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Beverly Hills Cop 3   

Beverly Hills Cop 3
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Original: Beverly Hills Cop 3   (USA, 1994)
Laufzeit: 100 Minuten (PAL)
Studio: Paramount
Regie: John Landis
Darsteller: Eddie Murphy, Judge Reinhold, Hector Elizondo, Theresa Randle, u.v.a.
Format: 1.78:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Englisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch,Englisch,NL,TR, u.v.a.
Extras: Interviews, Trailer
Preis: ca. 25 €
Wertung: 2 /2/ 3 (Bild/Ton/Extras)


"Das kannst du mir nicht antun, Axel!"

Ganze sieben Jahre mussten “Beverly Hills Cop”-Fans auf eine weitere Fortsetzung mit Plappercop Axel Foley warten. Dies hatte leider seinen Grund. Eddie Murphys Aufstieg zum Superstar ließ sein sowieso schon großes Ego auf zehnfache Größe anschwellen. Genau wie seine Gagenforderungen. Zudem versuchten sich zahlreiche Schreiber an verschiedenen Szenarien für das Bullentrio Foley, Rosewood und Taggert. Nach einigen herben Flops an der Kinokasse besann sich Murphy wieder auf seine Paraderolle, um ein wenig abzukassieren. Darunter leidet leider auch der Film. Geschrieben von Hollywood-Krampe Steven E. De Souza gerinnt “Beverly Hills Cop 3” unter der Regie von John Landis zu einem unausgewogenen Murks, der weder die Fans noch das restliche Publikum befriedigen kann. Der schon schwache und schlecht getimte Humor leidet zudem unter einer grauenvollen deutschen Synchronisation. Diesmal verfolgt Axel den Killer seines alten Vorgsetzten Inspector Todd (Gil Hill) in den kalifornischen Vergnügungspark Wonderworld. Diesmal nur mit der Unterstützung von Rosewood (Judge Reinold) unterwegs sorgt Axel für reichlich Action im oberflächlich friedlichen Wonderworld. Was “Beverly Hills Cop 3” wirklich schwer fällt ist die humoristische Leichtfüßigkeit seiner Vorgänger zu behalten. Scherze kommen hier schlecht platziert und sind oft einfach nicht lustig sondern lästig. Das Stand-Up Comedy-Talent von einst scheint Murphy bei dieser Produktion verloren zu haben. Auch wird hier das wunderbare Duo Taggert/Rosewood schmerzlich vermisst. Vielleicht übernimmt in “Beverly Hills Cop 4” ja Tony Scott wieder die Regie.

BILD

Beverly Hills Cop 3

Der jüngste “Beverly Hills Cop”-Streifen der Trilogie sieht natürlich auch am besten auf DVD aus. Das anamorphe 1.78:1 Bild ist kristallklar und die Vorlage ist frei von irgendwelchen Spratzern oder Dreckspuren. Die Kompression ist recht ordentlich und enthüllt dem Auge keine hässlichen Artefakte oder Pixelei. Das Schwarzlevel ist ordentlich tief, ohne das in dunklen Szenen Details verlorengehen. Die bunten Farben des Vergnügungspark bleiben konstant kräftig. Farbüberlagerungen gibt es nicht. Einziger kleiner Minuspunkt sind die oft zu starken Kontraste, die Umrisse von Personen und Gegenstände gerne mal aufdringlich schimmern lassen. Wie bei einem großen Studiofranchise nicht anders zu erwarten ist der Transfer von “Cop 3” als gelungen zu bewerten.

TON

Beverly Hills Cop 3

Sowohl die englische als auch die deutsche Tonspur liegen als Dolby Digital 5.1 Ton vor. Da “Cop 3” aus dem Jahre 1994 stammt ist dies natürlich auch kein Upmix sondern der originale Kinoton. Hier werden die Surroundkanäle in den Actionszenen ganz schön beansprucht. Ob Schüsse oder das “Alien-Attack”-Spektakel bringen die heimische Anlage ganz schön auf Trab. Mit tiefem Bass rumpeln Säulen und crashen Züge und Bus aufeinander, das es von allen Seiten her knirscht und kracht. In Sachen Musik musste “Cop 3” auch einen herben Rückschritt machen. Statt rasanten Synthie-Popthemen erklingen orchestrale Variationen des Axel F. Themas. Das ist zwar ein netter Versuch, aber passt irgendwie nicht zu “Beverly Hills Cop”. Deshalb legt der Mix auch mehr Wert auf die Trennung von gezielten Effekten und sauberen Dialogen anstatt auf eine dominante Musikuntermalung. Ordentlich.

EXTRAS

In der Extras-Abteilung hat man sich bei “Cop 3” auf einen 25- minütigen Interview-Zusammenschnitt aller Beteiligten und einen Trailer beschränkt. Auch beim dritten Teil der Serie ist die Interview-Sektion überdurchschnittlich. Keine Lobhudelei oder PR-Geplapper kommt über die Lippen von Murphy, Reinhold und Co. . Dafür erfährt der Zuschauer wie man Schauspieler bei einem Dreh um vier Uhr morgens in einem Vergnügunspark wachhält. Knapp, aber sehr gelungen.

FAZIT

Wer sich nicht für die komplette Beverly Hills Cop-Box beim Kauf entscheidet sollte sich überlegen, ob er oder sie den Streifen nicht lieber aus der Videothek leihen sollte. Trotz einer technisch guten DVD-Umsetzung mit einer ordentlichen Interview-Sektion ist “Beverly Hills Cop 3” einfach ein zu schwacher Film für 25 Euro.



Kay Pinno


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