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Godzilla vs. Spacegodzilla   

Godzilla vs. Spacegodzilla
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Original: Gojira tai Spacegojira   (Japan, 1994)
Laufzeit: 108 Minuten (PAL)
Studio: Marketing
Regie: Kensho Yamashita
Darsteller: Jun Hashizume, Zenkichi Yoneyama, Megumi Odaka, u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch DS Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Entstehung des Monsters 2, Trailer u.m.
Preis: ca. 20 Euro
Wertung: 3-/ 2-/ 3- (Bild/Ton/Extras)


"Monster im Drogenrausch"

Mit seiner 3-DVD-Godzilla-Box (“Godzilla vs. Mechagodzilla II”, “Godzilla vs. Spacegodzilla”, “Godzilla vs. Destroyah”) schließt das Label Marketing Film eine erste Lücke um die Abenteuer des sympathischen Riesenmonsters, indem es noch nie in Deutschland veröffentlichte Werke herausbringt. Telepathie-Medium Miki ist es nach ihrem Auftritt in "Godzilla vs. Mechgodzilla 2" dann auch wieder, die im 1994 entstandenen “Godzilla vs. Spacegodzilla” die Menschheit vor einer weiteren Zerstörungsorgie Godzillas bewaren soll. Mit Hilfe des sogenannten T-Projektes plant die G-Force, den sympathischen Echsengiganten, zu kontrollieren. Miki soll auf der Heimatinsel des Monsters ihre telepathischen Kräfte spielen lassen, so dass Godzilla keinen Unfug mehr anstellen kann. Gleichzeitig rast aber eine viel größere Bedrohung auf die Erde zu. Spacegodzilla, eine Art außerirdischer und böser Verwandter unseres Monsters, nähert sich dem blauen Planeten. Natürlich landet er direkt auf der bekannten Insel, wo sich auch sofort ein Kampf entwickelt. Aber damit hat Spacegodzilla noch nicht genug. Schnurstracks läuft er auf die nächste, größere japanische Stadt zu, um sie kaputt zu machen. Jetzt sind sowohl G-Force, die bereits wieder eine neue Waffe entwickelt hat, als auch Godzilla gefordet, des fiesen Weltraumankömmling zu bekämpfen. Neben wunderbaren Monsterkämpfen, die an spaßiger Grimmigkeit nichts zu wünschen übrig lassen, wirkt “Godzilla vs. Spavegodzilla” wie der relaxte Drogenrausch eines waren Godzilla-Fans. So taucht an einer Stelle vor Miki ein gold-schimmernder Schmetterling auf, der sich sofort als Zusammenschluss von vier kleinen, geflügelten, humanoiden Wesen entpuppt, welche die Telepathin vor der Gefahr aus dem Weltall warnen. Solche absurden visuellen Visionen werden nur noch durch die Erklärung getoppt, wie Spacegodzilla entstanden ist. Eine Wissenschaftlerin erläutert, dass ins All gelangte Godzilla-Zellen von einem schwarzen Loch aufgesaugt und aus einem weißen Loch wieder ausgestoßen wurden. So entstand im Verbund mit der Kristallenergie der Sterne die ungewöhnliche Mutation. Wie sollte es auch anders sein? Ziemlich dumm von uns nicht selbst darauf gekommen zu sein. Zusammen ergeben die Elemente einen spaßigen Godzilla-Film, der nicht enttäuscht.

BILD

Godzilla vs. Spacegodzilla

Weitgehend liefert die Marketing-DVD ein akzeptables Bild. Die Farben erstrahlen in stimmungsvollen Tönen. Die Schärfe lässt zwar ein bisschen zu wünschen übrig kommt aber noch in einen brauchbaren Bereich. Die Vorlagen sind bis auf einige wenige Bildpunkte in Ordnung. Problematisch bei den DVDs ist die Kompression. Über weite Strecken ist das Bild – vor allem in den Hintergründen - von einer ständigen Unruhe geprägt. Teilweise kommt es sogar zu deutlich sichtbaren Wacklern. Außerdem hat die DVD mit der Konturdarstellung zu kämpfen, so dass immer wieder Flimmern zu sehen ist. Während das in den Action-Sequenzen nicht auffällt, wirkt es sich auf die ruhigeren Szenen störend aus.

TON

Godzilla vs. Spacegodzilla

Die drei Tonformate auf der DVDs sind jeweils rauschfrei und gut verständlich. Während die zwei 2.0-Spuren in den Dialogen ohne große Patzer und in der Musikwiedergabe solide rüberkommen, ist der 5.1-Upmix deutlich voller geraten. Auch besitzt er eine bessere Raumwirkung sowie eine größere Dynamik, welche sich vor allem in den dramatischeren Szenen positiv auswirkt. Sehr bedauerlich ist, dass der japanische Originalton nicht enthalten ist. Dazu teilte Marketing-Film mit, das die Firma Toho aus Angst vor Re-Importen nach Japan nicht bereit war, den japanischen Ton zu lizenzieren. Ein bedauerlicher Patzer, der aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Wesentlich erstaunlicher ist, dass die eigentlich festeingestellten deutschen Untertitel beim englischen Ton auf allen der DVD bei einigen älteren Playern (z.B. Panasonic A-150) überhaupt nicht gelesen werden. Da hat man dann noch einmal Glück gehabt.

EXTRAS

Das Zusatzmaterial von “Godzilla vs. Spacegodzilla” weist immerhin fünf wirklich hübsche japanische Kurztrailer zum Film auf. Ansonsten gibt es noch diverse Vorspänne, die demonstrieren sollen wie sehr sich Marketing bei der qualitativen Bearbeitung der Vorlage Mühe gegeben hat, darüber hinaus aber überflüssig sind. Der original japanische Abspann ist insofern ganz nett als der Film sonst überhaupt keinen Abspann besitzt. Das alternative Ende entpuppt sich lediglich als englischsprachiger Abspann. Sonstige Änderungen gibt es nicht. Daneben gibt es noch eine Slideshow und die Fortsetzung des informativen Textes “Die Geschichte des Monsters”.

FAZIT

Mit einem guten Ton und einem Bild, das sich knapp im befriedigenden Bereich behauptet, kann man als echter Godzilla-Fan, ohne Anspruch auf Original-Ton durchaus zugreifen. Allerdings hätte man sich hier etwas mehr Bonus-Material gewünscht. “Godzilla vs. Spacegodzilla” besitzt da aber trotzdem noch eine gewisse Vielfalt.



Stefan Dabrock


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