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Godzilla vs. Destoroyah   

Godzilla vs. Destoroyah
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Original: Gojira tai Destroyah   (Japan, 1995)
Laufzeit: 103 Minuten (PAL)
Studio: Marketing
Regie: Takao Okawara
Darsteller: Tatsumi Takuro, Megumi Odaka, Akira Nakao, u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch DS Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Entstehung des Monsters 3, Trailer u.m.
Preis: ca. 20 Euro
Wertung: 3-/ 2-/ 3- (Bild/Ton/Extras)


"Monster Meisterstück"

Mit seiner 3-DVD-Godzilla-Box (“Godzilla vs. Mechagodzilla II”, “Godzilla vs. Spacegodzilla”, “Godzilla vs. Destroyah”) schließt das Label Marketing Film eine erste Lücke um die Abenteuer des sympathischen Riesenmonsters, indem es noch nie in Deutschland veröffentlichte Werke herausbringt. Das Meisterstück der drei Filme aber ist “Godzilla vs. Destroyah” aus dem Jahre 1995. Hier erscheint gleich zu Beginn ein kranker Godzilla in Hong Kong. Er glüht am ganzen Körper und qualmt wie ein brennendes Haus. Schnell haben die Menschen eine Erklärung dafür gefunden. Godzilla hat inzwischen anstelle eines Herzens eine Art Atomreaktor, der kurz vor der Kernschmelze steht. Derartig unter Druck geraten wütet er aufs fröhlichste in China. Gleichzeitig laufen durch Tokio andere Mutationen, deren Aufgabe es zu sein scheint, Menschen zu töten. Nachdem das Militär immer mehr dieser unangenehmen Plagegeister in die ewigen Jagdgründe verfrachtet hat, taucht der Ursprung der gemeinen Monster auf. Destroyah ist eine riesige Mutation, die beim ersten Einsatz gegen Godzilla durch eine Verbindung freigesetzter Enzyme mit Bakterien entstand. Fast 45 Jahre hat das Biest auf dem Meeresgrund zugebracht um jetzt aufzutauchen. Warum, wissen wir nicht. Godzillas Sohn versucht sich an einem Kampf gegen Destroyah, muss aber feststellen, das ein Wille nicht gleichzeitig einen Weg ebnet. Aber zum Glück gibt es noch seinen Vater, der zwar mächtig angeschlagen ist, aber ebenso wütend auf Destroyah los geht. Von den drei Filme ist dieser sicherlich der berührendste. Godzilla leidet und er tut das mit Würde. Über den ganzen Film hinweg hofft man, das es irgendeine Lösung für den tapferen Giganten geben wird. Neben den spektakulären Tricks und der temporeichen Inszenierung weist der Film mit Destroyah eines der wirkungsvollsten Monster der Serie auf. Die ganze Energie und Zerstörung der Godzilla-Filme bindet “Godzilla vs. Destroyah” zu einem persönlichen Epos eines verzweifelten Überlebenskampfes zusammen. Und wieder spielt die nukleare Kraft eine entscheidende Rolle, schließt den Kreis zum Anfang der Serie. Leben und Tod scheinen aus der selben Kraft gespeist. Godzilla wird nicht nur technisch reifer und spektakulärer sondern auch noch philosophisch. Darin liegt die Kraft von “Godzilla vs. Destroyah”, ein Hochgenuss.

BILD

Godzilla vs. Destoroyah

Weitgehend liefert die Marketing-DVD ein akzeptables Bild. Die Farben erstrahlen in stimmungsvollen Tönen. Die Schärfe lässt zwar ein bisschen zu wünschen übrig kommt aber noch in einen brauchbaren Bereich. Die Vorlagen sind bis auf einige wenige Bildpunkte in Ordnung. Problematisch bei den DVDs ist die Kompression. Über weite Strecken ist das Bild – vor allem in den Hintergründen - von einer ständigen Unruhe geprägt. Teilweise kommt es sogar zu deutlich sichtbaren Wacklern. Außerdem hat die DVD mit der Konturdarstellung zu kämpfen, so dass immer wieder Flimmern zu sehen ist. Während das in den Action-Sequenzen nicht auffällt, wirkt es sich auf die ruhigeren Szenen störend aus.

TON

Godzilla vs. Destoroyah

Die drei Tonformate auf der DVDs sind jeweils rauschfrei und gut verständlich. Während die zwei 2.0-Spuren in den Dialogen ohne große Patzer und in der Musikwiedergabe solide rüberkommen, ist der 5.1-Upmix deutlich voller geraten. Auch besitzt er eine bessere Raumwirkung sowie eine größere Dynamik, welche sich vor allem in den dramatischeren Szenen positiv auswirkt. Sehr bedauerlich ist, dass der japanische Originalton nicht enthalten ist. Dazu teilte Marketing-Film mit, das die Firma Toho aus Angst vor Re-Importen nach Japan nicht bereit war, den japanischen Ton zu lizenzieren. Ein bedauerlicher Patzer, der aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Wesentlich erstaunlicher ist, dass die eigentlich festeingestellten deutschen Untertitel beim englischen Ton auf allen der DVD bei einigen älteren Playern (z.B. Panasonic A-150) überhaupt nicht gelesen werden. Da hat man dann noch einmal Glück gehabt.

EXTRAS

Die dritte DVD “Godzilla vs. Destroyah” kann nur noch mit sehr wenig Bonus-Material aufwarten. Es gibt einen Trailer, eine Slideshow, die letzte Fortsetzung des Textes “Die Geschichte des Monsters”, Trailer zu den anderen beiden Godzilla-Filmen der Box und ein alternatives Ende, das sich genau wie bei “Godzilla vs. Spacegodzilla” als Mogelpackung entpuppt, das es sich dabei nur um den internationalen Abspann handelt.

FAZIT

Mit einem guten Ton und einem Bild, das sich knapp im befriedigenden Bereich behauptet, kann man als echter Godzilla-Fan, ohne Anspruch auf Original-Ton durchaus zugreifen. Allerdings hätte man sich hier etwas mehr Bonus-Material gewünscht.



Stefan Dabrock


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