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Air Marshal - Horrorflug ins Ungewisse   

Air Marshal - Horrorflug ins Ungewisse
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Original: Air Marshal   (USA, 2002)
Laufzeit: 87 Minuten (PAL)
Studio: Star Media
Regie: Alain Jakubowicz
Darsteller: Dean Cochrain, Ammar Daraiseh, Eli Danker u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS Deutsch DD5.1+DS Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Making of, Trailer, Filmographien u.m.
Preis: ca. 20 €
Wertung: 2 / 3 / 4+ (Bild/Ton/Extras)


"Gefahr am Himmelszelt"

Der 11. September hinterlässt nun auch endgültig seine Spuren im Bereich des B-Pictures. “Air Marshal – Horrorflug ins Ungewisse” enthält als Handlung die glorreiche Idee, dass arabische Terroristen ein Flugzeug kapern. Den Machern des Films wäre es nun wohl doch zu billig gewesen, das Flugzeug auf irgendein Hochhaus zu steuern. Deswegen hat man ein etwas andere Handlung konstruiert, indem die Terroristen eine Mischung aus politischen sowie finanziellen Zielen verfolgen. Eine ihrer wichtigsten Forderungen ist die Überweisung einer erheblichen Summe Geldes auf ein Konto. An Bord der Unglücksmaschine befindet sich auch ein Air Marshal, der aufgrund seiner Geheimdiensterfahrung gelernt hat, wie man böse Jungs fertig macht. Alleine nimmt er den Kampf gegen die üblen Terroristen auf. In seinen besten Sequenzen präsentiert “Air Marshal – Horrorflug ins Ungewisse” solide Spannungsszenen mit einem netten Action-Aspekt, immerhin hat man in einem echten ausrangierten Flugzeug gedreht. Natürlich besaß man kein Geld für Flugaufnahmen, so dass jede Szene, in welcher der Flieger in der Luft gezeigt wird aus dem Computer kommt. Das sieht ein bisschen drollig aus, aber auch daran kann man sich gewöhnen. Was der Film nicht leistet, ist die durchgängige Qualität eines soliden Action-Thrillers. Dafür bleiben die Möglichkeiten des Regisseurs in Sachen Spannungsinszenierung und Actionchoreographie zu begrenzt. Auch verpasst es das Drehbuch wirklich spannende Konflikte an Bord des Flugzeugs zu erzählen. Wenn einer der Terroristen plötzlich durchdreht und das Flugzeug auf ein Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer abstürzen lassen möchte, ist das eine mehr komische als erschreckende Anspielung auf den 11. September. Richtig peinlich wird es, als das Drehbuch einem Passagier den Satz “Let’s roll” in den Mund legt. Damit haben bei den Ereignissen des 11. September die Passagiere eines Flugzeuges den Startschuss gegeben, die Entführer zu überwältigen. Das Flugzeug stürzte über unbewohntem Gebiet ab, wobei die Insassen starben. Solche Parallelen braucht man nun wirklich nicht, zumal der Versuch im Film auch kläglich scheitert.

BILD

Air Marshal - Horrorflug ins Ungewisse

Der Film wird durch ein leichtes Hintergrundrauschen begleitet, das in seiner Dezentheit kaum stört. Einige hellere Bilder weisen für einen so aktuellen Film allerdings ein erstaunlich hohes Rauschpotential auf. Diese sind aber in einer Minderzahl. Die Bildschärfe ist gut, Dreckspuren und Bildpunkte sucht man vergeblich. Sowohl in Sachen Schwarz-Level, Farbwiedergabe und Kontrast macht die DVD eine gute Figur. Auch in dunklen Sequenzen erkennt man die meisten Details.

TON

Air Marshal - Horrorflug ins Ungewisse

Der 5.1 Ton ist ein bisschen Mau. Vor allem in den Action-Sequenzen produziert er Schüsschen und Explosiönchen statt richtig knackigen Geräuschen. Da nützt es auch nichts, dass sich die Musik redlich bemüht einen Raumklang zu erzeugen. An den Dialogpassagen gibt es demgegenüber nichts zu bemängeln. Ohne Rauschen ist alles klar und verständlich. Tatsächlich sind die Soundeffekte beim Dolby-Surround-Ton satter ausgefallen, so dass es sich durchaus lohnen kann, diese Tracks zu wählen. Darüber hinaus gilt das Gleiche wie für die 5.1-Spuren.

EXTRAS

Das kurze Making Of liefert einige Einblicke in den technischen Prozess der Filmarbeit an “Air Marshal – Horrorflug ins Ungewisse”. Darüber hinaus enthält es auch das übliche Gerede, dass die Schauspieler super sind, alle motiviert waren und worum es im Film geht. Zusätzlich enthält die DVD eine hübsche Slideshow mit Filmfotos, Filmographien einiger am Film Beteiligter und den Trailer.

FAZIT

Wer es nicht lassen kann, soll sich den Film ruhig ansehen. Er eignet sich als vortreffliches Beispiel, wie sich das B-Picture schreckliche Ereignisse aus der jüngeren Geschichte aneignet, um es auszunutzen.



Stefan Dabrock


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