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Triangle   (BLU-RAY)

Triangle
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Original: Triangle   (GB / Australien, 2009)
Laufzeit: 99 Min. (1080p)
Studio: Ascot Elite
Regie: Christopher Smith
Darsteller: Melissa George, Michael Dorman, Rachel Carpani, Henry Nixon u.a.
Format: 2.35:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS-HD MA 5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Making of, Interviews, Trailer
Preis: ca. 15 €
Wertung: 2-/ 2 / 3 (Bild/Ton/Extras)


"Wiederholungen funktionieren..."

Eine Bootsfahrt, die ist lustig - oder eben auch nicht. Für Jess (Melissa George) scheint der Boots-Trip mit ihren Freunden schon von Anfang an nicht unter einem guten Stern zu stehen. Verstört, abwesend und teilnahmslos begleitet sie das oberflächliche Treiben an Deck. Doch am Horizont braut sich schon ein Sturm zusammen - und das wortwörtlich. Innerhalb von Sekunden befindet sich die Partygesellschaft in einem ausgewachsenen Unwetter, das aus den Feiernden ganz schnell Schiffbrüchige macht. Bevor sich die schier ausweglose Situation auf hoher See noch weiter zuspitzt, scheint aber Rettung zu nahen: wie aus dem Nichts taucht ein Ozeandampfer auf, der direkt auf die havarierten Ausflügler zuhält. Doch an Bord scheint keine Menschenseele zu sein.
Regisseur Christopher Smith hat bereits mit seinen beiden Vorgängerfilmen "Creep" und "Severance" bewiesen, dass er trotz dramaturgischer Schlaglöcher atmosphärisches Genrekino mit einer kruden Art schwarzen Humors verbinden kann. Mit "Triangle" setzt er sich aber deutlich stärker von diesen Wurzeln ab, um sich einem größtenteils wohl ausgedachten Gedankenspiel zu widmen, dass (mit Absicht?) immer weiter aus dem Ruder läuft. "Triangle" braucht dafür auch ein bisschen länger, um richtig Fahrt aufzunehmen. Doch sobald die Schiffbrüchigen auf das Geisterschiff stoßen, beginnt die Uhr in eine ganz andere Richtung zu ticken. In bester "Twilight Zone"- und "Outer Limits"-Tradition werden die Wahrnehmungsebenen der Protagonisten und des Zuschauers auf den Kopf gestellt. Schade bleibt nur, dass sich Smith zu stark auf seine Hauptfigur konzentriert und die restlichen Figuren eher stiefmütterlich über die Klinge springen lässt. Dafür liefert der Film aber ein knackig unkorrektes Finale, an dem nicht nur Hobby-Psychologen ihre wahre Freude haben sollten. Auch wenn bei genauerer Betrachtung der Plotdetails das "Triangle" nicht ganz rund wird, darf man Christopher Smith gratulieren. Diese teuflische Seefahrt setzt nicht nur die Nerven sondern auch die grauen Zellen unter Spannung.

BILD

Triangle

Der anamorphe HD-Transfer (2.35:1) basiert auf einer guten Vorlage, die allerdings die moderne HD-Kameraherkunft nicht ganz verleugnen kann. Der etwas glattere Look, sowie die sporadisch auftauchenden leichten Rauschmuster geben Zeugnis von der digitalen Herkunft der Bilder. Abgesehen von diesen Mankos bleibt der Transfer aber in solidem Fahrwasser. Schärfe und Kontrast sind gut, aber könnten in den dunkleren Bereichen, besonders in den dunklen Räumen des Ozeandampfers, noch besser sein. Die Farben sind natürlich gehalten und haben hier nicht die HD-typische Angewohnheit, überbetont kräftig zu wirken. Der Schwarzlevel ist tief und ausreichend detailreich. Bildelemente werden nicht verschluckt. Die Kompression arbeitet sauber. Mit kleineren Abstrichen hat "Triangle" einen guten Transfer.

TON

Triangle

Der DTS-HD-MA 5.1 Track entfaltet seine vollen Künste tatsächlich erst beim verwirrenden Katz- und Mausspiel auf dem Geisterschiff. Hier werden auch subtile direktionale Effekte voll ausgenutzt. Der Soundtrack schmiegt sich dabei seicht in den Hintergrund, ohne die Klangkulisse dominieren zu wollen. Die Dialoge sitzen sicher und immer gut verständlich im Centerkanal. Auch ohne bombastische Effekthascherei kann der Track mit seinen gezielten Einsätzen überzeugen. Gut.

EXTRAS

Die Extras auf der Scheibe fallen ziemlich standardmäßig aus. Das solide "Making of" (ca. 20 Min.) hält einige schöne Interview-Schnipsel parat, in denen auch Regisseur Smith von der initialen Idee bis zur eigentlichen Produktion über die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der verschachtelten Geschichte plaudert. Separat können die Interviews auch einzeln angeschaut werden. Zusätzlich ist auch weiteres unkommentiertes Behind-the-Scenes Material vom Dreh vorhanden.
Auch ein Trailer zum Film ist noch vorhanden.

FAZIT

Regisseur Christopher Smith liefert wieder einen interessanten, aber letzlich doch zu löchrigen Genre-Beitrag ab. Dennoch können die Plotwendungen genug erstaunen und das Finale nimmt sicherlich nicht den leichten Weg. "Triangle" ist eine höchst willkommene Abwechslung, die an die besseren Zeiten von "Twilight Zone" und "Outer Limits" erinnert. Technisch geht die Blu-Ray in Ordnung, wenngleich sich die Extras auf Standard-Niveau bewegen. Eine kleine Entdeckung für einen düsteren Nachmittag.



Kay Pinno


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