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Futurama - Leela und die Enzyklopoden   

Futurama - Leela und die Enzyklopoden
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Original: Futurama   (USA, 2008)
Laufzeit: 87 Minuten (PAL)
Studio: Twentieth Century Fox
Regie: Peter Avanzino
Darsteller: Billy West, Katey Sagal, John Di Maggio, Tress MacNeille u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Kommentar, Making of, Deleted Scenes u.v.m.
Preis: ca. 15 €
Wertung: 1-/ 1 / 2+ (Bild/Ton/Extras)


"Galaktisches Minigolf"

Für das vierte und vorerst(!) letzte Abenteuer der Planet Express Crew hat sich das "Futurama"-Team wieder ein wenig zurückgenommen und auf weniger psychedelischen Hokuspokus gesetzt. Besonders nach dem visionären Chaos von "Bender's Game" macht sich die wenigstens etwas geradlinigere Story etwas besser. Dennoch scheinen Groening und Co. langsam die guten Ideen auszugehen, obwohl man sich immer noch nicht für jeden kruden Gag zu schade ist.
Auf dem Mars haben die reichen Eltern von Amy Wong die Spielhölle "Mars Vegas" plattgemacht, um eine neue Luxus-Unterhaltungsstadt namens "New Vegas" aufzuziehen. Weil Fry sich bei den Bauarbeiten verletzt, bekommt die gesamte Crew erstmal freien Eintritt. Während Bender sich wieder einmal mit der Robotermafia anlegt und Fry, der nach seinem Unfall Gedanken lesen kann, bei einem großen Pokerturnier anmeldet, erfahren Amy und Leela von den weiteren Ausbauplänen von Papa Wong. Der möchte einen intergalaktischen Minigolf-Kurs erschaffen, für den erstmal eine Handvoll Planeten samt seltenen Ökosystemen ausgelöscht werden müssen.
Das schmeckt den aufgebrachten Damen gar nicht. Prompt gründen sie eine weibliche Untergrund-Organisation und führen Krieg gegen das Wong-Imperium. Fry muss derweil feststellen, dass bei diesem Kampf noch weit mehr auf dem Spiel steht, als ein paar seltene Spezies. Muss er wieder einmal alleine das gesamte Universum retten?
"Leela und die Enzyklopoden" ist ein würdiger wenngleich nicht glorreicher Abschluss für die vier "Futurama"-Filme. Die Gags fallen hier wesentlich episodenhafter aus und der dramatische Zusammenhalt geht dem Film über seine eigentlich nicht zu lange Laufzeit ein wenig flöten. Dennoch hält der Film insgesamt bei Laune und kann immer wieder mal einen hysterischen Lachanfall provozieren. Standesgemäß endet der finale(?) Film mit einem Cliffhanger, der auf weitere anarchische Abenteuer am anderen ende des Universums hoffen lässt.

BILD

Futurama - Leela und die Enzyklopoden

Wieder wird “Futurama” im 16:9-Format präsentiert, das die Macher eigentlich schon gern für die Serie gehabt hätten. Die 1.78:1 Bild-Ratio gibt der Science Ficition Welt tatsächlich noch mehr Raum, um visuelle Gags und Details besser anzubringen. Die Vorlage für den Transfer ist natürlich absolut fehlerfrei und liefert ein kräftiger wie knackscharfes Bild. Die Farben sind sehr durchschlagend und zeigen wirklich ein knallbuntes Universum. Der Schwarzlevel ist ebenfalls sehr tief und unterstützt den gesamten Comic-Look sehr gut. Auch die Kompression kann diesmal bei der starken Vorlage mithalten. Dies gelingt aber nicht immer. Insgesamt ein sehr guter Transfer.

TON

Futurama - Leela und die Enzyklopoden

Der deutsche und englische DD5.1 Track kann schon fast als Referenztrack für die eigene Heimkinoanlage genutzt werden. Dynamisch wird hier der gesamte Soundbereich bedient. Während die Dialoge sicher im Centerkanal sitzen, wird die Welt von “Futurama” in den Surroundkanälen lebendig. Selbst kleinere Soundeffekte lassen sich gut orten. Die Musik ist ebenfalls über die gesamte Soundstage verteilt und fügt sich homogen in die restliche Klangkulisse ein. Störende Überlappungen konnten nicht festgestellt werden. Sehr gut.

EXTRAS

Wahrlich vollgepackt mit Extras bleiben für “Futurama”-Fans hier keine Wünsche offen. Der Audiokommentar mit Matt Groening und seinen Kohorten (u.a. natürlich Regisseur John Avanzino und Voice-Actor John DiMaggio AKA Bender Rodriguez) ist wieder im üblichen Blödel-Modus angelangt, aber liefert trotzdem noch ein paar schöne Hinweise auf Insiderjokes und Gastauftritte. Wer die Tracks von den TV-Episoden auf DVD kennt, weiß was davon zu erwarten ist. Futurama-Fans werden sicher ihren Spaß haben. Für den normalen Zuschauer bringt der Track eher wenig.
Bei "Hinter den Kulissen" handelt es sich um ein drolliges Fake-"Making of", bei dem Schauspielerin Lauren Tom als alleinige Schöpferin von "Futurama" präsentiert und bei allen Arbeitsschritten gezeigt wird.
Bei den "Überbleibseln aus dem Schneideraum" handelt es sich um fünf geschnittene Szenen (zusammen ca. 3 Min), die teilweise sogar komplett animiert sind. Hier lassen sich noch ein zwei zusätzliche Gags finden, ohne die der Film aber ganz gut auskommt.
Knapp 23 Minuten an "animierten Storyboards" konnen komplett mit dem englischen Voice-Over angeschaut werden.
Im "Zeichenkurs" werden in elf Minuten u.a. der Professor, Fry, Nibbler und die Hypnokröte von den Illustratoren der Serie vorgezeichnet.
Hinter "Matt Groening in der Schwerelosigkeit" verbirgt sich ein fünfminutiges Video, in dem Matt Groening und Sohn an einem kommerziellen Parabol-Flug teilnehmen, bei dem Schwerelosigkeit simuliert wird. Groening erzählt dabei selbst begeistert von der erstaunlichen Erfahrung.
Als Sahnehäubchen sind auch noch zwei kurze witzige Spots mit "Bender im Kino" und "Zap Brannigan" sowie ein kommentierter Clip zu den 3-D-Modelle aus dem Film zu bewundern.

FAZIT

Mit dem nun vierten "Futurama"-Film ist die "aktuelle" Staffel erstmal durch. Ob es weitere "Futurama"-Filme geben wird, muss nun erstmal wieder abwarten. HIngen die ersten beiden Filme noch lose zusammen, ist auch der vierte Teil eher eine etwas episodenhaftere Gag-Ansammlung, die sich auf der Gesamtlänge etwas verzettelt. Dem anarchistischen Weltraumspaß tut dies allerdings keinen Abbruch. Die Scheibe von Fox bietet dazu wieder hervorragende Qualität und zahlreiche bunte Extras. Empfohlen.



Kay Pinno


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