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Basil, der große Mäuse Detektiv   

Basil, der große Mäuse Detektiv
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Original: The Great Mouse Detective   (USA, 1986)
Laufzeit: 71 Minuten (PAL)
Studio: Buena Vista
Regie: Roy Clements & Burny Mattinson
Darsteller: Vincent Price, Barrie Ingham, Val Bettin, Susanne Pollatschek, u.v.a.
Format: 1.66:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Englisch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch u.m.
Extras: Making of, Kurzfilme
Preis: ca. 25 €
Wertung: 1- / 2+ / 3- (Bild/Ton/Extras)


"Lösen sie die Falle jetzt aus!"

Eben noch im Phlegma seines Selbstmitleids gefangen, besinnt sich Mäusedetektiv Basil auf sein phänomenales Wissen. In letzter Sekunde rettet er sich und Dr. Dawson aus der gefährlichen Umklammerung einer Mäusefalle, die ihnen Basils Erzfeind Dr. Rattenzahn (Vincent Price) gestellt hat. Auf der Suche nach dem entführten Vater der kleinen Olivia geraten die abenteuerlustigen Mäuse immer tiefer in den Sumpf einer Verschwörung, die den Sturz des englischen Mäuse-Empires zum Ziel hat. Mit noch im klassischen Disney-Stil gehaltenen Zeichnungen entspinnt sich hier eine wunderbare Sherlock Holmes Adaption für Mäusefreunde. In der Stimmenrolle für den bösen Rattenzahn brilliert wenigstens im Originalton Schauspielerlegende Vincent Price. Spannend, unheimlich und mit der richtigen Portion Humor ist “Basil” einer der richtig großen Würfe aus dem Haus der Maus. Für Kinder und Erwachsene ist der Film wirklich gleichermaßen unterhaltsam. Musical-Gesang gibt es passenderweise nur an einer einzigen Stelle im Film, die auch wirklich Sinn macht. Der selbstverliebte Rattenzahn inszeniert sich vor seinem Mäusegefolge selbst als großes Verbrecher-Genie: “Oh Rattenzahn”. Zudem beginnt mit “Basil” bei Disney das Computerzeitalter. Das erstaunliche Finale im Uhrwerk von Big Ben als auch eine Mikroskop-Aufnahme von zwei Geschossen stammen aus dem Computer. Leider (oder zum Glück?) gab es nie eine Fortsetzung oder TV-Serie zu dem erstaunlichen “Basil”.

BILD

Basil, der große Mäuse Detektiv

Das Bild ist wie bei einem Disney Animationstitel von allererster Güte. Komplett aufgeräumt und frei Dreckspuren (außer in der Credit Sequenz am Anfang) zeigt sich “Basil” von seiner besten Seite. Wiedermal wirken die Figuren wie direkt auf den Fernseher gepinselt. Die Farben wirken frisch aber nicht unnatürlich überbetont, da die Farbpalette des Films auch eher auf neblig dunkle Nuancen setzt. Der Schwarzlevel ist außerordentlich gut gelungen und sorgt mit dem richtigen Kontrast für detailreiche Bilder auch in der düsteren Kanalisation von Rattenzahn. Die Kompression ist sehr gut und verhindert hässliche Artefakte und Ruckelbilder. Abgesehen von einem seichten Bildrauschen bei der Titelsequenz bleiben Rauschmuster dem Transfer fern. Wieder einmal sehr gut.

TON

Basil, der große Mäuse Detektiv

Nur als neue Dolby Digital 5.1 Upmixe kommen der deutsche und englische Ton auf der Scheibe zum tragen. Die neue Abmischung kann sich wirklich hören lassen. Atmosphärisch grollen Blitz, Donner und Regen in den Surroundkanälen während der starke Score von Henry Mancini durchgängig alle Passagen des Films sauber untermalt. Die Dialoge sind fest im Center verankert und immer verständlich. Die gute Abmischung führt nicht zu störenden Überlappungen. Viel Effektzauberei außerhalb atmosphärischer Momente gibt es aber nicht. Trotzdem wirkt die Soundstage nicht nur auf den Frontbereich beschränkt. Der Basseinsatz des Subwoofer reduziert sich aber hauptsächlich auf die Unterstützung der Musik.

EXTRAS

Das “Making of” von “Basil” ist eine achtminütige Originaldokumentation, die zwar für PR-Zwecke produziert wurde, aber einen kurzen wie netten Einblick in die Entstehung des Projekts gibt. Neben den Animatoren und den Interviewschnipseln mit den Sprecher äußert sich vor allem Vincent Price über seine Rolle als Rattenzahn. Erstaunlich informativ. Die “Basil”-Gallerie zeigt frühe Entwurf-Sketche, die Animatoren und Sprecher bei der Arbeit. Karaoke-Fans dürfen sich bei der Mitsing-Version von “Oh Rattenzahn” probieren. Als Schmankerl gibt es auch noch zwei klassische Disney-Kurzfilme: “Der Uhrenreiniger” diente als Vorlage für das Finale von “Basil”. Hier müssen Donald, Mickey und Goofy eine Turmuhr reinigen. In “Donalds Verbrechen” beklaut die Ente seine Neffen, um die Daisy ausgehen zu können. Ein großer Fehler.

FAZIT

Weitaus weniger üppig mit Extras ausgestattet als von Disney gewohnt ist “Basil” immer noch ein qualitativer Volltreffer. So müssen Disneyfilme sein - dann klappts auch mit den Kindern. Dringenst empfohlen.



Kay Pinno


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