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Drive Hard   (BLU-RAY)

Drive Hard
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Original: Drive Hard   (Australien / USA, 2014)
Laufzeit: 96 Min. (1080p)
Studio: Senator
Regie: Brian Trenchard Smith
Darsteller: John Cusack, Thomas Jane, Zoe Ventoura, Damian Garvay u.a.
Format: 1.77:1 Widescreen (16:9)
Ton: DTS-HD-MA 5.1 Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Trailer
Preis: ca. 15 €
Wertung: 2-/ 3-/ 5 (Bild/Ton/Extras)


"Nicht mein Tag!"

Wie nah Brian Trenchard Smith Road Movie "Drive Hard" über zwei ungleiche Typen auf der Flucht an Peter Thorwarths "Nicht mein Tag" ist, grenzt schon fast an ein Plagiat. Als dem Ex-Rennfahrer Peter Roberts (Thomas Jane) der unscheinbare Amerikaner Simon Keller (John Cusack) ins Auto seines Fahrschulwagens steigt, ahnt der als Fahrlehrer in Australien jobbende wie gebeutelte Familienvater wider Willen noch nicht, was ihm blüht.
Denn Keller will sich nicht nur ein wenig an den Linksverkehr gewöhnen. Schnell outet sich Keller als Quasi-Groupie von Roberts und möchte nur kurz bei einer Bank halten, um den Scheck für den Fahrlehrer klar zu machen. Auf dem Rückweg macht er allerdings die komplette Bank klar und zwingt seinen Fahrlehrer als Fluchtfahrer den Profi-Bleifuß wieder an den Start zu bringen. Doch die Polizei wird noch das geringste Problem der beiden Flüchtenden sein.
Aussie-Regie-Veteran Brian Trenchard Smith ("Turkey Shoot", "Die BMX-Bande") hat wieder viel Spaß daran, kleines Kino so groß wie möglich aussehen zu lassen. Fleißig zitiert er dabei sich selbst und andere australische Filmlegenden (natürlich "Mad Max"). Dennoch ist "Drive Hard" wie der Titel gar vermuten lässt keine hoch-oktane Autoverfolgungsschlacht, sondern vielmehr ein skurriles Buddy-Road-Movie, bei dem es auch brachiale Omas und bescheuerte Tankstellenbesitzer gibt. Insgesamt ist das Tempo dabei leider etwas unausgewogen und auch die Buddy-Geschichte läuft zu einseitig ab. Während Thomas Jane alle Stadien eines Midflife-Crisis Mannes in einer Paniksituation durchläuft, nur um festzustellen, dass sein Leben noch lange nicht vorbei ist, bleibt John Cusacks Keller ein statischer Katalysator, der seinen Plan weitestgehend konsequent durchzieht. Auch der eigentlich nicht uninteressante Subplot um ein paar korrupte Polizisten wird mit Vollgas in eine Sackgasse und dann gegen die Wand gefahren.
So bleibt "Drive Hard" irgendwie immer im dritten Gang stecken und zuckelt holperig und zu langsam über seinen eh schon flachen Spannungsbogen. Immerhin geben Cusack und Jane alles und nehmen sich dabei sogar ganz elegant selbst auf die Schippe. Wer ohne übertriebene Actionschlachten auskommt, aber dafür mit realen Autostunts etwas anfangen kann, der wird "Drive Hard" einen ganz vergnüglichen Ausflug ohne allzu große Überraschungen erleben.

BILD

Drive Hard

Der anamorphe Widescreentransfer (1.77:1) basiert auf einer guten Vorlage und zeigt keine Verunreinigungen. Dennoch ist das Bild leicht körnig, aber bietet dabei immer noch einen guten Detailgrad. Die durchgängig solide Schärfe und der hohe Kontrast sorgen auch in den bewegten Fahrszenen für einen stabilen Bildgenuss. Die Farben sind kräftig aber wirken nicht unnatürlich übersaturiert. Der Schwarzlevel ist tief und detailreich. Artefaktbildung oder verstärktes Hintergrundrauschen sind nicht aufgetreten. Noch gut.

TON

Drive Hard

Erstaunlicherweise ist der DTS-HD-MA 5.1 Track relativ unausgewogen abgemischt. Während die Dialoge solide aus dem Centerkanal kommen, sind sowohl die Umgebungsgeräusche aber vor allem die Musik extrem dünn in den Surroundkanälen zu hören. Gerade bei den Verfolgungsjagden sollte die Musik hämmern und der Bass des Motorbrummens deutlicher wahrnehmbar sein. Ansonsten gibt es keine Fehler: Überlappungen oder Aussetzer konnten nicht festgestellt werden.

EXTRAS

Als einziges Extra ist ein Trailer zum Film vorhanden.

FAZIT

Brian Trenchard Smiths "Drive Hard" ist weniger Actionreißer denn ungleicher Buddy Film, der dank seiner gut aufgelegten Hauptdarsteller Spaß macht. Erstaunlich ist die inhaltliche Nähe zu Peter Thorwarths "Nicht mein Tag". Die Blu-ray hat ein solides Bild aber einen etwas schwach abgemischten Ton. Trotz seines seichten TV-Looks sorgt "Drive Hard" für einen vergnüglichen Nachmittag.



Kay Pinno


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