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Bad Company   

Bad Company
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Original: Bad Company   (USA, 2002)
Laufzeit: 111 Minuten (PAL)
Studio: Buena Vista
Regie: Joel Schumacher
Darsteller: Anthony Hopkins, Chris Rock, Peter Stormare, Gabriel Macht, u.v.a.
Format: 2.35:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Making of, Trailer
Preis: Verleihversion
Wertung: 1+ / 2+ / 4+ (Bild/Ton/Extras)


"Steig in den Wagen, Wichser!"

Das der Filmtitel “Bad Company” nicht gerade unter einem guten Stern steht haben seit 1925 acht Filme bewiesen ( fünf davon seit 1980!). Das auch der neuste Eintrag in dieser Reihe unter der Regie von Joel Schumacher nicht unter einem guten Stern steht, konnte nicht mal die Anwesenheit von Hopkins oder des geniale Lieblingsnebendarsteller für fiese Russen, Peter Stormare, verhindern. Den Abriss veranstaltet trotz größter Zurückhaltung Chris Rock. Die nervige Sabbelschnute, die wie ein missglückter Klonversuch von Eddie Murphy (dem er in “Beverly Hills Cop 2” schon die agenschlüssel vor der Playboy Villa abnehmen durfte!) wirkt, bleibt trotz gedrosselter Aktivität der Dorn im Sitzfleisch des Publikums. Als Jake Hayes (Rock) Zwillingsbruder bei einer geheimen CIA-Operation ums Leben kommt, rekrutiert sein Vorgesetzter Oakes (Hopkins) Hayes als Ersatzmann. Der Straßenjunge und Ticketpuscher muss jedoch erstmal auf den noblen toten Bruder eingestiehlt werden und durchläuft ein stressiges Trainingsprogramm. Schließlich soll er von dem paranoiden Russenmafiaboss Adrik Vas (Peter Stormare wie immer lustig!) in Prag eine nukleare Kofferbombe kaufen. Doch auch der Terroristenführer Dragan Adjanic (Matthew Marsh) ist scharf auf die portable Atombombe. Die Jagd beginnt. So richtig will das Duo Hopkins/Rock nicht warm werden. Während Sir Anthony tapfer den toughen Greis mimt darf Rock nervig vom Leisten ziehen, dass sich die Balken biegen. Selbst kleine dramatische Einlagen wirken bei Rock eher lächerlich komisch. Trotz der inhaltlichen Nullnummer wird noch ein akzeptables Minimum an Unterhaltung geboten auch wenn die Spannung dem Geschehen reichlich fern bleibt.

BILD

Bad Company

Buena Vista hat sich mit seinem neuen Titel in die vollen gelegt. Das anamorphe Widescreenbild (2.35:1) dürfte fast als perfekt bezeichnet werden. Die Vorlage ist völlig fehlerfrei und kristallklar. Ein Bildrauschen ist nicht vorhanden. Die Farben bieten selbst bei den unterschiedlichen Filteraufnahmen eine saubere Luminanz. Der Schwarzlevel ist hervorragend tief ohne dabei zu sehr abzudunkeln. Alle Details bleiben erkennbar. Kontrast und Schärfe bieten ein harmonisches Miteinander, das selbst die kleinsten Falten in Sir Anthony Hopkins Gesicht lebendig macht. Die Kompression ist ebenfalls fehlerfrei und sorgt für einen stabilen Filmgenuss. Wow.

TON

Bad Company

Die Erwartungen an den Sound eines Actionblockbuster aus dem Hause Bruckheimer sind entsprechend hoch. Dafür bietet “Bad Company” allerdings erstaunlich wenig Vorlagen für extravagante Effektemätzchen. Die Musik von Trevor Rabin rappelt laut aus allen Kanälen während sich viele Sounds eher in die Frontstage zurückziehen. Dafür ist auch die erstaunliche Dialoglastigkeit des Films verantwortlich. Sobald die Ballerei losgeht wird die Soundstage fleißig geöffnet und es hagelt Einschüsse links und rechts. Die Abmischung zwischen den verschiedenen Bereichen geht eindeutig zugunsten der Musik. Trotzdem bleiben alle Dialoge gut verständlich. Eine ordentliche Leistung, die aber im Soundfeld etwas dynamischer und offener hätte ausfallen können.

EXTRAS

Die Extras der Verleihversion beschränken sich nur auf einen Trailer und das Promo-Making-of “Bad Company Insider-Einblicke”. Obwohl es sich hierbei um eine 12-minütige EPK-Geschichte handelt, lohnt sich das ‘reinschauen. Die Interviews mit den schauspielern sind erfrischend widersprüchlich und zeigen deutlich die unterschiedliche herangehensweise an dieses Projekt und an die lieben Kollegen. Deutlich besser als der übliche Trash. Behind the Scenes Aufnahmen gibt es aber nur wenige.

Achtung: Erst die Verkaufsversion im März wird das volle Programm an Zusatzmaterial enthalten.

FAZIT

Auch wenn “Bad Company” sicherlich nur ein wirklich belangloses Actionspektakel ohne große Spannungsmomente darstellt, zeigt sich die DVD technisch von ihrer besten Seite. Zum Antesten am besten Ausleihen.



Kay Pinno


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