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Jagd zum magischen Berg, Die   

Jagd zum magischen Berg, Die
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Original: Race to Witch Mountain   (USA, 2009)
Laufzeit: ca. 98 min
Studio: Walt Disney Home Entertainment
Regie: Andy Fickman
Darsteller: Dwayne Johnson, Ciarán Hinds, Annasophia Robb, Alexander Ludwig, Carla Gugino
Format: 2,40:1 (16:9)
Ton: DD 5.1 Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Kroatisch, Italienisch, Slowenisch, Serbisch
Extras: Zusätzliche Szenen, Pannen vom Dreh
Preis: ca. 19 Euro
Wertung: 2-/ 2 / 3 (Bild/Ton/Extras)


"Überraschend unterhaltsam..."

Taxifahrer Jack Bruno hat einen wirklich miesen Tag. Erst bekommt er Ärger mit zwei Gangstern, die ihn, einen ehemaligen Fluchtfahrer, für einen Deal anheuern wollen. Bruno mag nicht gerade ein Feingeist sein und die Art und Weise, wie er mit den beiden Gangstern umgeht, zeugt nicht gerade von einer ausgeprägten pazifistischen Ader, aber immerhin: Jack ist ein ehrlicher Kerl geworden, der sein Geld auf ehrliche Weise verdienen will.

Und dann, am gleichen Tag, sitzen plötzlich zwei Teenager in seinem Wagen. Die beiden bezahlen ihm einen Haufen Geld, damit er sie an einen Gott verlassenen Ort in der nahen Wüste chauffiert. Eigentlich ein leichter Job, denn die Teens bezahlen brav die Fahrt, geben ein großzügiges Trinkgeld obendrauf, also könnte Jack eigentlich mit dem weiteren Verlauf dieses Tages noch irgendwie zufrieden sein. Doch was zum Henker machen eigentlich zwei weiße Mittelstandsteens (mir anständigen Manieren) mitten in der Nacht an einem Ort wie diesem? Diese Frage lässt Jack keine Ruhe. Also folgt er den beiden - und muss sie im nächsten Moment vor einem finsteren außeridischen Kopfgeldjäger retten.
Die Teens, erfährt Jack, sind Außerirdische, die auf der Erde, mit heimlich hier angebauten außerirdischen Pflanzen, die Zukunft ihres vergifteten Planeten retten wollen. Gegen den Rat ihrer eigenen Militärs, die eher eine Invasion der Erde bevorzugen würden.

Wie gesagt: Jack Bruno hat einen wirklich miesen Tag...

Kaum zu glauben, aber der am Reißbrett entstandene, absolut familientaugliche Abenteuertrip macht trotz seiner Vorhersehbarkeit richtig Spaß. "Die Jagd zum magischen Berg" ist eine Neuverfilmung des TV-Filmes "Flucht zum Hexenberg", der auf dem Roman "Escape to Witch Mountain" von Alexander Key basiert. Dabei wurde nicht gekleckert, es wurde ordentlich geklotzt. Die Effekte können sich sehen lassen, Tempo, Schnitt, Action sind allesamt auf Top-Niveau, aber getragen wird der Film ganz und gar von Dwayne Johnson. Der einst als "The Rock" bekannte Muskelmann findet für seine Rolle genau die richtige Mischung aus Selbstironie und gebotenen Ernst, um den gehetzten Taxifahrer darzustellt, der zunächst glaubt, seine kriminelle Vergangenheit mache ihm zu schaffen, nur um dann festzustellen, dass es auch nicht viel leichter ist die ganze Welt retten zu müssen.

Während AnnaSophia Robb und Alexander Ludwig in den Rollen der außerirdischen Teenager etwas blass bleiben (aber immerhin ganz sympathisch rüberkommen), sind die weiteren Nebenrollen hervorragend besetzt. Der Ire Ciarán Hinds gibt den finsteren amtlichen Außerirdischenjägen der US-Regierung, Carla Gugino überzeugt als um Rationalität bemühte Ufo-Forscherin, Komödienregisseur Garry Marshall ("Pretty Woman") gibt in einer witzigen Nebenrolle den Guru aller Ufo-Gläubigen. Dass ein Ufo-Kongress ganz zufällig eine wichtige Rolle im Rahmen der Handlung spielt, sei dabei nur als Fußnote erwähnt.

BILD

Jagd zum magischen Berg, Die

Der Bildtransfer kann sich an sich sehen lassen, allerdings wirken die Nachtszenen alles in allem etwas zu dunkel. Es ist ein Problem vieler SciFi-Filme der letzten Jahre, dass die Regisseure dazu neigen, die Nachtsequenzen möglichst dunkel zu belassen, um sich in dieser Dunkelheit auf das Wesentliche zu konzentieren, den jeweils gebotenen Effekt, die Aktion, das Geschehen in dieser Dunkelheit besonders hervorzuheben. Und wer einen entsprechenden TV-Bildschirm besitzt, der mit diesen Farbspielereien problemlos zurecht kommt (also nicht unbedingt einen vom Discounter, sondern einen teuren vom Fachhändler), wird sich nicht beklagen können und bekommt ein sagenhaftes Bild geboten. Wer allerdings noch in die Röhre schaut (und ja, die Röhre ist noch immer weitaus verbreiteter als manch ein DVD-Hersteller glauben mag), bekommt bei den Nachtszenen arge Probleme. Das ist nicht schön, vor allem, da die Effekte wirklich toll aussehen.

TON

Jagd zum magischen Berg, Die

Da fliegt dem Zuschauer ordentlich was um die Ohren. Es kracht und knirscht, die Dialoge sind gut abgemischt und gehen im Wumms der Action nicht verloren. Tatsächlich ist der deutsche Ton, das muss man mal lobend erwähnen, besser und ausgeglichener abgemischt als das Original. Allerdings: Die zum Test vorliegende DVD machte auf dem ersten benutzten DVD-Player, einem kostengünstigen Rekorder aus dem Hause Medion, überraschende Tonsprünge. Insgesamt viermal fiel der Ton am Beginn neuer Kapitel aus. Auch beim wiederholten Testen stellte sich keine Besserung ein. Bei einem dritten Test mit einem DVD-Player der Marke Toshiba waren die Tonaussetzer veschwunden.

Ebenfalls seltsam: Beim Medion-Gerät war es nicht möglich, vom deutschen Menü zum Film zu gelangen. Das Gerät stürzte förmlich ab. Erst der Umweg übers englische Menü verlief reibungslos. Auch hier wurde die DVD im Anschluss mit dem Toshiba-Gerät getestet: Keine Probleme.

Es ist anzunehmen, dass das Problem am Gerät und nicht an der Scheibe lag, denn aus Kollegenkreisen wurden bislang keine Fehlermeldungen kolportiert. Dennoch soll er hier nicht unerwäht bleiben, auch wenn der fehlerhafte Test auf die Benotung keine Auswirkungen hat, sondern allein das "Toshiba"-Ergebnis der Note zugrunde liegt.

EXTRAS

Es gibt eine ganze Reihe von sehr ausführlich kommentierten Zusatzszenen. Dazu kommen die Pannen vom Dreh. Das alles ist äußerst gefällig und unterhaltsam aufbereitet, man kann sich die Extras gönnen, man muss es aber nicht...

FAZIT

Ein rasantes Actionvergnügen für die ganze Familie (ab 12 Jahren). Ganz ehrlich: Wer hätte das gedacht?



Christian Lukas


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