Transfer aus dem Hause Paramount und hier beweißt eigentlich nur die anamorphe Abtastung, dass es sich um eine DVD und keine Video-CD handelt.

TON

Vampire in Brooklyn

Auch der Ton wirkt ein wenig wie aus dem Totenreich zurückgekehrt. Obwohl es sich um einen Dolby Digital 5.1 Ton handelt, bleibt viel von der Action im Bereich der Frontstage. Auch die Dialoge klingen sowohl in Deutsch als auch auf Englisch ohne viel Substanz und zu Zeiten ein wenig “hohl” bzw. “dünn”. Echte Defekte wie Knacken oder Knarzen haben sich hier aber auch nicht eingeschlichen. Dafür ist der Mix zu inkonsistent. In vielen Bereichen wird die Musik viel zu stark über die Sprache und den Sound gelegt. Das alte “erstmal lauter stellen und dann rasch wieder leiser machen müssen”-Problem ist hier an einigen Stellen (z.B. als Rita das erste Mal erschreckt vor Maximilian wegläuft!) präsent. Surround-Effekte werden hier auch nur spärlich eingesetzt. Einige Vampirtricks und das Einlaufen des Geisterschiff sind da schon die Höhepunkte. Unterer Durchschnitt.

EXTRAS

Als Paramount Standard Packung bekommt “Vampire in Brooklyn” leider nur einen mageren Kinotrailer mitgeliefert. Mehr ist wohl auch für den Boxoffice-Flop wohl nicht drin gewesen, obwohl ein Kommentar mit Craven und Murphy mit Sicherheit ein Lacher aber für das Studio ebenfalls unbezahlbar gewesen wäre.

FAZIT

Eigentlich bietet “Vampire in Brooklyn” ja eine interessante Mischung, aber die (Blut-)Durststrecke zum Finale hin, macht den ersten Eindruck schnell zunichte. Zudem ist die Qualität der Scheibe in Bild und Ton unterdurchschnittlich. Höchstens als Angebots-DVD zu empfehlen. 25 Euro sind dafür zu viel.



Kay Pinno


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