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Schwarze Reptil, Das   

Schwarze Reptil, Das
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Original: The Reptile   (GB, 1966)
Laufzeit: 87 Minuten (PAL)
Studio: Anolis / e-m-s
Regie: John Gilling
Darsteller: Noel Willman, Ray Barrett, Jennifer Daniel, Jaqueline Pearce, u.v.a.
Format: 1.66:1 Widescreen (16:9)
Ton: DD-Mono Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Dokumentation, Bilder, Trailer
Preis: ca. 20 €
Wertung: 1-/ 4 / 4+ (Bild/Ton/Extras)


"Der Biss der Schlangenfrau"

Als Back-to-Back-Produktion mit dem Hammer-Film “Nächte des Grauens” (aka “Im Bann des Voodoo-Priesters bzw. “Plague of the Zombies”) entstanden, verzwickt “Das schwarze Reptil” die klassische Angst im britischen Empire vor seltsamen Riten und Flüchen aus den fernöstlichen Kolonien sowie die klassisch gotischen Hammer-Elemente. In der ländlich düsteren Atmosphäre Südenglands am Ende des 19. Jahrhunderts zieht Harry Spalding (Ray Barret) mit seiner Frau in das Haus seines verstorbenen Bruders in Clagmoore. Im Dorf munkelt man, dass er an dem schrecklichen “Schwarzen Tod” gestorben sein soll. Die eigenartige Seuche hat schon mehrere Leute der Gegend hinweggerafft. Spalding gibt sich damit nicht zufrieden und stellt eigene Nachforschungen an. Diese führen ihn zu dem mysteriösen Dr. Franklyn und dessen hübscher Tochter Anna (Jaqueline Pearce). Hinter der biederen Fassade scheint aber ein schreckliches Geheimnis zu schlummern. In Fan-Kreisen wird viel diskutiert, welcher der beiden John Gilling Filme wirklich der bessere ist. Mehr klassische Atmosphäre und erinnerungswürdige Momente liefert sicherlich “Nächte des Grauens”, aber “Das schwarze Reptil” baut eine engere Struktur um die Hintergründe der schrecklichen Ereignisse. Auch wirkt das Handeln der Figuren hier viel klarer, da Spalding durch den mysteriösen Tod seines Bruders ein gutes Motiv hat, den Dingen auf den Grund zu gehen. Auch wenn die leicht hinausgezögerte Enthüllung des Monsters eher eine Enttäuschung ist (das Make-Up sieht besonders durch die statischen Augen eher wie eine Faschingsmaske aus), bleibt die Hintergrundgeschichte erstaunlich. Ein klassischer Grusler aus dem Hause Hammer.

BILD

Schwarze Reptil, Das

Das Label Anolis hat sich mal wieder kräftig ins Zeug gelegt. Die Vorlage zum anamorphen 1.66:1 Widescreen-Bild ist sauber aufgeräumt worden. Seichte Defekte und Dreckspuren der Vorlage sind so gut wie nicht mehr vorhanden. Abgesehen von ein paar wenigen Außenaufnahmen ist auch kein störendes Bildrauschen zu erkennen. Die leicht matten Farben entsprechenden der filmischen Vorlage und sorgen für einen realistischen Look. Schärfe und Kontrast sind wirklich sehr gut und enthüllen großen Detailreichtum besonders bei den Innenaufnahmen des Films. Der Schwarzlevel ist gut ausgewogen und verdeckt trotz vielen dunklen Aufnahmen keine wichtigen Bildbereiche. Die saubere Kompression verhindert Artefaktbildung und hält das Bild stabil. Sehr gut.

TON

Schwarze Reptil, Das

Der Monoton liegt auf Deutsch und Englisch im Dolby Digital 2.0 Format vor. Leider wurde anscheinend nur der englische Ton ordentlich aufgeräumt, denn die alte deutsche Tonspur hat ein deutlich vernehmbares Rauschen über die gesamte Länge des Films. Besonders in ruhigen Passagen wirkt dies sehr störend, wodurch man zusätzlich daran erinnert wird, einen fast 40 Jahre alten Film zu schauen. Die deutschen Dialoge selbst sind allerdings ordentlich verständlich. Die englische Tonspur ist fast erstaunlich klar, allerdings sind hier die Dialoge etwas muffeliger allerdings trotzdem sehr gut verständlich. Surroundspielereien gibt es hier natürlich nicht und auch der Subwoofer bleibt bei den Monspuren kalt.

EXTRAS

Als Hauptextra lächelt einem eine der vielen “World of Hammer”-Dokumentationen entgegen. Leider entpuppt sich dieses 25-minütige Videosegment nur als Kollage von verschiedenen Ausschnitten aus Hammerproduktionen, die von Erzähler Oliver Reed mit nur knappen Worten vorgestellt werden. Echte Hintergrundinformationen oder Interviews gibt es hier nicht. Wirklich schade!!! Dafür gesellt sich ein höchst interessantes anderes Extra auf die Scheibe. Aus dem Magazin “House of Horror” wurde das Schwarz/Weiß-Comic zu “Das schwarze Reptil” Bild für Bild in einem tollen Videosegment (6 Minuten) abgefilmt. Zudem gibt es noch zwei ildergalerien, die sowhl einige schöne Behind-The-Scenes Fotos als auch verschiedene Cover und Artwork zum Film beinhalten. Trailer und selbst Tv-Spots zu lassen sich ebenfalls bei den Extras finden.

FAZIT

Ein weiterer Hammerklassiker wurde von Anolis sauber bearbeitet. Auch wenn “Das schwarze Reptil” ein wenig aus dem klassischen Fahrwasser der Hammerfilme ausschert ist es ein gelungener Eintrag. Leider ist die beigefügte Dokumentation “World of Hammer” eine Enttäuschung. Trotzdem kaufenswert!



Kay Pinno


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