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Black Mask 2 - City of Masks (R1)   

Black Mask 2 - City of Masks (R1)
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Original: Hak Hap 2   (Hongkong / USA, 2002)
Laufzeit: 101 Minuten (NTSC)
Studio: Columbia Tristar
Regie: Tsui Hark
Darsteller: Andy On, Tobin Bell, Jon Polito, Teresa Maria Herrera, Tyler Mane, u.v.a.
Format: 1.85:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD5.1 Englisch, Französisch
Untertitel: Englisch, Französisch u.m.
Extras: Trailer
Preis: ca. 20 Dollar
Wertung: 1 / 2+ / 5- (Bild/Ton/Extras)


"Diese Angelegenheit hat nichts mit Gott zu tun!"

“Exkrement!” So beschrieb Robin Williams als Lehrer Keating in “Der Club der toten Dichter” einen wissenschaftlichen Aufsatz über die Analyse von Literatur. Doch was hat dies mit einem Filmtitel wie “Black Mask 2 - City of Masks” zu tun? Ganz einfach. Diese simple Erkenntnis dürfte sich ziemlich schnell bei den Zuschauern von “Black Mask 2” einstellen. Nichts, aber auch rein gar nichts hat dieser Film mit dem Original zu tun. Trotzdem zeichnen sich die Hongkong-Größen Tsui Hark und Yuen Woo Ping für diesen Mist verantwortlich. Anscheinend hat man das ehemals vielversprechende Projekt schon an Sony verkauft, bevor Jet Li und Charles Heung von dem Projekt abgesprungen sind. Letzlich musste deshalb doch irgendein Produkt für den amerikanischen Markt abgeliefert werden. Das Ergebnis siedelt dabei irgendwo zwischen den “Teenage Mutant Ninja Turtles”, “X-Men” und den “Power Rangers”. Kang Fung alias Black Mask (Andy On) ist noch immer auf der Suche nach einem Heilmittel für sein Problem der Gefühllosigkeit. Auf seiner Suche nach einer Lösung für sein Problem kommen ihm eine Bande mit Tiergenen mutierter Wrestler(!!!!) und eine Geheimorganisation in die Quere. Die Burschen hegen den Plan mittels einer DNA-Bombe ein ganzes Stadion von Wrestlingfans in Hybridwesen mutieren zu lassen. Abgesehen davon, dass Wrestlingfans in einem Stadion automatisch zu krakeelenden Monstern mutieren, klingt das alles nach “X-Men”. Nur eben viel, viel mieser. Interessanterweise sind aber X-Men Gegner Tyler “Sabretooth” Mane und Augenschmaus Tracie Lords als billige Mytique-Kopie mit von der Partie. Trotzdem bleiben dem Film feiste Action, Spannung oder gar eine mitreissende Geschichte völlig fern. Zudem sind auch die Spezialeffekte ziemlich daneben gegangen und wirken eher wie aus dem Kinderprogramm. Das Amerikaner legendäre asiatische Filmemacher derart korrumpieren können, dass sie einen solchen Schrott abliefern ist schon erschreckend. Anschauen um jeden Preis vermeiden!.

BILD

Black Mask 2 - City of Masks (R1)

Columbia Tristar hat sich auch bei dieser filmischen Gurke nicht lumpen lassen und einen lupenreinen Transfer spendiert. Das anamorphe Bild (1.85:1) hat eine hervorragende Vorlage, die keine Schwächen oder Abnutzungen zeigt. Schärfe und Kontrast sind dauerhaft sehr gut und sorgen für eine Brillianz, die die zahlreichen Spezialeffekte doch deutlich enthüllt. Die vielen Farben und Filteraufnahmen strahlen mit größter Stärke von der Mattscheibe. Das passt sehr gut zu dem Comic-Element des Films. Der Schwarzlevel ist sehr tief ohne Details zu verschlucken. Auch die Kompression gibt sich keine Blöße. Rauschmuster oder Artefakte sind nicht existent. Sehr gut.

TON

Black Mask 2 - City of Masks (R1)

Auch der DD 5.1 Ton spielt in der oberen Klasse mit. Die Effektekanäle und der Bass werden vom ersten Moment an kräftig beansprucht. Auch wenn die Kampfaction lange nicht das Niveau einer üblichen Hongkong-Produktion erreicht, gibt es fleißig “Überflüge” der Kontrahenten. Auch die Dialoge werden geschickt auf der Frontstage verteilt und direktional angesprochen. Der Mix gibt sich Mühe einzelne Dialogfetzen nicht zu übertönen, aber da eher die Musik und die Effekte um die Vormacht in den Kanälen kämpfen, sind einige Stellen im Dialog doch zu unklar geraten. nsonsten gibt es aber nichts zu motzen. Fast sehr gut.

EXTRAS

Das einzige Extra auf der US-Scheibe ist der Trailer zu “Black Mask 2”.

FAZIT

Diesen Film braucht wirklich niemand! Finger weg! Egal ob ihr das Original mit Jet Li kennt oder nicht, haltet euch fern von diesem Mist. Erspart euch wertvolle Lebenszeit. Auch die gute technische Umsetzung der DVD ohne Extras (die bei diesem Film auch wirklich niemand braucht!!!!) hilft da gar nichts. Schnell vergessen, vergessen ...



Kay Pinno


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