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Paul   

Paul
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Original: Paul   (USA, 2011)
Laufzeit: 104 Min. (PAL)
Studio: Universal
Regie: Greg Mottola
Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Seth Rogen, Bill Hader, Kristen Wig u.a.
Format: 2.35:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Englisch, Deutsch, Tr
Untertitel: Deutsch, Englisch, Tr u.a.
Extras: 3 Featurettes, Bloopers, Bildergalerie
Preis: ca. 17 €
Wertung: 2 / 2 / 3+ (Bild/Ton/Extras)


"Ein Klugscheißer von einem Alien..."

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass es in unserer schnelllebigen Zeit noch so etwas wie Konstante gibt? Konstante wie die Filme mit Simon Pegg und Nick Frost. Zugegeben: „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ erreicht weder die Vielschichtigkeit ihrer romantischen Zombiegroteske „Shaun of the Dead“, auch fehlt ihr die Subversion von „Hot Fuzz“. Das ändert nichts am vergnüglichen Filmvergnügen, das auch „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ für knapp 104 Minuten verbreitet.
Gespickt mit allerlei Filmzitaten sind Pegg und Frost Graeme Willy und Clive Collings, zwei britische (wenig erfolgreiche) Comicautoren und Ufo-Fans, die nach einem Besuch der Comic-Con in San Diego einen Trip zu den Ufo-Pilgerstätten der Vereinigten Staaten unternehmen, der Area 51 inklusive. Womit sie nur nicht rechnen: Auf ihrem Trip durchs amerikanische Hinterland treffen sie Paul. Der ist ein Außerirdischer, hat 60 Jahre in einer geheimen Militärbasis gelebt und nun, da die US-Regierung nicht mehr glaubt, dass sein Wissen für sie noch für etwas Nutze sein kann, soll er obduziert werden. Was Paul allerdings gar nicht lustig findet, weshalb er sich auf der Flucht vor der Regierung befindet.
Paul, müssen die beiden Briten schnell feststellen, entspricht allerdings überhaupt nicht dem Klischee eines Außerirdischen. Er kifft, er ist ein Klugscheißer und zeigt gerne mal seinen nackten Hintern. Außerdem war er Spielbergs Berater, als dieser „E.T.“ geschrieben hat, was allerdings eine andere Geschichte ist.
„Paul“ ist ein witziges Roadmovie, liebevoll in Szene gesetzt, ohne auf allzu viel Tiefgang zu setzen. Dass man den beiden Briten die Comicfreaks abnimmt, muss wohl kaum erwähnt werden, etwas mehr Clash of Cultures hätte dem Film möglicherweise gut getan, doch am Ende des Tages gibt es keine Suppe, in der man nicht ein Haar findet. Also: Scheibe in den DVD-Player legen und Spaß haben!

BILD

Paul

Der Ton der getesten DVD überzeugt, wobei dem Silberling auch nicht allzu viel abverlangt wird. Obschon Paul computeranimiert durchs Bild laufen mag, vergisst man doch schnell, dass er eigentlich ein Effekt ist.
Ansonsten gibt es keine großen Raumschlachten und auch sonst kein Gedöns, das von der Handlung ablenkt. Im Orginal spricht übrigens Seth Rogan den Außerirdischen, wobei dieser, ganz ehrlich gesagt, viel zu cool klingt (er klingt wie ein Komiker der 2000-er Jahre, nur Paul ist seit 60 Jahren auf der Erde). Tja, was soll man sagen: Bela B. als Pauls deutsche Stimme mag zwar nicht ganz so witzig rüber kommen wie Rogan, dafür aber klingt er im Ton irgendwie - plausibler.

TON

Paul

Das Bild ist scharf und überzeugt in seinen Schwarzwerten. Sehr schön in Bezug auf die Inszenierung ist die Tatsache, dass das Gros des Filmes am Tage spielt und aus diesem Grund viel Wert auf Kanten und andere Konturen gelegt werden musste, die Paul echt erscheinen lassen. Und was soll man sagen? Paul wirkt nie wie eine Figur aus dem Computer. Ob Schatten, ob Sonnenlicht, ob Dämmerung: Das Bild ist scharf, Paul ist scharf, der ganze Film ist scharf. Das aber wurde ja schon gesagt.

EXTRAS

Die Extras fallen nicht ganz so üppig aus wie bei früheren Frost/Pegg-Filmen, was aber daran liegen mag, dass der Regisseur des Filmes nicht Edgar Wright heißt, sondern Greg Mottola. Besagter Mottola war einst Assistent Woody Allens, Wright indes hat seine Jugend vor dem Videorekorder verbracht, was man seinen beiden Pegg/Frost-Filmen eben in vielerlei Hinsicht anmerkt – und vor allem seinen DVD-Kommentaren. Worauf Mottola dann wohl lieber verzichtet hat. So bietet die DVD Patzer, Pauls Entwicklung und ein wenig über Simon Peggs Gesichtsmimik. Nun ja. Das ist alles ganz kurzweilig inszeniert beziehungsweise mit der Kamera eingefangen worden, sodass die Extras ihren Zweck erfüllen, aber eben nicht das Niveau der britischen Pegg/Frost-Produktionen erreichen.

FAZIT

Kurzum: Paul ist eine gelungene SciFi-Komödie von Geeks für Geeks, aber eben auch fürs normale Publikum. Kurzweilig, witzig, amüsant.



Christian Lukas


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