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REVIEWS



Resident Evil: Extinction   (BLU-RAY)

Resident Evil: Extinction
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Original: Resident Evil: Extinction   (USA, 2007)
Laufzeit: 94 Minuten (1080p)
Studio: Highlight / Constantin
Regie: Russel Mulcahy
Darsteller: Milla Jovovic, Oded Fehr, Ali Larter, Iain Glen, Ashanti, Mike Epps u.v.a.
Format: 2.40:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS-HD Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Kommentar, Making of, geschn. Szenen u.m.
Preis: ca. 25 €
Wertung: 2+/ 1 / 2+ (Bild/Ton/Extras)


"Zombie Road Warrior!"

Selten feiert ein Klassiker wie “Mad Max 2” ein derartiges Revival. Gleich zwei Filme zollen derzeit diesem Actionmeilenstein ihren Tribut. Neben Neil Marshalls “Doomsday” haben sich auch Paul W.S. Anderson und Russel Mulcahy das George Miller Vehikel als Blaupause für den dritten Teil der “Resident Evil”-Reihe (hier die Reviews zu Teil 1 und Teil 2) ausgesucht. Nachdem die Welt nun endgültig von den mit dem T-Virus infizierten Zombies überrannt ist, bleibt den Überlebenden nur die Flucht in die wenig besiedelte Wüste. Ständig in Bewegung und auf der Suche nach Nahrung wähnt man sich vor den bissigen Untoten in vermeintlicher Sicherheit. Ein Konvoi mit Überlebenden unter der Führung von Claire Redfield (“Heroes” Ali
Larter) trifft mitten in der sandigen Ödnis auf die ebenfalls aus Racoon-City geflüchtete Alice (Milla Jovovich), deren paranormale Fähigkeiten inzwischen zugenommen haben. Damit wird der Trupp zur Zielscheibe der Umbrella-Corporation, die ihr wertvolles “Projekt Alice” unbedingt wiederhaben wollen. Da ist es ganz praktisch, dass der skrupellose Dr. Isaacs (Iain Glen) ganz in der Nähe in einem der letzten unterirdischen “Hives” von Umbrella an ein paar Superzombies schraubt, die er sowieso schon einmal dringend ausprobieren wollte. “Resident Evil 3” besticht sicher nicht durch eine unkonventionelle Story oder ausgefeilte Charaktere. Hier wird Genrekino in Reinkultur abgespult. Was diesen Teil aber von seinen schwachen Vorgängern tatsächlich unterscheidet, ist das attraktive “Mad Max 2”-Setting und Regisseur Russel Mulcahy (“Highlander”, “Ricochet”), der hier doch noch einmal beweisen kann, dass er seinen visuellen Touch nicht völlig verloren hat. Leider ergibt sich der Film in seinen Actionszenen allerdings gerne dem üblichen Staccato-Schnittsalat hin und verschenkt dadurch wieder ein paar Sympathiepunkte. Dennoch ist der Look des Films wirklich stimmig und hält auch ein paar Überraschungen parat. Neben einem visuellen Upgrade der Zombiehunde - die diesmal wirklich furchterregend ausschauen - gibt es eine irrsinnige Sequenz mit untoten Zombiekrähen. Zudem erfährt Alice von einem Problem, dass schon ihre Kino-Vorgängerin Ellen Ripley alias Sigourney Weaver durchmachen musste. “Resident Evil: Extinction” wird so zum ersten “guten” Film der “Resident Evil”-Reihe und lässt im Finale natürlich Tür und Tor für einen vierten Teil offen.

BILD

Resident Evil: Extinction

Der anamorphe HD-Transfer (2.40:1 in 1080p) ist schon ein wahrer Hingucker. Die Vorlage ist natürlich fehlerfrei und liefert ein gestochen scharfes Bild sowie eine elegante Reproduktion der Farbpalette. Dennoch leidet der Film ein wenig an einer deutlich sichtbaren Körnigkeit, die allerdings vom Ausgangsmaterial her stammen könnte. Der Schwarzlevel ist tief aber dennoch sehr detailreich. Die Kompression (AVC-Codec) arbeitet solide und zeigt keine weiteren Schwächen. Trotz 24p-Modus konnte allerdings bei Bewegungen und Kamerafahrten ein wahrnehmbarer Nachzieheffekt festgestellt werden. Fast sehr gut.

TON

Resident Evil: Extinction

Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch im DTS-HD 5.1 Format mit einer Datenrate von 2 Mbit/s vor. Mit viel Surroundaktivität und großer Dynamik zaubern die Tracks echtes Kinofeeling ins Wohnzimmer. Aufgrund der dynamischen Kamera des Films gibt es zahlreiche 360-Grad-Effekte. Ein besonderes Highlight ist hier natürlich der Angriff der Krähen, der für viel Aktivität auf allen Surroundkanälen sorgt. Auch der Subwoofer gibt hier richtig Gas und donnert beim Flammenwerfer-Einsatz ordentlich dazu. Die Dialoge sitzen gut und immer verständlich im Centerkanal. Die Musik wurde ebenfalls homogen mit der restlichen Soundkulisse abgemischt, so dass störende Überlappungen nicht auftreten. Ein wirklich sehr guter Track.

EXTRAS

Die Blu-Ray Scheibe führt eine solide Packung an Extras mit. Der Audiokommentar mit Regisseur Russel Mulcahy und Produzent/Drehbuchautor Paul W.S. Anderson ist ein solider Track liefert eine anständige Portion an Hintergrundinfos und Setanekdoten. Hübsch sind Andersons Erläuterungen für die Konzeption des Films und die Einordnung innerhalb der Trilogie sowie der Bezug zu den Videospielen. Mulcahy beschränkt sich eher auf produktionstechnische Aspekte, aber spricht auch ein wenig über seine eigene Karriere sowie seine Vorliebe für Genre-Material.
Das Making-of “Jenseits von Racoon-City” (ca. 30 Min.) liegt in HD-Auflösung vor und führt eindrucksvoll hinter die Kulissen der Produktion in der Wüste. Zahlreiche On-Set Interviews werden hier mit Behind-The-Scenes Material vermischt. Ohne zu viel kritische Untertöne wird die Filmcrew bei der wirklich schweißtreibenden Arbeit gezeigt. Nett.
In Standardauflösung liegen die geschnittenen Szenen (ca. 11 Min.) und das TV-Making-of (ca. 20 Min.) vor. Letzteres ist die übliche PR-Veranstaltung vor dem Filmstart, welche hauptsächlich den Inhalt des Films und die Schauspieler vorstellt. Die geschnittenen Szenen sind nicht sonderlich spektakulär, aber hätten einige Übergänge im Film besser gemacht. Bei der schlanken Laufzeit hätte man hier vielleicht die ein oder andere Szene im Film belassen sollen. Zum Abschluss gibt es auch noch die abgesetzten Einzelinterviews aus dem Making-of in einer einzelnen Rubrik zum Anschauen.
Ein Trailer zum Film fehlt leider.

FAZIT

“Resident Evil: Extinction” ist tatsächlich der erste “gute” Film der Serie und sollte möglichst in High Definition angeschaut werden. Der HD-Transfer ist solide und der Sound die Krönung. Für Genre-Freunde führt an dieser Scheibe kein Weg vorbei. Empfohlen.



Kay Pinno


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